Formel E

"Das beste Wochenende meiner Karriere" - Edo Mortara bejubelt Formel-E-Sieg in Puebla & WM-Führung

Timo Pape

Timo Pape

Edo-Mortara-Podium-Puebla

Venturi-Fahrer Edoardo Mortara feierte in Puebla ein Podium am Samstag und einen Rennsieg am Sonntag. Mit seinem zweiten Formel-E-Erfolg beendete er eine lange Durststrecke seit dem Hongkong E-Prix am 10. März 2019 und übernahm durch 40 Punkte beim E-Prix in Mexiko die Gesamtführung in der Fahrer-WM. Nach dem Rennen gab er sich ungläubig und glückselig.

"Was für ein Wochenende!", leitet Mortara sein Resümee ein. "Gestern haben wir schon als Dritter auf dem Podium gestanden, und heute ging es als Sieger noch mal zwei Stufen nach oben. 40 Punkte an einem einzigen Wochenende zu holen, ist einfach unglaublich. Das war das beste Wochenende meiner Karriere. Ich kann es kaum glauben und bin wirklich sprachlos."

Mortara hatte sich am Sonntag für den dritten Startplatz qualifiziert und übernahm unter anderem dank cleverer Attack-Mode-Strategie schon bald die Führung. Auch nachdem seine direkten Kontrahenten Oliver Rowland und Pascal Wehrlein ihre Attack-Modes aktiviert hatten, blieb der Venturi-Pilot vorn.

In der zweiten Rennhälfte verkürzte Wehrlein den Rückstand auf Mortara und jagte den Italo-Schweizer bis in die letzten Runden, wobei dieser mit einem kleinen Nachteil in Sachen Restenergie zu kämpfen hatte. Dennoch schaffte es Mortara, trotz Führung seine Energie zu managen und profitierte darüber hinaus von einem kleinen Fahrfehler Wehrleins kurz vor Schluss, der ihn wieder durchatmen ließ. Souverän brachte er seinen ersten auf der Strecke herausgefahrenen Sieg ins Ziel - in Hongkong hatte er noch von einer Disqualifikation Daniel Abts profitiert.

Mortara: "Pascal hat mich immens unter Druck gesetzt"

"Wir haben uns keinen Fehltritt geleistet - in Führung liegend ist man immer sehr aufmerksam", erklärt Mortara. "Das Herz schlägt schneller, man ist einfach wacher. Pascal hat mich in den letzten zehn Runden immens unter Druck gesetzt. Ich wusste, dass er etwas mehr Energie hat. Deswegen mussten wir einen Weg finden, schneller und effizienter als er zu fahren."

"Ich weiß nicht, wie wir das gemacht haben - aber in den letzten zehn Runden hat das ganz gut geklappt. Aber am Ende hat alles funktioniert, und ich bin sehr glücklich, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Das ist echt unglaublich", so Mortara.

Plötzlich ist der Routinier mit zehn Punkten Vorsprung in der WM der "Gejagte" und hat alle Chancen auf die Meisterschaft. In der Teamwertung kletterte Venturi gleichzeitig auf den sechsten Gesamtrang. Teamchefin Susie Wolff ist vor Freude außer sich: "Ich bin unglaublich stolz auf das Team und auf Edo, dass wir unseren zweiten Formel-E-Sieg geholt haben - aber auch auf die dominante Art und Weise, wie es dazu kam."

"Wir haben in der Saison schon häufiger gezeigt, dass wir das Potenzial haben, vorne mitzufahren - wir mussten nur einmal alles zusammenbringen, und genau das ist uns in Puebla gelungen", so die Schottin weiter. "Zwei Rennen, zwei Podien, 40 Punkte auf der Habenseite. Wir hätten von diesem Wochenende wirklich nicht mehr erwarten können!"

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