Formel E

Formel E in Buenos Aires: Lokalmatador Lopez gewinnt 1. Freies Training

Timo Pape

Timo Pape

Jose Maria Lopez hat das 1. Freie Training zum Buenos Aires ePrix der Formel E für sich entschieden. Der Argentinier im Virgin drehte in 1:09.431 Minuten die schnellste Runde und profitierte von einem vorzeitigen Abbruch der Session. Antonio Felix da Costa (Andretti) hatte bereits in der Mitte des Trainings einen schweren Unfall mit anschließender Unterbrechung verursacht und war fünf Minuten vor Sessionende abermals auf der Strecke stehen geblieben. Die Rennleitung entschied, das Training nach der zweiten roten Flagge nicht wieder aufzunehmen.

Während Lopez seine Bestzeit mit den vollen 200 kW Leistunng drehte, fuhr Jean-Eric Vergne (Techeetah) im Rennmodus mit 170 kW beeindruckend auf Rang zwei. Mitch Evans (Jaguar) auf Platz drei griff wiederum auf die volle Leistung zurück. Somit lässt sich das wahre Kräfteverhältnis von Buenos Aires noch nicht abschätzen.

Bis zum Unfall von Felix da Costa war es eine gemächliche Trainingssession. Unter grauen Wolken - wenngleich ohne Regen - erhöhten die Fahrer nach und nach das Risiko und verbesserten ihre Zeiten. Einen guten Eindruck hinterließen dabei vor allem e.dams und Virgin.

Dann der Unfall: Nachdem Felix da Costa sein Auto in der Schikane gerade noch spektakulär retten konnte, verlor er es wenige Sekunden später in einer Linkskurve. Seitlich krachte er zuerst mit dem Heck in die TECPRO-Barriere, dann schlug er seitlich mit der Front an der Mauer an. Während sein Andretti vor allem Schaden an der rechten vorderen Aufhängung nahm, stieg der Portugiese unversehrt aus. Sein Auto wurde abtransportiert, dann ging es weiter.

Wenige Minuten vor dem Ende rollte Felix da Costa nach der Haarnadelkurve aus und blieb mit einem technischen Problem auf der Strecke stehen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Auto neu zu starten, ließ die Rennleitung zum zweiten Mal rote Flaggen schwenken und gab die Information aus, die Session nicht wieder aufzunehmen. Kurz zuvor war auch Lopez in unmittelbarer Nähe von Felix da Costa zwischenzeitlich stehen geblieben, konnte aber aus eigener Kraft weiterfahren. Sein Teamkollege Sam Bird, der gerade zum ersten Mal mit 200 kW gefahren war, fluchte über Funk, weil er seine schnelle Runde abbrechen musste.

Für die deutschen Piloten verlief das 1. Freie Training nicht zufriedenstellend. Nick Heidfeld kam im Mahindra auf Position acht - zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen Felix Rosenqvist. Daniel Abt wurde nur 18. und Maro Engel im Venturi gar Letzter auf Platz 20. Das 2. Freie Training (ab 14:30 Uhr bei uns im Live-Ticker) dürfte mehr Aufschlüsse über das echte Potenzial der Fahrer und Teams geben.

Das Ergebnis des 1. Freien Trainings

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