Formel E

Drugovich beendet Rookie-Training in Rom mit Bestzeit, wieder Probleme bei Mahindra-Autos?

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Der erste Schlag am Wochenende des Hankook Rom E-Prix 2023 ist Maserati MSG gelungen. Mit Nachwuchsfahrer Felipe Drugovich setzte das italienisch-monegassische Team die schnellste Zeit im "Freien Rookie-Training", einer Session vor dem eigentlichen Wochenende, an dem nur Formel-E-Neulinge teilnehmen durften. Der Brasilianer setzte dabei eine Rundenzeit von 1:43.736 - mehrere Sekunden langsamer als der bisherige Rundenrekord.

Die Hitzewelle in Südeuropa beeinflusst auch das Formel-E-Wochenende in Italien: Bei extremen Außenbedingungen und Temperaturen von 32 Grad Celsius begann das Training pünktlich um 14:30 Uhr. Zumindest für zehn der elf Fahrer. Denn Adrien Tambay, der von ABT Cupra für das Training nominiert wurde, verweilte die ersten zwölf Minuten in der Garage seines Teams.

Der Franzose verpasste in dieser Zeit jedoch vergleichsweise wenig Aktion auf der Strecke: Abseits von der obligatorischen Full-Course-Yellow-Übung im ersten Teil der Session geschah auf dem Circuito Cittadino dell'EUR vergleichsweise wenig. Jehan Daruvala (Mahindra) kehrte nach nur drei Testrunden zurück in die Boxengasse, ebenso wie Tambay. Erneute Motorenprobleme bei Mahindra?

Probleme bei Mahindra & Porsche kosten Trainingszeit

Die Teams erhofften sich von der Session, Daten für ihre Fahrzeugentwicklung zu sammeln. Außerdem konnten die Rookies Setup-Elemente wie die Fahrhöhe überprüfen und bei Einstellungen am Auto unterstützen. Und so blieben die Neulinge bis zu den letzten Minuten der Session, abgesehen von zwei Verbremsern von Ye Yifei (Porsche) und Daniil Kvyat (Nio 333) in Kurve 7, eher zurückhaltend.

Zwischenzeitlich wechselten sich Drugovich, Eastwood und van der Linde an der Spitze des Feldes ab, ehe kurz nach der Session-Hälfte Yann Ehrlacher (DS Penske) den ersten Rang übernahm. Der Franzose war der einzige Pilot, der vor dem Training in Rom nicht beim Rookie-Test in Berlin teilgenommen hatte - alle anderen Rookies hatten aus Deutschland zumindest Vorerfahrungen mit ihren Teams. Zumindest in puncto "One-Lap Pace" scheint dies aber kein Nachteil für Ehrlacher gewesen zu sein.

Drugovich arbeitet Stammplatz-Bewerbung aus

In den letzten Minuten der Session wurden die Fahrer etwas mutiger und konnten ihre persönlichen Bestzeiten mehrfach verbessern. Auch Ye, dessen Auto zwischenzeitlich in der Porsche-Garage aufgebockt und repariert wurde, schaffte einen Sprung vor auf Platz 7. Die beste Zeit setzte allerdings Felipe Drugovich: 1:43.736 Minuten. Der Brasilianer hatte schon den Rookie-Test in Berlin gewonnen und bestätigte seine gute Form erneut. Auch hinsichtlich einer Bewerbung auf ein Stammcockpit 2024 dürfte dieses Ergebnis seinen Ambitionen helfen.

Der "offizielle" Teil des Wochenendes beginnt am späten Freitagnachmittag. Mit dem 1. Freien Training geben ab 17 Uhr die Stammfahrer der Formel E den Startschuss für den Rom E-Prix. Dann sind wieder 22 Autos auf der Piste unterwegs - voraussichtlich allerdings nicht bei weniger extremen Bedingungen.

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