Formel E

e-Formel.de Season Awards 2025/26: Evans & Dennis überflügeln Weltmeister Wehrlein im Medaillenspiegel

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Formel-E-Weltmeister Pascal Wehrlein räumt bei den e-Formel.de Season Awards 2025/26 gleich drei Kategoriesiege ab. Im Medaillenspiegel reicht das trotzdem nicht für Platz 1: Mitch Evans und Jake Dennis kommen jeweils auf vier Auszeichnungen. Besonders kurios: Dennis schafft das sogar ohne eine einzige Goldmedaille. Weitere Kategoriesiege gehen an Lucas di Grassi und Rookie Pepe Marti, während Mahindra Racing überraschend zum Team des Jahres gekürt wird.

Wie im Vorjahr basierte die Auswertung zu einem Teil auf Fakten und Statistiken, die wir über den Saisonverlauf gesammelt haben. Darüber hinaus gab es ein Voting einer Experten-Jury. Hier kommen die Ergebnisse!

Evans & Dennis vor Wehrlein: Der Fahrer-Medaillenspiegel 2025/26

Besonders auffällig ist die unterschiedliche Verteilung an der Spitze: Evans holte bei seinen vier Medaillen zweimal Gold, Dennis dagegen keine einzige. Wehrlein wiederum schaffte es zwar nur dreimal aufs Podium, gewann dafür aber jedes Mal seine Kategorie.

Fahrer Summe Gold Silber Bronze
Mitch Evans 4 2 1 1
Jake Dennis 4 0 3 1
Pascal Wehrlein 3 3 0 0
Pepe Marti 2 1 0 1
Antonio Felix da Costa 2 0 2 0
Edoardo Mortara 2 0 0 2
Oliver Rowland 2 0 0 2
Lucas di Grassi 1 1 0 0

 

Fahrer des Jahres

Wie in der Weltmeisterschaft setzte sich Pascal Wehrlein auch in unserer Fahrerbewertung durch. Über den Saisonverlauf erreichte der Zweite der Vorsaison mit 7,81 die höchste Durchschnittsnote aller Formel-E-Fahrer. Unser Team bewertet nach jedem Rennen sämtliche Piloten. Jake Dennis musste sich mit einem Schnitt von 7,74 nur knapp geschlagen geben und holte Silber, Bronze ging an Mitch Evans (7,60).


Team des Jahres

Die vielleicht größte Überraschung der Season Awards liefert Mahindra Racing: Der WM-Dritte ist unser Team des Jahres. Bei unserer Expertenjury ließ Mahindra die Konkurrenz mit 98 Punkten jedoch hinter sich. Silber ging an Vorjahressieger Porsche mit 86 Punkten, Bronze an Team-Weltmeister Jaguar TCS Racing (80).


Quali-König des Jahres

Der beste Qualifying-Fahrer der Saison war erneut Pascal Wehrlein. Mit einer durchschnittlichen Startposition von 6,0 setzte sich der Deutsche vor Antonio Felix da Costa durch, der im Schnitt von Position 6,6 ins Rennen ging. Bronze holte Edoardo Mortara mit einem Durchschnitt von 7,0.


Racer des Jahres

In der Kategorie "Racer des Jahres" setzte sich Mitch Evans durch. Mit einem durchschnittlichen Rennergebnis von 6,9 holte der scheidende Jaguar-Pilot Gold vor Jake Dennis (7,9). Bronze ging an Vorjahressieger Oliver Rowland, der die Saison mit einem durchschnittlichen Rennergebnis von 8,4 abschloss.


Mr. Konstanz

Bei 17 Saisonläufen schafften es nur Mitch Evans und Jake Dennis jeweils zwölfmal in die Top 10. Daher entschied die durchschnittliche Platzierung innerhalb der Punkteränge über Gold: Evans kam bei seinen zwölf Top-10-Ergebnissen durchschnittlich auf Position 4,2, Dennis auf 4,4. Bronze holte Edoardo Mortara. Der Mahindra-Pilot kam wie drei weitere Fahrer elfmal in die Top 10, erreichte dabei aber mit 4,5 die beste Durchschnittsplatzierung.


Rookie des Jahres

In der Saison 2025/26 gab es nur einen Fahrer, der zuvor noch kein Formel-E-Rennen bestritten hatte: Pepe Marti. Felipe Drugovich und Joel Eriksson waren zwar erstmals Stammfahrer, hatten jedoch bereits zuvor Renneinsätze in der Elektroserie absolviert.

Da zudem kein Ersatzfahrer zu einem Renneinsatz kam, stand Marti als Rookie des Jahres fest. Seine Debütsaison konnte sich dennoch sehen lassen: Der Spanier fuhr gleich zweimal auf das Podium. Einem Formel-E-Neuling war das zuletzt Jake Dennis bei BMW i Andretti in Saison 7 gelungen.


Anführer des Jahres

In dieser Kategorie zählen die Führungsrunden, die die Fahrer über die gesamte Saison 2025/26 gesammelt haben. Niemand führte in dieser Saison auch nur annähernd so viele Runden wie Pascal Wehrlein. Mit 104 Umläufen an der Spitze. Silber ging an Antonio Felix da Costa mit 59 Führungsrunden, Bronze an Vizeweltmeister Jake Dennis mit 56.


Aufholjagd des Jahres

Die größte Aufholjagd der Saison gelang Lucas di Grassi beim zweiten Rennen des Shanghai E-Prix. Von Startplatz 18 fuhr der Lola-Yamaha-ABT-Pilot in seiner letzten Formel-E-Saison bis zum Sieg nach vorn und machte damit 17 Positionen gut. Silber ging an Mitch Evans, der am Berlin-Sonntag von Startplatz 17 ebenfalls gewann und 16 Plätze aufholte.

Bronze teilen sich Pepe Marti und Oliver Rowland: Marti in Sanya und Rowland am Berlin-Sonntag starteten jeweils von Position 18 und kamen als Zweite ins Ziel. Beide machten damit ebenfalls 16 Plätze gut.


Rennen des Jahres

Beim Rennen des Jahres waren sich unsere Experten in dieser Saison besonders uneinig. Am Ende setzte sich der Shanghai-Sonntag mit Lucas di Grassis letztem Formel-E-Sieg knapp mit 50 Punkten durch. Silber ging mit 43 Zählern an das Rennen in Madrid, Bronze an das Saisonfinale in London.


Auto-Lackierung des Jahres

Deutlich eindeutiger fiel die Wahl zur Auto-Lackierung des Jahres aus. Gold ging mit 86 Punkten an die historische Porsche-Lackierung beim London E-Prix in weiß, blau, rot und gold, die an verschiedene erfolgreiche Porsche-Rennwagen aus den 1980er- und 1990er-Jahren erinnern sollte.

Auch Silber ging an Porsche: Die "Sau"-Lackierung beim Berlin E-Prix, mit der Nico Müller seinen ersten Formel-E-Sieg einfuhr, kam bei unserer Expertenjury mit 76 Punkten ebenfalls sehr gut an. Bronze holte DS Penske mit seiner goldenen Sonderlackierung zum Formel-E-Abschied in London, die 45 Punkte erhielt.

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