Formel E

"Der Saft ausgegangen" - Max Günther erklärt Energieprobleme & Verbremser in letzter Runde

Timo Pape

Timo Pape

Max-Günther-BMW-Puebla

Lange Zeit sah es beim Puebla E-Prix am Samstag danach aus, als könnte Maximilian Günther im Kampf um den Sieg ein Wörtchen mitreden. Der BMW-Pilot fuhr in der ersten Rennhälfte stets ums Podium und führte den Formel-E-Lauf zwischenzeitlich sogar an. Letztlich fiel er jedoch noch auf Platz 12 zurück - wegen übermäßiger Energienutzung und einem späten Fahrfehler.

"Ich hatte einen klasse Start von P5 direkt auf P2 und habe das Rennen recht gut gemanagt", erklärt Günther. "Mir hat jedoch das gesamte Rennen über ein bisschen die Pace gefehlt, und dadurch haben wir etwas zu viel Energie verbraucht. Das hat uns am Ende in eine schwierige Position gebracht."

So verlor Günther im letzten Renndrittel an Boden und kämpfte kurz vor dem Ende nur noch um Platz 6 mit Antonio Felix da Costa. Dann leistete er sich noch einen folgenschweren Verbremser und fiel auf Position 12 zurück - nicht der erste Fahrfehler Günthers in dieser Saison. Statt satte Punkte zu holen, ging der Allgäuer somit leer aus.

"Wir waren die meiste Zeit des Rennens über auf Podestkurs, aber am Ende ist uns im wahrsten Sinne des Wortes 'der Saft ausgegangen', und in Turn 11 habe ich im Positionskampf auf der Innenseite stehende Räder bekommen. Dadurch habe ich in der letzten Runde leider die Punkteplatzierung verloren. Das ist natürlich bitter."

Dennis hadert mit 2. Safety-Car: "Attack-Mode hier ist unerbittlich"

BMW-Teamkollege Jake Dennis machte es hingegen besser. Der Formel-E-Rookie kam als Fünfter ins Ziel und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den zehnten Platz. Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, denn Dennis litt darunter, dass das Feld durch die zweite Safety-Car-Phase wieder zusammenrückte und er noch einmal den Attack-Mode aktivieren musste. Dies kostete ihn Positionen.

"Wir hatten einfach Pech mit dem Safety-Car", erklärt der Brite. "Wir waren fast das einzige Auto, das den Attack-Mode noch nicht zum zweiten Mal aktiviert hatte. Der Attack-Mode hier ist unerbittlich, du verlierst drei Sekunden. Also sind wir von Platz 2 auf Rang 9 zurückgefallen." Letztlich verbesserte sich Dennis dank der Mehrleistung noch um einige Positionen. "Im gesamten Rennen sind einfach ein paar Sachen gegen uns gelaufen, aber wir haben Platz 5 nach Hause gebracht."

Teamchef Roger Griffiths resümiert: "Es sah so aus, als ob wir zum ersten Mal in dieser Saison mit beiden Fahrern in die Punkte kommen würden, aber Maximilian war hinsichtlich der Energie etwas beeinträchtigt und versuchte, sich zu verteidigen. Dabei blockierte er die Vorderräder, fuhr in einer Kurve geradeaus und musste sich dann auf dem zwölften Platz wieder einreihen."

Chance zur Wiedergutmachung hat Günther bereits am Sonntag. Rennstart zum zweiten Puebla-Lauf ist erneut um 23 Uhr (zum gesamten Zeitplan).

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