Formel E

Countdown zum Shanghai E-Prix: Was die Rückkehr nach China für die Formel E bedeutet

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Nach mehr als fünf Jahren wird die Formel E am 25. und 26. Mai 2024 nach China zurückkehren. Die Elektrorennserie fährt dabei zum ersten Mal auf dem Shanghai International Circuit, auf dem auch die Formel 1 gastiert. Jeff Dodds, CEO der Formel E, und ERT-Teamchef Alex Hui erklärten nun im Rahmen eines Shanghai-Besuchs, was die Rückkehr der Formel E nach China für sie bedeutet.

China ist für die Formel E ein wichtiges Land. Die Rennserie fuhr am 13. September 2014 ihr allererstes Rennen in Peking. Auch in der zweiten Saison wurde der Saisonauftakt in der chinesischen Hauptstadt ausgetragen, bevor die Formel E ab 2016 für drei Jahre in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong Station machte. Im März 2019 fand ein weiteres Rennen in Sanya auf der Insel Hainan statt, bevor die Pandemie einer geplanten Rückkehr lange Zeit einen Strich durch die Rechnung machte. So musste etwa der zweite Sanya E-Prix im März 2020 abgesagt werden.

Auch wenn in vielen anderen Ländern spätestens im Jahr 2022 wieder zur Normalität übergegangen wurde, blieben die Regeln in China weiterhin äußerst strikt. An internationale Sport-Großveranstaltungen war daher nicht zu denken. Auch die Formel 1 musste die für 2022 und 2023 geplanten Rennen in Shanghai absagen - diese hätten ebenfalls auf dem Shanghai International Circuit ausgetragen werden sollen. Im kommenden Jahr endet die China-Abstinenz.

Die Rückkehr ins "Land der Mitte" ist für die in der Formel E engagierten Hersteller und Partner von hoher Wichtigkeit, immerhin gilt das Land mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohner:innen als äußerst bedeutender Markt für Elektroautos. Neben dem unter chinesischer Flagge fahrenden Team ERT tritt mit Envision Racing eine weitere Mannschaft an, die sich im Besitz eines chinesischen Unternehmens befindet.

Formel-E-CEO Dodds will "zum zehnjährigen Bestehen weiterhin Maßstäbe setzen"

"Es ist eine besondere Ehre für die Formel E, im kommenden Mai zum ersten Mal in Shanghai zu fahren", beschreibt Formel-E-CEO Jeff Dodds. Gemeinsam mit ERT-Teamchef Alex Hui reiste er kürzlich nach Shanghai, um fast auf den Tag genau sechs Monate vor dem Rennen offiziell den Countdown zum ersten Shanghai E-Prix einzuläuten.

"Wir wollen zu unserem zehnjährigen Bestehen als erster rein elektrischer Motorsport weiterhin Maßstäbe setzen", meint Dodds. "Wir werden in Shanghai antreten, einem neuen Austragungsort für uns in China. Das Land ist bei der Entwicklung und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen weltweit führend."

"Das Rennen in Shanghai ist nicht nur symbolträchtig für die Formel E, sondern wird auch ein unglaubliches Rennwochenende für die Fans", so Dodds weiter. "Es gibt eine leidenschaftliche Sport-Fangemeinde in der Stadt. Wir können es kaum erwarten, ihnen eine vollkommen neue Form des Racing präsentieren zu können - mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h und mehr als 100 Überholvorgängen in den meisten Rennen."

ERT-Teamchef Hui: "Fahrer üben bereits im Simulator"

"Als chinesisches Team freuen wir uns sehr darauf, bei unseren Heimrennen anzutreten", sagt Alex Hui, Teamchef des neu gebrandeten Teams ERT. "Jeder im Team arbeitet bereits hart für die neue Saison und ich weiß, dass unsere Fahrer Dan Ticktum und Sergio Sette Camara ihr Bestes für die heimischen Fans geben werden. Sie befinden sich bereits in den Simulatoren und üben für die anspruchsvolle Strecke in Shanghai."

Aus sportlicher Sicht waren die bisherigen Auftritte der Elektroserie in China durchaus abwechslungsreich: Die sieben Rennen - zählt man Hongkong dazu - brachten sechs verschiedene Sieger mit sechs verschiedenen Teams hervor. Lediglich Sebastien Buemi (Renault e.dams) konnte sich zweimal zum Sieger küren. Der Schweizer gewann je einen Lauf in Peking und Hongkong. Der letzte Rennsieger in China war DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne.

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