Formel E

Edo Mortara nach seiner Berg- und Talfahrt am Formel-E-Freitag in Jeddah: "Weiß nicht ganz, was passiert ist"

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

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Der Start des Freitagsrennens der Formel-E-Weltmeisterschaft in Jeddah lief für den Pole-Sitter Edoardo Mortara überhaupt nicht nach Plan. Der Mahindra-Pilot verlor nach einem miserablen Rennstart direkt fünf Plätze, konnte sich im weiteren Verlauf des Rennes aber wieder stark zurückkämpfen und so noch den zweiten Platz hinter Rennsieger Pascal Wehrlein holen. Nach dem Rennen war Mortara sich noch nicht ganz sicher, was der Auslöser für den schlechten Start war. Die Vermutung, dass er nicht mit Allradantrieb losfuhr, liegt jedoch nahe.

Der Freitag begann für Mortara mit der Pole-Position in Jeddah zunächst sehr gut. Obwohl er nach Kurve 13 leicht die Wand berührte, sicherte er sich im spannenden Finalduell gegen Max Günther den ersten Platz - seine erste Pole seit Berlin 2024. Sein Rennstart war hingegen denkbar schlecht. Nachdem die Ampeln ausgingen und sich das Feld auf den Weg machte, wirbelte der Mahindra des Schweizers eine Menge Rauch auf und fiel bis auf den sechsten Platz zurück.

"War gut für die Show"

Während des Rennens zeigte Mortara aber ein starkes Comeback und arbeitete sich mit einer guten Strategie wieder bis auf Platz 2 vor. Nur an Rennsieger Pascal Wehrlein kam er nicht mehr vorbei: "Auf den Bildern sieht das bestimmt nett aus", scherzte der 39-jährige im Interview nach dem Rennen.

"Ich weiß nicht genau, was da passiert ist. Ich habe fünf Plätze verloren und war dann von Autos umgeben, mit denen ich kämpfen musste", fasste er seinen Rennstart zusammen. "Ich weiß nicht, ob ich nur den Heckantrieb zur Verfügung hatte, oder aus welchem Grund der Allradantrieb nicht funktionierte. Das müssen wir mit unseren Daten wohl definitiv untersuchen."

"In der Formel E ist kein Rennen gleich"

Trotz allem lobte er sein Team: "Speziell bei den Starts hat das Team seit Beginn des Jahres wirklich gute Arbeit geleitstet, auch wenn dieser nicht ideal gelaufen ist. Das ist aber nicht das Ende der Welt. Wir haben das Rennen immerhin noch auf Platz 2 beendet."

In der Pressekonferenz wagte Mortara noch einen kleinen Ausblick auf das Rennen am Samstg: "Zunächst versuchen wir, uns wieder gut zu qualifizieren. Heute konnte hatte ich wirklich Vertrauen in das Auto. Das morgige Rennen dürfte wieder ganz anders werden als das heutige. In der Formel E ist kein Rennen gleich. Der Fokus wird wieder mehr auf dem Energie sparen liegen, was für etwas mehr Chaos sorgen sollte. Ich hoffe auf ein möglichst problemfreies Rennen."

Das zweite Rennen des "Double-Headers" in Jeddah startet am Samstag um 18:05 Uhr MEZ. Wie gewohnt, berichtet e-Formel.de auch dann wieder, unter anderem mit unserem Live-Ticker für sämtliche Sessions.

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