Formel E

DS Virgin Racing beim Berlin ePrix: 3 Zentimeter haben gefehlt

Timo Pape

Timo Pape

Die Fahrer von DS Virgin Racing, Jose Maria Lopez und Sam Bird, beendeten den ersten Lauf des ePrix von Berlin vor zwei Wochen in den Punkterängen. Im zweiten Rennen am Sonntag erntete das Team weiter wertvolle Punkte. Eine Berührung zwischen den beiden Piloten verhinderte jedoch ein besseres Ergebnis. Mit der Leistung von Berlin hielten die Briten den vierten Platz in der Teamwertung.

Der Tag hatte für DS Virgin gut angefangen. Die Fahrer hatten im Freien Training am Morgen gute Ergebnisse erzielt. Im Qualifying stellten sie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Zum zweiten Mal qualifizierten sich beide Fahrer für die Super-Pole. Im Shoot-out mit fünf Teilnehmern musste sich der Argentinier Lopez mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Beim knappsten Qualifying in der Geschichte der Formel E verfehlte er den ersten Platz nur um eine Tausendstelsekunde, was einem Abstand von drei Zentimetern entspricht.

Im Rennen erwischte Jose Maria Lopez einen schlechten Start. Sam Bird, obwohl aus der fünften Startreihe losgefahren, holte ihn in der ersten Kurve ein. In der ersten Rennhälfte fuhren die beiden DSV-02 Rad an Rad. In der 22. Runde legten sie gleichzeitig einen Boxenstopp ein: Lopez gelang es, den vierten Rang zu halten, während Bird warten musste, um in aller Sicherheit aus der Box fahren zu können.

Schnell überholte der Brite Daniel Abt und überquerte als Neunter die Ziellinie. Nach einer Strafe für Jean-Eric Vergne und der Disqualifikation von Sebastien Buemi wurde Bird der siebte Platz zugeschrieben.

Schicksalhafter Kontakt am Sonntag

Im achten Rennen am Sonntag belegten Jose Maria Lopez und Sam Bird den fünften und siebten Rang. Das am Morgen durchgeführte Training hatte erneut die Leistung des DSV-02 unter Beweis gestellt: Jose Maria Lopez erreichte im zweiten Versuch die beste Zeit des Wochenendes. Beide Piloten qualifizierten sich für die Super-Pole, doch Lopez und Bird verfehlten die erste Startreihe. Sie starteten vom dritten und vierten Rang aus.

Den beiden Virgin-Fahrern gelang ein guter Start. Das richtige Energiemanagement stand im Vordergrund in einem langen Rennen mit 46 Runden. Lopez und Bird fuhren in den Top 5 direkt hintereinander. Dann versuchte Bird, in der ersten Kurve der 17. Runde zu überholen, aber der Argentinier verteidigte seine Position. Das kostete Zeit und Plätze.

Nach dem Boxenstopp verbesserte sich der Brite um einen Platz. Wenige Runden vor der Ziellinie belegten die beiden Fahrer den sechsten und siebten Rang. Jose Maria Lopez schob sich auf den fünften Platz vor und überholte Jean-Eric Vergne. Sam Bird versuchte ebenfalls, Vergne zu überholen, musste sich aber mit dem siebten Rang begnügen.

Jose Maria Lopez ist nach dem Wochenende zufrieden: "Das Team hat fantastische Arbeit geleistet. Wir wissen, dass wir noch Potenzial nach oben haben. Alle arbeiten hart - wir haben wertvolle Punkte geerntet."

Teamkollege Bird ist hingegen nicht ganz so glücklich mit dem Berlin ePrix: "Es ist schade, dass nicht mehr drin war. Ich freue mich trotzdem über die zusätzlichen Punkte. Das Team hat mir ein gutes Auto zur Verfügung gestellt, aber wir müssen an unserem Energieverbrauch arbeiten. Wir wollen uns in den kommenden Rennen noch verbessern."

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