"Eine super unglückliche Szene": Porsche-Teamkollegen kollidieren beim Monaco E-Prix
Jasmin Fromm
Beim Porsche Formel-E-Team hatte man sich das erste Rennen in Monaco definitiv anders vorgestellt. Pascal Wehrlein hatte sich im Qualifying für das Rennen am Samstag den fünften Startplatz gesichert, Teamkollege Nico Müller startete direkt hinter ihm von Patz 6. Doch eine Kollision der beiden zerstörte die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis beider Fahrer.
Beide Porsche-Fahrer starteten recht gut ins Rennen. Sie hielten sich im Mittelfeld, bis in Runde 13 auf einmal der Schreckmoment kam: Müller fuhr seinem Teamkollegen ins Heck. "Ich habe einen Schlag von hinten bekommen und dadurch einen Plattfuß gekriegt. Damit war mein Rennen vorbei", beschrieb der Deutsche auf Nachfrage von e-Formel.de. Wehrlein musste für einen Reifenwechsel in die Garage und fiel dadurch weit nach hinten.
Dabei hatte Müller eine solche Situation eigentlich schon vorhergesehen: "Ich habe eigentlich nur versucht von hinten abzublocken und auch eine Lücke an den Stellen gelassen, wo es sich gerne staut. Es hat es sich aber deutlich mehr gestaut, als antizipiert", erklärt Müller an unserem Mikrofon.
Wie der Schweizer beschreibt, war es ihm nicht mehr möglich die Kollision, mit seinem Teamkollegen zu vermeiden. "Ich war schon ganz innen am Blockieren und konnte nicht mehr nach links rüber. Da habe ihn am Hinterrad getroffen. Eine super unglückliche Szene."
Er selbst sieht die Situation nicht als aeinen Kampf, sondern "einfach zur falschen Zeit, am falschen Ort, in einer chaotischen Situation." Nach dem Reifenschaden und dem daraus resultierenden Zurückfallen von Wehrlein konnte der Deutsche keine Punkte für die Mannschaft einfahren. Er beendete das Rennen auf Platz 18 und verlor die WM-Führung an Mitch Evans. Für Müller reichte es trotz beschädigten Frontflügels am Ende zumindest mit Platz 8 noch für vier Punkte.
Fokus liegt am Sonntag auf dem Qualifying
Müller schaut bereits auf Sonntag, wo er ein etwas weniger verrücktes Rennen prophezeit. "Ich glaube das Paket ist gut. Im Qualifying mit 300 kW waren wir schnell. Mit 350 kW hat ein bisschen was gefehlt - das werden wir versuchen, für morgen zu finden. Aber ich glaube, ein bisschen weniger im Chaos drinstecken, ein bisschen mehr freie Sicht, das würde helfen. Und darum den Fokus auf ein gutes Qualifying. Danach schauen wir weiter."
Das 3. Freie Training ist am Sonntag bereits um 8:30 Uhr angesetzt, das Rennen findet um 15:05 Uhr (MESZ) statt.
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