Formel E

"Deutlich gesehen, dass uns Performance fehlt" - ABT Cupra nach 3 Formel-E-Rennen weiterhin punktlos

Tim Neuhaus

Tim Neuhaus

Lucas-di-Grassi-ABT-Cupra-Diriyah-2024

Nach einem ernüchternden Start für ABT Cupra in die Formel-E-Saison 2024 konnte das deutsche Team auch in Diriyah nicht überzeugen. Nach drei bisher gefahrenen Rennen zeigt die Gesamtwertung: ABT steht punktlos im Nirgendwo. Dass die Topteams wegen des unterlegenen Mahindra-Antriebs außer Reichweite sind, war vorher klar. Aber auch die engsten Konkurrenten wie Antriebspartner Mahindra konnte ABT nicht schlagen. Das Team spricht dennoch von Lichtblicken.

Der zweite und dritte Saisonlauf der Formel E verliefen für Nico Müller und Lucas di Grassi fast gänzlich ereignislos. Das spiegelten auch die TV-Bilder wider, wo man die deutschen Boliden meist nur im Hintergrund des Geschehens erahnen konnte. Im Samstags-Qualifying machte sich speziell auf di Grassis Garagenseite Hoffnung für die Duellphase breit, welche sich durch die rote Flagge - ausgelöst von Sebastien Buemi - aber nicht erfüllte.

Mahindra-Antriebsstrang schuldig für Performance-Defizit

Für das Team von Thomas Biermaier reichte es beim Double-Header gerade mal für P19, P18, P17 sowie P13. Zu allem Überfluss konnte Sergio Sette Camara auch noch die ersten Punkte für die direkte Konkurrenz von ERT einfahren. Biermaier findet klare Worte auf die Schuldfrage: "Das war ein hartes Wochenende für alle vier Mahindra-Fahrzeuge - wir haben deutlich gesehen, dass uns im Vergleich zur Konkurrenz Performance fehlt."

In der Teamwertung sind nach dem dritten Rennen nur die beiden von Mahindra angetriebenen Teams punktlos auf den letzten Plätzen. Es scheint jedoch, als hätte Mahindra die Nase knapp vorn. In beiden Rennen fuhren Edoardo Mortara und Nyck de Vries bessere Ergebnisse ein als die ABT-Piloten. Mortara scheiterte nur knapp an den Punkterängen, als er Elfter im zweiten Rennen wurde.

Müller trotzdem zufrieden: "Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt"

Nico Müller ist dennoch zufrieden mit seinem Samstagsrennen: "Das war heute das erste saubere Rennen in der neuen Saison. Wir haben auf dieser speziellen Strecke das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt und hatten sogar ein paar echte Überholmanöver." Der dreizehnte Platz des Schweizers ist die bisherige Saisonbestleistung für ABT Cupra.

Da ABT noch bis Ende des Jahres mit Mahindra-Antriebsträngen fahren muss, konzentriert sich das deutsche Team auf die Maximierung seiner Möglichkeiten. Das nächste Rennen in Brasilien ist ein Hoffnungsträger für die Mannschaft: "Es wird ein besonderes Wochenende, denn es ist das Heimspiel von Lucas (di Grassi) - klar, dass wir uns besonders da stärker als bisher präsentieren wollen."

Durch die Absage des E-Prix in Indien rückt Brasilien allerdings in weite Ferne, bietet aber ebenso wesentlich mehr Zeit zur Vorbereitung. Das Rennen in Sao Paulo wird am 16. März ausgetragen.

Zurück

3 Kommentare

LB ·

Hat man sich mal gefragt ob es vielleicht am Setup, Fahrwerk oder an der Fahrzeugsteuerung liegt ? Ich glaube dass die Antriebsstränge von der Effizienz nahezu bei allen Herstellern gleich sind.

Luca ·

Ich glaube es liegt am Antriebsstrang sonst wäre Mahindra ja auch nicht so schlecht, am setup wird es nicht liegen sonst würden sie es auch offen sagen das die Fahrer mit dem setup unzufrieden sind. Ist das Fahrwerk und die Fahrzeugsteuerung nicht identisch¿

DZ ·

In den Energiezwischenständen sieht man immer wieder (nicht immer, ich weiß) dass Mahindra angetriebe Fahrzeuge 1-2% mehr Energie haben als die Autos drumrum.
Da nicht nur der Antrieb sondern der gesamte Hinterwagen sich von der Konkurrenz unterscheidet finde ich es wie LB auch weit her geholt immer nur vom Antrieb zu sprechen. Der beste Antrieb bringt nichts wenn die Hinterachse keine Traktion aufbauen kann.

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 9 und 5.
Advertisement