Edoardo Mortara erstmals ohne Sieg beim Formel-E-Jubiläum: "Hatten in den letzten Runden Probleme, mitzuhalten"
Thomas Grüssmer
FIA Formula E
Schon in Sao Paulo zeigte Mahindra eine starke Pace. Beim 150. Formel-E-Rennen in Mexiko-Stadt konnte Edoardo Mortara nach starker Leistung endlich das wohl überfällige Podium holen. Für seinen dritten Sieg in einem Jubiläumsrennen der Rennserie reichte es am Ende jedoch knapp nicht. Der Schweizer nannte nach dem Rennen die Gründe dafür, warum es ihm nicht möglich war, Rennsieger Nick Cassidy noch einzuholen.
Direkt zu Beginn des Rennes schnappte sich Mortara nach Sebastien Buemis Fehler den zweiten Platz hinter Taylor Barnard, welchen er auch für eine ganze Weile halten konnte. Mortara gehörte zu den Piloten, die ihren Attack-Mode erst in der späteren Phase des Rennens aktivierten. Kurz vor Rennende befand er sich mit seinem letzten Attack-Mode erneut auf Platz 2. Diesmal lag jedoch Nick Cassidy vor ihm, der eine furiose Aufholjagd von Platz 13 hingelegt hatte. Für den Mahindra gab es am Neuseeländer aber kein Vorbeikommen.
"Gerade gegen Ende sind die Rennen war es sehr stressig", sagte Mortara in der Pressekonferenz nach dem Rennen. "Man versucht einfach, seine Position zu halten, wenn man vorne ist. Es lief etwas unglücklich. In den letzten zehn bis 15 Runden gerieten wir in - nennen wir es mal Probleme, die es mir schwer machten, mit Nick mitzuhalten. Das ist letztendlich auf der Grund, wieso ich trotz des Attack-Modes nicht attackieren konnte."
"Oli und Jake hatten mehr im Köcher"
"Um fair zu bleiben, muss ich trotzdem sagen, dass ich mit Platz 2 zufrieden bin", fuhr er fort. "In den letzten drei Runden kämpfte ich auch mit dem Batteriestand. Ich wusste, dass Oli (Rowland) und Jake (Dennis) mehr im Köcher hatten. Im Großen und Ganzen bin ich über das Resultat glücklich."
Der Schweizer sieht sich als Glückspilz - gerade vor dem Hintergrund, das sein Teamkollege Nyck de Vries mit einem technischen Problem ausfiel: "Man hofft natürlich, dass einem nicht dasselbe passiert - gerade, weil ich zu dieser Zeit Erster oder Zweiter war. Ich hatte sogar Glück, das Rennen überhaupt starten zu können. Vor dem Rennen fiel uns ein Glitch (Software-Problem) beim Break-by-Wire-System auf. Am Ende war ich heute wohl ein Glückspilz."
Nach seinen Siegen beim 50. E-Prix in Hongkong 2019 und dem 100. E-Prix in Seoul 2022 belegte der Mahindra-Pilot nun beim dritten Formel-E-Jubiläumsrennen mit 0,651 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Auch wenn es in Mexiko-Stadt erstmals nicht zum Sieg reichte, eine beeindruckende Serie. Nach seinem Ausfall in Sao Paulo liegt er nun auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung.
Nun müssen sich die Piloten der Formel E aber auf einen neuen Kurs vorbereiten. In knapp drei Wochen findet bereits der Miami E-Prix statt. Das Rennen wird erstmals auf einer verkürzten Variante des Miami International Autodrome ausgetragen. Die Formel E gastierte dort bereits im vergangenen Jahr und trug hier die Evo-Sessions aus.
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