Formel E

Ein Traum in Oranje: Das e-Formel.de Fahrer-Rating zum Diriyya E-Prix 2021

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Die Formel-E-Saison 2021 ist gestartet. Mit dem Diriyya E-Prix in Saudi-Arabien eröffnete die Elektro-Rennserie am 26./27. Februar ihr siebtes Meisterschaftsjahr. Wie gut sich die Fahrer nach der längsten Saisonpause der Formel-E-Geschichte geschlagen haben, bewerten unsere Redakteure im e-Formel.de Fahrer-Rating.

Wie üblich war das Formel-E-Auftaktwochenende von zahllosen Geschichten geprägt, die das Fahrerlager auf und abseits der Strecke beschäftigten. Sportlich betrachtet sticht im Rückblick vor allem eine Nation heraus: Mit Ausnahme von einer einzigen Session (das Rennen am Samstag) waren ausschließlich niederländische Fahrer in Diriyya ganz vorn.

Welche Formel-E-Piloten mit voller Kraft durchstarten konnten, und welche Rennställe vor dem Rom E-Prix noch Boden gutmachen müssen, hat unsere e-Formel.de Redaktion nach dem Rennen bewertet. Außerdem haben wir für unser Voting wie immer Unterstützung von einem externen Medienkollegen erhalten. Diesmal war es Robert Seiwert vom Motorsport-Magazin - vielen Dank!

Alle Fahrer-Bewertungen zum Diriyya E-Prix

Rennergebnis: Platz 1 / Platz 9
Fahrerwertung: Platz 1

Beim Auftaktwochenende in Diriyya war Nyck de Vries der "Mann der Stunde". Am Donnerstag und Freitag gewann er ausnahmslos alle Sessions und konnte sich nach dem ersten Rennen zurecht als Sieger auf dem Podest feiern lassen.

Am Samstag machte ihm die Qualifying-Sperre für die Mercedes-Fahrzeuge einen Strich durch die Rechnung, wenngleich er aus Gruppe 1 wohl ohnehin kaum eine Chance auf die besten Startplätze gehabt hätte. Den zweiten E-Prix beendete er dank einem gewissen Strafen-Pech seiner Rivalen auf Position 9.

FAZIT: De Vries ist eines der größten Talente der aktuellen Rennfahrergeneration. Wenn er seine Form beibehalten kann, wird mit dem Mercedes-Piloten auch im weiteren Verlauf der Saison zu rechnen sein.

Rennergebnis: DNF / Platz 1
Fahrerwertung: Platz 2

Der Wechsel von Virgin zu Jaguar scheint die Formel-E-Karriere von Sam Bird auf eine neue Bahn gebracht zu haben. In seinem ersten Rennen für die "Raubkatzen" geriet er mit seinem Landsmann Alex Lynn (Mahindra) aneinander und schied unverschuldet aus dem Rennen aus.

Den Frust aus dem Auftakt-E-Prix setzte er am Folgetag in reine Performance um. In einem rundenlangen Duell mit Robin Frijns, ausgerechnet sein Ex-Teamkollege bei Virgin, behielt er die Nerven und nutzte einen taktischen Fehltritt des Niederländers gnadenlos aus, um das Rennen zu gewinnen und seine einmalige Rekordserie fortzusetzen.

FAZIT: Birds Teamwechsel war getrieben von der Motivation, endlich in einem Fahrzeug zu sitzen, das Meisterschaften gewinnen kann. In Kombination mit Jaguar könnte der Brite in dieser Saison brandgefährlich werden.

Rennergebnis: Platz 2 / DNS
Fahrerwertung: Platz 4

Edo Mortara zeigte am Freitag eine der besten Leistungen seiner Formel-E-Karriere. Mit einem spektakulären Manöver, das schon jetzt zu den großartigsten Szenen der Saison gehören dürfte, und seinem zweiten Platz setzte er ein deutliches Zeichen in Richtung der Konkurrenz: "Wenn Mercedes ein Kandidat auf den Teamtitel ist, dann kann Venturi es auch schaffen!"

Mortaras Samstag endete durch einen Unfall nach dem 3. Freien Training vorzeitig. Nach einem Medizin-Check im Krankenhaus gaben die Rennärzte "grünes Licht" für ihn, allerdings konnte sein Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Rennstart repariert werden.

FAZIT: Mortara stellte in Diriyya mit Nachdruck unter Beweis, weshalb er sein Cockpit in der Formel E verdient hat. Sein Ergebnis ist allerdings nur zweitrangig: Wichtig ist vor allem, dass er nach seinem 50-g-Unfall wohlauf ist!

Rennergebnis: Platz 17 / Platz 2
Fahrerwertung: Platz 3

Ein Unfall im 2. Freien Training verhinderte Robin Frijns' Teilnahme am ersten Qualifying der Saison. Nach dem Crash blieb dem Niederländer am Freitag nur noch Schadensbegrenzung: Platz 17 ist wohl nicht das Resultat, auf das der neue Virgin-Teamleader gehofft haben dürfte.

Umso besser lief es dafür am zweiten Tag, als er im Freien Training, dem Gruppen-Qualifying und der Super-Pole die schnellste Rundenzeit fahren konnte. Der Pole-Sitter verlor das Rennen jedoch an seinen Ex-Teamkollegen Bird, nachdem Frijns seinen Attack-Mode kurz vor Beginn einer Full-Course-Yellow-Phase aktiviert hatte. Aufgrund von zu hohem Energieverbrauch in der Startphase hätte er allerdings wohl ohnehin Probleme bei der Verteidigung gegen Bird gehabt.

FAZIT: Licht und Schatten beim Saisonstart, vor allem durch kleine Unaufmerksamkeiten im Cockpit oder in der Garage. Dennoch verdientermaßen auf Platz 3 in der Fahrerwertung.

Rennergebnis: Platz 3 / DNF
Fahrerwertung: Platz 6

Besonders im Vergleich zur Samstagsperformance seines Teamkollegen Sam Bird ging Mitch Evans' Leistung in Diriyya etwas unter - und das trotz eines Podiums und einigen blitzsauberen Überholmanövern im ersten Rennen.

Wegen eines Timing-Rechenfehlers in der Qualifikation zum zweiten Rennen raubte Jaguar dem Neuseeländer jede Chance auf eine Wiederholung des Resultats vom Vortag. Evans' zweites Rennen endete nach einer Kollision mit Alex Lynns Mahindra im Kampf um Position 17.

FAZIT: Meisterliche Leistung im Rennen am Freitag, peinlicher Timing-Fehltritt seines Teams im Qualifying am Samstag. Dass Evans den Zieleinlauf im zweiten Rennen opferte, um sich nach Alex Lynn zu erkundigen, zeugt von sportlicher Größe.

Rennergebnis: Platz 20 / Platz 4
Fahrerwertung: Platz 9

Schon in seinen ersten Formel-E-Rennen in Berlin zeigte Sergio Sette Camara vielversprechende Leistungen im Qualifying. Am Diriyya-Freitag warf ihn ein Fahrfehler am Ende einer abgesehen davon grandiosen Runde ans Ende der Startaufstellung. Allerdings machte er seinen Verbremser schon am Samstag wieder gut: Mit Platz 2 erreichte er den besten Startplatz seiner noch kurzen Formel-E-Karriere.

In den Rennen machte ihm Dragons alter und ineffizienter Antriebsstrang zu schaffen. Sette Camara profitierte am Samstag ohne Frage von den Rennunterbrechungen, der roten Flagge und einigen Strafen gegen seine Konkurrenten. Letztlich zählt aber nur das Ergebnis, und das kann sich für das nicht gerade erfolgsverwöhnte Dragon-Team sehen lassen: Platz 4!

FAZIT: Sette Camara verschob am Samstag die Grenzen des für Dragon Möglichen.

Rennergebnis: Platz 10 / Platz 6
Fahrerwertung: Platz 12

Es ist das alte Formel-E-Mantra: Oliver Turvey ist der am meisten unterschätzte Pilot im gesamten Fahrerlager. Dem zuvor seit Juli 2019 punktlosen Team Nio 333 bescherte Turvey an beiden Tagen Top-10-Platzierungen. Hinzu kam die Super-Pole-Teilnahme am Samstag, die er als einziger Fahrer aus Gruppe 2 erreichte. Sein Resultat am Samstag ist das beste Ergebnis seit dem Berlin E-Prix im Mai 2018.

FAZIT: Eine brillante fahrerische Leistung von Turvey, der zweifelsohne zu den größten Überraschungen des Wochenendes gehörte.

Rennergebnis: Platz 4 / Platz 17
Fahrerwertung: Platz 8

Offenbar half das Sechsfach-Finale in Berlin Rene Rast bei der schnellen Eingewöhnung in die Formel E. Von Beginn an war der Deutsche in Diriyya "bei der Musik" und erreichte im Freitagsrennen Platz 4. Zudem fuhr er die schnellste Rennrunde.

Samstags blieb Rast nach einem kolossalen Schnitzer seines Audi-Teams mehr oder weniger chancenlos: In Qualifying-Gruppe 1 gingen die Ingolstädter zu viel Risiko ein und schickten Rast mit einem zu kleinen Zeitpuffer auf die Strecke, sodass die Zeit ablief, bevor er seine 250-kW-Runde beginnen konnte. Im Rennen wurde Rast Zehnter, wurde wegen zwei Strafen aber auf Platz 17 zurückgestuft.

FAZIT: Anzeichen von starker Pace am Freitag, machtlos im Qualifying-Debakel am Samstag. Dennoch: Mit dem neuen Audi-Antrieb dürften in diesem Jahr Podien und Rennsiege möglich sein!

Rennergebnis: Platz 21 / Platz 5
Fahrerwertung: Platz 11

In Diriyya flog Nico Müller etwas unter dem Radar, und das trotz besonders guter Leistungen im Qualifying. Am Freitag löschte die Rennleitung Müllers Qualifikationszeit, nachdem er gelbe Flaggen ignoriert hatte. Am Samstag kostete ihn ein Fahrfehler in der Super-Pole die Chance auf einen Start in der ersten Startreihe. Trotzdem eine bärenstarke Leistung im Quali-Modus.

Aufgrund des ineffizienten 2020er-Antriebsstrangs von Dragon, den das Team am Samstag letztmalig einsetzte, musste sich Müller in beiden Rennen vor allem nach hinten orientieren. Am Samstag profitierte er von einigen Strafen, sodass er als Fünfter wichtige Meisterschaftspunkte aus Diriyya mitnahm.

FAZIT: Ein hervorragender Saisonstart für Müller, der in Diriyya nur wenige Möglichkeiten ungenutzt ließ.

Rennergebnis: Platz 11 / Platz 3
Fahrerwertung: Platz 5

Der Formel-E-Meister 2019/20, Antonio Felix da Costa, litt freitags unter dem limitierten Grip in Qualifying-Gruppe 1. Von Rang 18 arbeitete er sich auf Position 11 nach vorn, was mit dem DS-Antriebsstrang aus dem Vorjahr eine durchaus beachtliche Leistung war.

Umso besser lief es am Samstag: Zwar geriet er mehrmals mit seinem Teamkollegen Vergne aneinander, beendete den E-Prix jedoch auf Position 4. Durch eine Strafe gegen den Franzosen rückte er nachträglich sogar aufs Podium auf.

FAZIT: Ein würdiger Abschied von dem Auto, das Felix da Costa seinen ersten Formel-E-Titel einbrachte. Die wiederholten Reibereien mit seinem Teamkollegen werfen jedoch abermals Fragen zu Techeetahs Stallorder-Management auf.

Rennergebnis: Platz 6 / Platz 7
Fahrerwertung: Platz 7

Im Verlauf des Diriyya-Wochenendes hatte Oliver Rowland im teaminternen Nissan-Duell stets die Oberhand. Zwar konnte der Brite nicht immer mit Bestzeiten glänzen, sammelte allerdings insgesamt 14 wichtige Meisterschaftspunkte. Ohne die rote Flagge am Samstag hätte er in der Schlussphase womöglich sogar einen Angriff auf Oliver Turvey (Nio) und die zwei Dragons wagen können.

FAZIT: Ein solider Auftakt in die Formel-E-Saison 2021 für Oliver Rowland, der lediglich das Samstags-Qualifying (ROW: Q1, BUE: Q3) hinter seinem Teamkollegen abschloss.

Rennergebnis: Platz 5 / Platz 10
Fahrerwertung: Platz 10

Pascal Wehrleins Porsche-Einstand verlief solide, auch wenn er am Freitag stellenweise zu energiehungrig wirkte. Am Samstag kollidierte der Deutsche in einem rüden Manöver gegen Jake Dennis (BMW), was ihm eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. Dennoch erreichte er in beiden Rennen die Punkteränge: Platz 5 und Platz 10.

FAZIT: Mit Sicherheit kein "Traumstart" in die Saison, dennoch eine gute Grundlage für Porsches 2021er-Kampagne.

Rennergebnis: Platz 8 / Platz 13
Fahrerwertung: Platz 15

Der Grip-Nachteil der ersten Qualifying-Gruppe machte Stoffel Vandoorne beim Saisonauftakt schwer zu schaffen. Im Rennen arbeitete sich der Belgier von Startplatz 15 auf einen respektablen achten Rang vor, konnte seinem Teamkollegen de Vries aber nicht "das Wasser reichen".

Das Qualifying-Verbot für die Mercedes-Fahrer verhinderte ein Vandoorne-Comeback im Samstagslauf. Gemeinsam mit de Vries konnte er einige Positionen aufholen, blieb letztlich aber ohne Punkte.

FAZIT: Viel Qualifying-Pech für den amtierenden Vizemeister, der durch die starke Performance seines Teamkollegen in Rom unter Zugzwang stehen dürfte.

Rennergebnis: Platz 15 / Platz 12
Fahrerwertung: Platz 17

Dass Vergne mit jeder Menge Wut über den verpassten Titel 2019/20 im Bauch nach Diriyya reiste, machte der Franzose mehrmals auf der Strecke deutlich. Am Samstag hatte er die Chance auf den Sieg, allerdings kompromittierten ihn eine frühe Attack-Mode-Aktivierung und die Reibereien mit seinem Teamkollegen. Durch eine Strafe verlor Vergne sogar sein Podium und verließ Diriyya somit punktlos: Sein statistisch betrachtet schlechtester Start in eine Saison seit 2015/16.

FAZIT: Gute Einzelleistung am Samstag, Pech mit nachträglicher Zeitstrafe. Der Druck auf Vergne ist vor dem Rom E-Prix mindestens genauso groß wie vor Diriyya.

Rennergebnis: Platz 9 / Platz 8
Fahrerwertung: Platz 14

In bester Lucas-di-Grassi-Manier überholte der Brasilianer in Diriyya so viele Fahrzeuge wie kaum ein anderer Pilot - allerdings ohne herausragende Punkteergebnisse. Die Pace des neuen Antriebsstrangs von Audi ist offenbar deutlich besser als noch in der letzten Saison, als die Ingolstädter bestenfalls ein Fahrzeug für die vorderen Mittelfeld-Positionen und gelegentliche Podien hatten.

FAZIT: Aus zwei schlechten Qualifying-Ergebnissen holte Lucas di Grassi wohl das Maximum heraus. In Rom muss di Grassi in Gruppe 3 ran, was ein deutlich besseres Ergebnis verspricht!

Rennergebnis: Platz 19 / Platz 14
Fahrerwertung: Platz 21

Der neuseeländische Formel-E-Neuzugang Nick Cassidy konnte vor allem im Qualifying überzeugen. In seinem ersten E-Prix wäre er sogar in die Super-Pole eingezogen, wenn er auf seiner schnellen Runde nicht die gelben Flaggen nach einem Unfall von Sette Camara (Dragon) ignoriert hätte.

Am Samstag begegnete er unter anderem den zwei Techeetah-Fahrern Vergne und Felix da Costa auf Augenhöhe. Die Zielflagge erreichte Cassidy nach einem brillanten Rennen auf Rang 5, allerdings wurde er erneut nachträglich bestraft. Dieses Mal war er während einer Full-Course-Yellow-Phase zu schnell unterwegs gewesen. Cassidy ging somit punktlos aus dem Diriyya-Wochenende.

FAZIT: Der "Kiwi" kann für die FIA-Bestrafungen nur sich selbst verantwortlich machen - da wäre mehr möglich gewesen. Abgesehen davon: Eine unglaubliche Leistung für einen Formel-E-Rookie!

Rennergebnis: Platz 18 / Platz 18
Fahrerwertung: Platz 22

Auf dem Papier lief Tom Blomqvists Nio-Debüt eher enttäuschend. Tatsächlich zeigte der Brite in Diriyya allerdings vielversprechende Leistungen. Zwar kostete ihn das Ignorieren gelber Flaggen am Freitag jede Chance auf eine gute Startposition, jedoch zog er exakt 24 Stunden später in die Super-Pole ein.

Von Startplatz 5 ausgehend (das beste Quali-Ergebnis seiner Karriere!) fuhr er über weite Strecken des Rennens in den Top 10, ehe er von Maximilian Günther (BMW) aus dem Rennen genommen wurde.

FAZIT: Ein überraschend guter Auftakt für das kleine Team Nio 333 und Blomqvist. Gerne mehr davon!

Rennergebnis: Platz 7 / Platz 15
Fahrerwertung: Platz 13

Ein mittelprächtiger Saisonstart für Alexander Sims, der mit den Plätzen 7 und 15 nur bedingt zufrieden sein dürfte. Am Samstag erreichte er das Ziel auf Platz 11, wurde allerdings für ein technisches Vergehen (Strompedal-Homologation) bestraft.

FAZIT: Eine insgesamt solide Leistung, zu den Top-Fahrern fehlt trotzdem noch einiges…

Rennergebnis: DNF / DNF
Fahrerwertung: Platz 24

Der spektakuläre Unfall von Alex Lynn am Samstag wird vom Formel-E-Fahrerlager inzwischen kollektiv als "größer als Rennen 1" beschrieben, eine Anspielung auf den inzwischen legendären Crash von Nick Heidfeld in Peking 2014. Alle Fahrerkollegen sind froh, dass Lynn nach seinem "Flugzeugabsturz-Crash" wohlauf ist.

Am Vortag schied der Brite nach einem Unfall mit Sam Bird (Jaguar) aus dem Renngeschehen aus. Der Mahindra-Mann verteidigte sich deutlich zu robust gegen Bird und drückte den Jaguar-Fahrer vor Kurve 1 in die Mauer. Die damit verbundene Strafversetzung war gerechtfertigt.

FAZIT: Lynns gute Vorarbeit in den Freien Trainings blieb unbelohnt, jedoch sind die Ergebnisse nach seinem Horror-Unfall zweitrangig. Wir wünschen weiterhin gute Besserung!

Rennergebnis: Platz 16 / Platz 11
Fahrerwertung: Platz 16

Andre Lotterer schied beim Saisonstart frühzeitig aus dem Kampf um die Top-10-Positionen aus, als er über eine Schraube auf der Strecke fuhr - mutmaßlich das Resultat des Unfalls zwischen Lynn (Mahindra) und Bird (Jaguar). Aufgrund eines schleichenden Plattfußes musste er zu einem unplanmäßigen Reifenwechsel die Boxengasse ansteuern. Er beendete den E-Prix in einem Fotofinish neben Jean-Eric Vergne (nur 0,015 Sekunden vor Lotterer) auf Platz 16.

Ein Fahrfehler im 3. Freien Training und die damit verbundene Fahrzeugreparatur verhinderte Lotterers Teilnahme am Samstags-Qualifying. Mehrere Strafen spülten ihn nach dem Zieleinlauf nach vorne, letztlich blieb es aber bei Platz 11 für den Porsche-Routinier.

FAZIT: Eine Geschichte voller "hätte, wäre, wenn…" für Lotterer, der mit seinem Saisonstart hadern dürfte.

Rennergebnis: Platz 12 / DNF
Fahrerwertung: Platz 18

Jake Dennis' Formel-E-Debüt startete mit einem soliden Freitagsrennen, in dem er über weite Strecken sogar die "All Stars" Buemi (Nissan), Lotterer (Porsche), Felix da Costa und Vergne (beide DS) hinter sich halten konnte. Position 12 im ersten Rennen ist bei der enormen Leistungsdichte des Formel-E-Fahrerlagers ein tolles Resultat.

In den Trainings leistete er gute Arbeit und gab seinem Team wertvolles Feedback. Leider endete das Rennen des Briten am Samstag in der Mauer, nachdem ihn Pascal Wehrlein (Porsche) in die Betonbarriere vor Kurve 20 gedrückt hatte. Dennis musste das Rennen mit einem Aufhängungsschaden aufgeben.

FAZIT: Ein gutes Debüt für Dennis, das leider nicht mit Punkten belohnt wurde.

Rennergebnis: Platz 13 / DNF
Fahrerwertung: Platz 19

Zu scheinbar keinem Zeitpunkt konnte Sebastien Buemi in Diriyya den Anschluss an die Spitzengruppe der Formel E finden. Auf dem Zielstrich ging ihm am Freitag die Energie aus, wodurch er in letzter Sekunde einen Platz an Jake Dennis (BMW) verlor.

Die verlorene Position spülte Buemi samstags immerhin in Qualifying-Gruppe 3, doch auch dort konnte er nicht das Potenzial seines Autos ausschöpfen. Der zweite Diriyya E-Prix endete nach einem seltenen Fahrfehler in der Mauer.

FAZIT: Ein Wochenende zum Vergessen…

Rennergebnis: Platz 14 / Platz 16
Fahrerwertung: Platz 20

Sicherlich hat sich Norman Nato, der dank seiner langjährigen Simulator-Erfahrung bereits fest bei Venturi eingebunden ist, sein Formel-E-Debüt anders vorgestellt. In Diriyya konnte er keine herausragenden Resultate erreichen und konzentrierte sich stattdessen vollkommen darauf, lehrreiche Trainingsrunden zu absolvieren.

FAZIT: Steile Lernkurve beim Debüt in Saudi-Arabien, doch die Plätze 14 und 16 brachten keine Punkte. Noch viel Luft nach oben.

Rennergebnis: DNF / DNF
Fahrerwertung: Platz 23

Der Diriyya E-Prix 2021 war für Maximilian Günther das wohl schlechteste Wochenende seit seinem Formel-E-Debüt vor zwei Jahren. Am Freitag landete er nach einem Fahrfehler in der Wand, am Samstag verschätzte er sich bei einem Überholmanöver gegen Tom Blomqvist (Nio) und schied mit einem Fahrzeugschaden aus. Nach dem Rennen streute die FIA Salz in die Wunde: Für den Crash bekommt Günther eine Strafversetzung für Rom.

FAZIT: Günther und BMW werden den katastrophalen Saisonstart in Diriyya schnellstmöglich vergessen wollen.

So hat die Redaktion abgestimmt:
  Tobias Bluhm Timo Pape Tobias Wirtz Robert Seiwert GESAMT
01. Nyck de Vries 10 10 10 10 10
02. Sam Bird 9 9 10 9 9.25
03. Edoardo Mortara 9 9 10 9 9.25
04. Robin Frijns 9 9 9 8 8.75
05. Mitch Evans 8 8 8 8 8
06. Sergio Sette Camara 8 8 8 7 7.75
07. Oliver Turvey 9 8 7 7 7.75
08. Rene Rast 7 7 6 8 7
09. Nico Müller 7 8 6 7 7
10. Antonio Felix da Costa 8 7 4 7 6.5
11. Oliver Rowland 7 7 5 7 6.5
12. Pascal Wehrlein 6 7 6 6 6.25
13. Stoffel Vandoorne 5 6 7 7 6.25
14. Jean-Eric Vergne 7 8 4 6 6.25
15. Lucas di Grassi 6 6 5 7 6
16. Nick Cassidy 7 7 4 6 6
17. Tom Blomqvist 7 7 5 5 6
18. Alexander Sims 5 5 5 5 5
19. Alex Lynn 5 5 5 4 4.75
20. Andre Lotterer 4 5 4 5 4.5
21. Jake Dennis 5 4 2 5 4
22, Sebastien Buemi 4 4 2 5 3.75
23. Norman Nato 5 4 3 3 3.75
24. Maximilian Günther 3 4 1 4 3

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