Formel E

De Vries beendet 2. Formel-E-Rennen in Shanghai wegen Bird-Crash punktlos, bleibt aber positiv

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Zum ersten Mal seit 2022 schaffte es Nyck de Vries am Sonntag in die Duellphase des Formel-E-Qualifyings. Position 4 bedeutete den mit Abstand besten Startplatz für den Niederländer in dieser Saison. Aber die Hoffnung des Formel-E-Champions von 2021 auf ein zweites Top-10-Ergebnis in Shanghai wurde durch Sam Bird jäh beendet.

Nachdem sich de Vries im ersten Renndrittel in den Top 5 halten konnte, verlor er nach dem Ablaufen seines Attack-Modes ein wenig an Boden. Dennoch hielt er sich trotz des weniger effizienten Mahindra-Antriebes in den Top 10 und lieferte sich enge Kämpfe mit Max Günther und Jean-Eric Vergne. In Runde 16 kam es jedoch in Kurve 10 zu einer Berührung mit Sam Bird: Der McLaren-Pilot verschätzte sich beim Angriff auf Robin Frijns und räumte den davor fahrenden de Vries ab. Der Mahindra-Pilot hatte dabei keine Chance.

Während Bird sein Fahrzeug an der Box abstellen musste, konnte de Vries nach einem Dreher weiterfahren und beendete das Rennen auf dem 16. Platz. Dennoch reist er zufrieden aus Shanghai ab, immerhin holte er am Vortag seine ersten Punkte in dieser Saison.

"Wenn man das Wochenende als Ganzes betrachtet, ist offensichtlich, dass wir uns weiterhin auf dem richtigen Weg befinden und Fortschritte machen", beschreibt de Vries. "Wir haben beide Rennen aus strategischer Sicht sehr gut durchgeführt, in einem davon unsere ersten Punkte der Saison geholt und uns im Qualifying verbessert, indem wir heute das Halbfinale erreicht haben."

"Natürlich hätten wir gern mehr"

"Natürlich hätten wir gern mehr", gibt er zu, ohne explizit auf die Situation mit Bird einzugehen. "Aber es gibt viel Positives, das wir für die verbleibenden Rennen in Portland und London mitnehmen können." Auch auf Nachfrage von e-Formel.de lieferte Mahindra kein Statement zum Unfall.

Bird, der zuvor bereits bei einer Berührung Pascal Wehrleins Hinterreifen aufgeschlitzt hatte, dafür jedoch straffrei ausging, erhielt von den Rennkommissaren eine Strafversetzung für sein nächstes Formel-E-Rennen: Fünf Positionen muss der Brite zurück - voraussichtlich in Portland. Außerdem erhielt er zwei weitere Strafpunkte auf seine Rennlizenz und steht damit nun bei sieben Zählern.

In fünf Wochen geht die Formel-E-WM 2024 mit ihren beiden abschließenden "Double-Headern" in die entscheidende Phase. Nach den beiden Rennen in Portland findet das Saisonfinale in London statt.

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