Formel E

Daniel Abt: Höhe von Mexiko-Stadt könnte Batterie beeinflussen

Timo Pape

Timo Pape

Die Formel E macht am kommenden Samstag erstmals Halt in Mexiko. Auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez erwartet die Fahrer ein ganz neuer Streckentyp, denn die Kurzversion des Formel-1-Kurses ist die erste klassische Rennstrecke im Formel-E-Kalender. Durchaus vorstellbar, dass sich die Kraftverhältnisse im Fahrerfeld leicht verschieben könnten.

"Natürlich ist das für uns Neuland, weil wir jetzt zum ersten Mal auf einer permanenten Rennstrecke unterwegs sind", sagt Daniel Abt im Exklusiv-Gespräch mit 'e-Formel.de'. Wir haben den deutschen Nachwuchsfahrer im Rahmen eines Eurosport-Events in München unter anderem zum anstehenden Mexico City ePrix interviewt (siehe Video unten).

"Wenn man das Rennen der Formel 1 dort gesehen hat, dann weiß man, dass die Mexikaner sehr motorsportbegeistert sind", sagt Abt. "Wir fahren auf einer ähnlichen Strecke und auch durch das Stadion, das schon in der Formel 1 ein Highlight war. Wie ich gehört habe, soll das Rennen fast ausverkauft sein. Daher glaube ich, dass es sehr cool wird." Insgesamt würden 40.000 Zuschauer auf dem Gelände Platz finden, was einen neuen Besucherrekord für die Formel E bedeuten würde.

Der Faktor Höhe

Mexiko-Stadt liegt 2.250 Meter über dem Meerespiegel. Auf den Elektromotor hat der Luftdruck laut Abt wohl eher keine Auswirkungen, "aber er könnte Einfluss auf die Kühlung haben. Wir müssen schauen, ob die Batterie womöglich zum Problem werden könnte. Allerdings sind die Temperaturen ganz human...", relativiert Abt und denkt an die Gluthitze von Malaysia, in der die eine oder andere Batterie ausfiel.

Fast genau ein Jahr nach seinem bisher einzigen Formel-E-Podium in Miami (14.03.2015) möchte Abt endlich wieder einen Pokal mit nach Kempten nehmen: "Nichts lieber als das - deswegen fahre ich ja. Letztes Jahr in Miami dachte ich eigentlich, das sei der Durchbruch. In Long Beach hatte es auch sehr gut ausgesehen (mit der Pole-Position; Anm. d. Red.), bis wieder der Technikteufel dazwischenkam. Irgendwie schaffe ich es noch nicht, den ganzen Mist einfach mal abzuschütteln", hadert der 23-Jährige, der aktuell nur auf Gesamtrang zwölf liegt.

"Letztes Jahr hat mir Amerika beziehungsweise haben die USA die Wende für mich gebracht. Vielleicht ist ja jetzt in Mexiko die Chance für mich da. Und wenn nicht, dann geht es danach nach Long Beach, da lief es ja letztes Jahr schon sehr gut", erinnert sich der Pole-Sitter von 2015. "Ich bin auf jeden Fall höchst motiviert und will mehr als jeder andere, dass der Champagner wieder fließt."

Daniel Abt im Interview mit e-Formel.de

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