Formel E

Die große Formel-E-Übersicht zum Saisonstart: Was ist alles neu im Jahr 2023?

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Formel-E-Klassenfoto-2023-Mexiko

Die Formel E startet am Samstag mit dem Mexico City E-Prix bereits in ihre neunte Saison. Viele Dinge sind in diesem Jahr neu. e-Formel.de gibt dir einen Überblick über sämtliche wichtigen Neuerungen für die Formel-E-Weltmeisterschaft 2023.

Neues Gen3-Auto

Mehr Leistung, mehr Energie-Rückgewinnung, dazu kompakter und leichter: Das Gen3-Auto ist sicherlich die größte Neuerung des Jahres 2023. 300 kW stehen den Fahrern im Rennen zur Verfügung, im Qualifying und im Attack-Mode gar 350 kW. Ein erheblicher Leistungssprung im Vergleich zu den 250 kW zuvor. Rekuperiert wird nun auch mit einem zusätzlichen E-Motor an der Vorderachse. An der Hinterachse gibt es dafür keine hydraulischen Bremsen mehr - sie verzögert allein durch den Elektromotor. Dadurch kann das Gen3-Auto mit maximal 600 kW Energie zurückgewinnen und somit 40 Prozent der im Rennen benötigten Energie wieder "reinholen".

Neuer Reifen

Anstatt von Michelin kommen die Einheitsreifen der Formel E nun von Hankook. Auch der südkoreanische Konzern entwickelte wieder einen Allwetterreifen, der bei sämtlichen Rennen der Serie zum Einsatz kommen wird. Besonders ist dabei die Tatsache, dass die Lauffläche aus zwei verschiedenen Gummimischungen besteht. Unter dem Strich ist der Pneu härter als sein Vorgänger, was zu weniger Grip und mehr Rutschern führt.

Rückkehr zu Rundenrennen

Anstatt über 45 Minuten gehen die Rennen nun wieder über eine feste Rundenanzahl. In Mexiko werden es 36 Umläufe sein. Sollte es Neutralisierungen des Rennens in Form von Full-Course-Yellow- oder Safety-Car-Phasen geben, wird die Renndistanz verlängert. Beim Saisonauftakt wird es eine Runde zusätzlich für je 3:30 Minuten (210 Sekunden) Neutralisierung geben, wenn diese in den ersten 28 Runden stattfand.

FANBOOST abgeschafft

Kurz und knapp: Den FANBOOST gibt es nicht mehr. Die Zeiten, in denen Fans (und Bots) darüber abstimmen durften, welcher Fahrer mehr Leistung und zusätzliche Energie im Rennen erhält, sind seit diesem Jahr vorbei.

Attack-Mode & (kein) Schnellladen

Die Zeit für den Attack-Mode, in dem das Auto während des Rennens 350 kW leistet, beträgt in diesem Jahr immer vier Minuten. Jeder Fahrer muss zweimal die Zusatzleistung aktivieren, sich vor der ersten Aktivierung jedoch festlegen, wie er diese Zeit auf seine beiden Aktivierungen aufteilt: 2+2 Minuten, 1+3 Minuten oder 3+1 Minute. Der neue "Attack-Charge" kommt in Mexiko noch nicht zum Einsatz, weil sich die Formel E entschieden hat, die viel diskutierten Schnelllade-Boxenstopps erst später in der Saison einzuführen.

Qualifying leicht angepasst

Die einzige Änderung in der Qualifikation bezieht sich auf die Duellphase, die nach dem Gruppen-Qualifying stattfindet: Im Viertel- und Halbfinale treffen jetzt immer Fahrer aufeinander, die zuvor auch in derselben Gruppe gefahren sind. Allein im Finale fahren Piloten aus zwei verschiedenen Gruppen gegeneinander.

Neue Teams & Kundenteams

Das deutsche Erfolgsteam ABT Sportsline kehrt nach einem Jahr Abstinenz mit Titelsponsor Cupra und Mahindra-Motoren in die Formel E zurück. Venturi wurde zu Maserati MSG Racing, und Mercedes verkaufte sein Team an Neom McLaren. Nicht mehr dabei ist hingegen Techeetah. Antriebslieferant DS Automobiles arbeitet stattdessen nun mit Penske zusammen - der Name Dragon verschwand damit aus der Formel E. Porsche liefert Antriebe an Andretti, Jaguar an Envision und Nissan an McLaren (zur Teams-Übersicht).

Neue Fahrer & Transfers

Jake Hughes ist der einzige Rookie der Saison 2023 und gibt für McLaren in Mexiko sein Formel-E-Debüt. Sacha Fenestraz bestreitet bei Nissan sein zweites Formel-E-Rennen, erstmals jedoch als Stammfahrer. Dazu kehren Nico Müller (ABT), Norman Nato (Nissan) und Rene Rast (McLaren) aus ihrer Formel-E-Pause zurück.

Mit Sebastien Buemi (Envision), Lucas di Grassi (Mahindra), Antonio Felix da Costa (Porsche), Robin Frijns (ABT), Max Günther (Maserati), Andre Lotterer (Andretti), Sergio Sette Camara (Nio 333), Stoffel Vandoorne und Jean-Eric Vergne (beide DS Penske) haben insgesamt neun Fahrer das Team gewechselt! Allein Jaguar hat seine alte Fahrerpaarung beibehalten (zur Fahrer-Übersicht).

Neue Städte

Erstmals fährt die Formel E im Jahr 2023 in Hyderabad (Indien), Kapstadt (Südafrika), Sao Paulo (Brasilien) und Portland (USA). Nicht mehr dabei sind die Rennen in Marrakesch (Marokko), New York City (USA) und Seoul (Südkorea). Den Auftakt macht in diesem Jahr zum ersten Mal Mexiko-Stadt (zum Formel-E-Kalender).

Neues Logo

Die Formel E überarbeitete in der Saisonpause ihr Markendesign vollständig und nahm optische und auditive Auffrischungen vor. Die meisten Fans überzeugte der neue Look zunächst jedoch nicht...

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