Formel E

BMW-Motorsport-Chef Marquardt: Fehler & Rennabbrüche die Ursache für mittelmäßige Debütsaison

Timo Pape

Timo Pape

Die erste Formel-E-Saison als Werksteam liegt hinter BMW. Der Münchener Hersteller war vor der Saison 2018/19 beim US-Rennstall Andretti eingestiegen und führte das Team unter anderem dank neuem Antrieb vom letzten Platz in Saison 4 auf die fünfte Gesamtposition. Insgesamt war es ein positives erstes Jahr, wenn auch kein überragendes. Denn nach dem bärenstarken Eindruck bei den Vorsaison-Testfahrten sowie den ersten beiden Rennen in Diriyya und Marrakesch schien BMW sogar um den Titel kämpfen zu können.

"In Diriyya sind wir mit einem Topergebnis gestartet", erinnert sich BMW-Motorsport-Direktor an den Sieg von Antonio Felix da Costa beim Saisonauftakt. "Gleich bei seinem ersten Renneinsatz hat der BMW iFE.18 gewonnen. Auf Anhieb konnten wir das große Potenzial und die hohe Effizienz unseres Racing eDrive01 Antriebsstrangs voll ausnutzen. Auch beim Marrakesch E-Prix waren wir super unterwegs und hatten die Chance auf unseren ersten Doppelsieg. Wir wissen alle, warum es am Ende nicht dazu gekommen ist", spielt er auf die Kollision der beiden BMW-Teamkollegen an.

"In einigen der folgenden Rennen haben wir es nicht geschafft, das Maximum herauszuholen. Dafür gab es verschiedene Gründe", erklärt Marquardt. "Einerseits sind uns Fehler unterlaufen. Andererseits führten Rennabbrüche in mehreren Fällen dazu, dass wir die großartige Effizienz unseres Antriebs nicht in die entsprechenden Resultate verwandeln konnten."

In der kommenden Saison rechnet Marquardt mit einem besseren Abschneiden: "Auf Basis der Erfahrungen, die wir gesammelt haben, bin ich überzeugt, dass wir für Saison 6 noch einmal einen Sprung nach vorn machen können – und das, obwohl das Wettbewerbsniveau in dieser Serie immer weiter wächst. Das erfolgreiche Wochenende in New York verleiht der Mannschaft noch einmal zusätzliche Motivation für die Vorbereitungen auf die neue Saison. Wir wissen, wie stark unser Antrieb ist. Wir wissen, dass wir das richtige Team beisammen haben, um in der Formel E erfolgreich zu sein."

Mit seinen Fahrern scheint Marquardt zufrieden zu sein. Nach dem ersten Podium von Alex Sims in New York hat er lobende Worte für den Briten übrig: "Herzlichen Glückwunsch an Alexander Sims zu seiner ersten Pole-Position und seinem ersten Podestplatz in dieser Serie. Alex hat sich diesen Erfolg mit einer starken Leistung verdient. Seine Rookie-Saison auf dem Treppchen abzuschließen, das ist richtig stark. Auch Antonio Felix da Costa konnte als Neunter noch einmal Punkte sammeln. Das ist für uns ein positiver Abschluss. Im Verlauf der vergangenen 13 Rennen haben wir als Team viele wertvolle Erfahrungen gesammelt."

Am Ende schickt Marquardt noch Grüße nach Frankreich: "Glückwunsch an DS Techeetah und Jean-Eric Vergne zum Titelgewinn. Er ist ein verdienter Champion."

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