Formel E

"Formel-1-Friedhof"? Diese Formel-E-Fahrer trafen sich schon in der F1

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Spätestens seit dem Formel-E-Debüt von Esteban Gutierrez in Mexiko hat die Formel E ihren Ruf gefestigt, ein "Friedhof" für ausgemusterte Formel-1-Fahrer zu sein. Schließlich ist es nicht nur der Mexikaner, der nach dem Verlust seines Formel-1-Cockpits den Sprung in die Elektroserie machte. Doch ist die Formel E wirklich der elektrische Friedhof für die Fahrer, die es nicht in der "Königsklasse" geschafft haben?

Wir haben euch zu dieser Frage eine Übersicht über die vergangenen zehn Saisons der Formel 1 erstellt. Jeder Fahrer, der sowohl in der Formel 1 als auch in der Formel E Erfahrungen gesammelt hat, ist aufgeführt.

Formel-1-Saison 2016

Esteban Gutierrez (Haas, 21.)

 

Formel-1-Saison 2015

k.A.

 

Formel-1-Saison 2014

Jean-Eric Vergne (Toro Rosso, 13.)
Esteban Gutierrez (Sauber, 20.)
 

Formel-1-Saison 2013

Jean-Eric Vergne (Toro Rosso, 15.)
Esteban Gutierrez (Sauber, 16.)
Charles Pic (Caterham, 20.)

Formel-1-Saison 2012

 

Bruno Senna (Williams, 16.)
Jean-Eric Vergne (Toro Rosso, 17.)
Charles Pic (Marussia, 21.)
Jerome d'Ambrosio (Lotus, 23.)
 
 
 
 

Formel-1-Saison 2011

 

Nick Heidfeld (Renault, 11.)
Jaime Alguersuari (Toro Rosso, 14.)
Sebastien Buemi (Toro Rosso, 15.)
Bruno Senna (Renault, 18.)
Jarno Trulli (Lotus, 21.)
Vitantonio Liuzzi (HRT, 23.)
Jerome d'Ambrosio (Virgin, 24.)
Karun Chandhok (Lotus, 28.)

Formel-1-Saison 2010

 

Vitantonio Liuzzi (Force India, 15.)
Sebastien Buemi (Toro Rosso, 16.)
Nick Heidfeld (Sauber, 18.)
Jaime Alguersuari (Toro Rosso, 19.)
Jarno Trulli (Lotus, 21.)
Karun Chandhok (HRT, 21.)
Bruno Senna (HRT, 23.)
Lucas di Grassi (Virgin, 24.)

Formel-1-Saison 2009

 

Jarno Trulli (Toyota, 8.)
Nick Heidfeld (BMW Sauber, 13.)
Sebastien Buemi (Toro Rosso, 16.)
Nelson Piquet jr. (Renault, 21.)
Vitantonio Liuzzi (Force India, 22.)
Jaime Alguersuari (Toro Rosso, 24.)
 
 

Formel-1-Saison 2008

 

Nick Heidfeld (BMW Sauber, 6.)
Jarno Trulli (Toyota, 9.)
Nelson Piquet jr. (Renault, 12.)
Takuma Sato (Super Aguri, 21.)
 
 

Formel-1-Saison 2007

 

Nick Heidfeld (BMW Sauber, 5.)
Jarno Trulli (Toyota, 13.)
Takuma Sato (Super Aguri, 17.)
Vitantonio Liuzzi (Toro Rosso, 18.)
Scott Speed (Toro Rosso, 21.)
Sakon Yamamoto (Spyker, 25.)

Doch auch mit den glorreichen V10-Boliden haben einige Formel-E-Alumni Erfahrungen gemacht. So gingen beispielsweise Sakon Yamamoto und Franck Monatgny 2006 bei Super Aguri an den Start, Justin Wilson fuhr 2003 für Minardi und Jaguar, Stephane Sarrazin gastierte für ein Rennen im Jahr 1999 und Jacques Villeneuve startete von 1996 bis 2006 in der Formel 1. Letzterer wurde 1997 sogar Weltmeister.

Dass man die Formel E als "Formel-1-Friedhof" bezeichnet, scheint wenig gerechtfertigt. Schließlich wechselten lediglich Gutierrez, Vergne und Pic direkt nach ihrem Formel-1-Aus in die Elektroserie. Die anderen Formel-1-Veteranen gastierten in der Formel E entweder nur für wenige Rennen (z.B. Yamamoto, Speed) oder beschäftigen sich zusätzlich in anderen Rennserien, allen voran der WEC.

Zweifelsohne ist die Formel E bisher für viele Fahrer nur eine "Zwischenstation" in der Motorsportkarriere - ein Abstellgleis für ehemalige Formel-1-Fahrer ist die Elektroserie jedoch bei Weitem nicht.

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