Formel E

Die Abt-Kolumne: "Letzten Wochen wie ein Film an mir vorbeigegangen"

Timo Pape

Timo Pape

Daniel Abt ist der Mann der Stunde in der Formel E. Nach seiner Disqualifikation von Hongkong holte er beim Mexico City E-Prix vor zwei Wochen den ersten deutschen Sieg der Formel-E-Geschichte. Auf e-Formel.de schildert der LGT Botschafter die bisherige vierte Saison - eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle - aus seiner eigenen Sicht.

- Sponsored Post - "An diesem Wochenende starten wir mit der Formel E in Punta del Este - kaum zu glauben, dass es schon das sechste von zwölf Rennen und damit Saisonhalbzeit ist. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich am liebsten noch 20 Rennen fahren. Meine vierte Formel-E-Saison macht nämlich so richtig mega viel Spaß.

Die letzten beiden Wochen sind fast wie ein Film an mir vorbeigegangen: der Sieg in Mexiko, aber auch die Tage danach. Mein erster Sieg, der erste deutsche Formel-E-Sieg, der erste Sieg für Audi - es gab eine ganze Menge Superlative, die am 3. März zusammengekommen sind. Entsprechend groß war der Jubel bei meinen Jungs und mir. Und entsprechend lang und ausgelassen war auch die Party am Samstagabend.

Wir hatten als Team Audi Sport ABT Schaeffler keinen leichten Start in eine Saison, für die wir uns so viel vorgenommen hatten. Reibungslose Testfahrten, ein schnelles und zuverlässiges Auto, eine starke Mannschaft und zwei top motivierte Fahrer - dank dieser Voraussetzungen sind wir im Dezember optimistisch nach Hongkong gereist. Und dann ganz schön hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Disqualifikation, Rennpech, Unfälle, technische Probleme - plötzlich stand unsere Mannschaft nach vier Rennen mit gerade mal zwölf Punkten da.

Das sind die Zeiten, in denen es unheimlich schön ist, treue Partner an seiner Seite zu wissen, deren Unterstützung auch in schwierigen Phasen nicht nachlässt. So zum Beispiel die LGT Bank, die schon seit der zweiten Saison an Bord ist und deren Botschafter ich seit Beginn dieser Saison bin. Das ganze LGT Team liebt und lebt die Formel E. Sie haben mit uns letztes Jahr den Titelgewinn gefeiert, verstehen aber auch, wenn es mal eine kleine Durststrecke gibt.

Sie verstehen sich nicht als Sponsoren, die nur ihr Logo auf das Auto kleben, sondern leben die Partnerschaft: Zuletzt habe ich im Rahmen des Saisonauftakts die LGT Bank in Hongkong besucht, die witzigerweise nur 100 Meter neben der Strecke liegt. Es hat viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten und Fotos mit den Mitarbeitern zu machen. Man hat ihre echte Begeisterung gespürt. Dieser Zuspruch, und dann noch am anderen Ende der Welt, hat mir zusätzliche Motivation gegeben und ist nur eines von vielen Beispielen der engen Zusammenarbeit. Teamwork eben, so wie es sich im Motorsport gehört.

Daniel-Abt-Audi-first-Formula-E-Mexico

Apropos Teamwork: Ich habe zwar in Mexiko nur zusammen mit unserem Teamchef Allan McNish auf dem Podium gestanden - mit diesen verrückten Fans übrigens ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Aber der Pokal und die Mega-Champagnerflasche gehören der ganzen Mannschaft, die wochenlang hart gearbeitet hat. Hinzu kommt: Erst seit zwei Rennen gibt es bei uns in der Formel E keine Mindestzeit mehr für den Boxenstopp. Ab sofort kommt es beim Autotausch auf jede Zehntelsekunde an. Wenn einer meiner Jungs beim Anschnallen danebengreift, kann schon alles vorbei sein.

Und was machen Timo und Flo? Obwohl der Druck riesengroß ist, es um die Führung geht und alle Kameras live drauf sind, bleiben sie cool und sorgen mit einem Mega-Stopp dafür, dass ich als Erster wieder zurück auf die Strecke komme. Zusammen mit den Jungs hinter den Kulissen - ob an der Rennstrecke oder bei Audi in Neuburg - haben sie einen genauso großen Anteil am Erfolg wie alle, die im Rampenlicht stehen.

Wenn ihr das hier lest, sitzen wir schon alle zusammen in Uruguay und bereiten uns auf das nächste Rennen vor. Die Runde nach dem Teamessen geht dieses Mal auf mich."

Foto: Audi Media Center

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