Formel E

CEO Reigle schwärmt vom neuen Formel-E-Markendesign: "Fühlt sich nach Popkonzert oder DJ-Festival an"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Formula-E-Podium-Stage-Firework-Saudi-Arabia

Die Formel E hat nach dem Ende der Saison 2022 ihr Erscheinungsbild stark verändert: Neben der Einführung der Gen3-Fahrzeuge sind mit ABT Cupra und McLaren nicht nur zwei neue Teams und mit Maserati eine neuer Sportwagenhersteller dabei. Die Rennserie hat gleichzeitig ein überarbeitetes Markendesign an den Start gebracht. Die Formel E zielt damit auf eine Vergrößerung ihres Publikums ab, fokussiert sich aber - wie seit jeher - nicht auf klassische Motorsportfans.

"Wenn man sich dieses Jahr hier umsieht, sind wir eine völlig neue Marke", beschreibt Formel-E-CEO Jamie Reigle den neuen "Look and Feel" der Formel E bei 'Sportskeeda'. "Wir haben unsere gesamte Marke neu positioniert. Wenn Sie genau hinsehen, sehen Sie die blaue Farbe, die unsere Rennsportfarbe ist, und die Kultur, die aus Lila, Gelb und Rosa besteht. Das haben wir ganz bewusst geändert. Wenn man letztes Jahr zu einer Veranstaltung kam, fühlte sie sich meiner Meinung nach kalt an."

"Dieses Jahr hingegen fühlt sich an, als ob man zu einem Popkonzert oder einem DJ-Festival kommt", erklärt Reigle weiter. "Man kommt nicht nur zu einem Autorennen. Wir versuchen, den Motorsport mit diesem kulturellen Element zu verbinden."

"Aber es geht nicht nur darum, mehr auf Instagram zu machen", sieht der CEO nicht nur das Internetpublikum als Zielgruppe an. "Es muss grundlegend in das Gäste- oder Fanerlebnis eingebettet werden. Der Sport ist uns wirklich wichtig, aber die Frage ist, ob wir eine frischere und optimistischere Zukunft präsentieren können. Ich denke, das werden wir mit den Events erreichen."

Reigle: "Marken, Sponsoren & Hersteller wollen uns im TV sehen"

"Wir haben 2023 eine neue App gestartet, eine neue Website, eine neue digitale Plattform", beschreibt er weiter. "Das hilft uns dabei, ein jüngeres Publikum anzusprechen. Ich glaube, große Marken, große Sponsoren und große Hersteller wollen uns immer noch im Fernsehen sehen. Es gibt keinen Ersatz für Live-Events oder Großbildschirme, aber das digitale Engagement ist das, was wir uns sehr genau ansehen."

"Wir investieren ziemlich viel in die Inhalte, die wir produzieren", erklärt der Kanadier. "Wir machen TikTok-Shows und eine Menge anderer Dinge, die wir vor ein paar Jahren noch nicht gemacht haben. Wir versuchen herauszufinden, wie wir mehr Einstiegspunkte für neue Fans schaffen können und sie dann hoffentlich dazu bringen, dass sie sich eine Stunde lang hinsetzen und das ganze Rennen anschauen."

"Was wirklich ermutigend ist und in dieser ganzen Debatte irgendwie verloren geht, ist unser Live-Publikum", gibt Reigle zu bedenken. "Unser Live-Publikum ist in den letzten drei Jahren um mehr als das Doppelte gewachsen. Das ist zwar noch kein exponentielles Wachstum - ich wünschte, das wäre so. Aber wir haben unser Live-Publikum dennoch richtig stark vergrößert, und das ist für mich die wichtigste Kennzahl. Das ist es, weshalb ich meinem Team sage, dass wir uns keine Sorgen machen müssen: Es geht um die Live-Zuschauer."

Als nächstes Rennen steht für die Formel E der Berlin E-Prix an. Für den "Double-Header" werden sieben Tribünen auf dem Vorfeld des stillgelegten Flughafens Tempelhof aufgebaut. Das Rennen am Samstag ist mit Blick auf die Tribünenplätze bereits ausverkauft, lediglich für das Sonntagsrennen gibt es noch einige Tickets auf fünf der Tribünen (Stand: 13. April).

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