Formel E

Was die Formel-E-Rekorde in der Gen2-Ära für die Entwicklung von DS Automobiles bedeuten

Timo Pape

Timo Pape

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Die Formel E hat in den vergangenen acht Jahren zur Entwicklung der E-Mobilität beigetragen. Ein Hersteller, der davon profitiert hat, ist DS Automobiles. Denn eigentlich seien die Herausforderungen auf der Rennstrecke und im Straßenverkehr gar nicht mal so unterschiedlich, erklären die Franzosen in einer Pressemitteilung.

DS Automobiles engagiert sich bereits seit der Saison 2015/16 in der Formel E und treibt die Entwicklung der vollelektrischen Serie mit voran. Seitdem hat die Formel E immense technologische Sprünge hingelegt.

Mit der Gen2-Ära in Saison 2018/19 verdoppelte sich beispielsweise die Energiespeicherkapazität nahezu, wodurch erstmals ein komplettes Rennen absolviert werden konnte. Fahrzeugwechsel zur Mitte des Rennens, wie sie bis dahin noch durchgeführt worden waren, gehörten damit der Vergangenheit an.

Aktuell arbeitet DS Performance an der nächsten Fahrzeuggeneration, dem Gen3-Auto, das ab 2023 zum Einsatz kommt. Mehr Leistung, ein leichteres Chassis, eine erneuerte Batterie sowie deutlich erhöhte Rekuperationsleistung sollen für noch mehr Action sorgen.

"Elektrifizierung in den Mittelpunkt gestellt"

Beatrice Foucher, CEO von DS Automobiles, erklärt, warum sich ihre Marke bereits so früh in der Formel E engagiert hat: "DS Automobiles hat die Elektrifizierung seit seiner Gründung in den Mittelpunkt seiner Strategie gestellt. Die Formel E und die Arbeit von DS Performance treiben die Entwicklung neuer Lösungen für eine nachhaltigere Mobilität voran."

"Seit 2019 verfügt DS Automobiles über ein zu 100 Prozent elektrifiziertes Angebot, und wir beschleunigen diese Transformation weiter: Ab 2024 werden alle neuen Modelle von DS Automobiles ausschließlich zu 100 Prozent elektrisch kommen", erklärt Foucher weiter.

Der bereits Anfang 2022 vorgestellte Prototyp DS E-Tense Performance dient als Hochleistungslabor zur Erprobung und Bewertung neuer Technologien. Ausgestattet mit zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 600 kW und einer Batterie mit innovativer Chemie erreicht er die 100 km/h in 2,0 Sekunden. Die gesammelten Erfahrungen sollen in Kürze zur Einführung eines völlig neuen, leistungsstärkeren und effizienteren Elektromotors führen, der für die DS Serienmodelle bestimmt ist.

Gar nicht mal so anders

Den Unterschied zwischen Rennserie und Serienfahrzeugen erklärt DS denkbar simpel: "schnell fahren mit begrenzter Energiemenge (Formel E) versus weit fahren mit begrenzter Energiemenge (Serienfahrzeuge) - der Ansatz ist ein ähnlicher."

Ein entscheidender Parameter für die Leistung elektrischer Fahrzeuge sei die Spannung der Batterien. Je höher die Volt-Zahl, desto leistungsfähiger die Batterie und desto größer die Reichweite. Noch zu Beginn der Rennserie habe niemand daran geglaubt, dass man Batterien mit 700 V herstellen könnte. Aktuell sind in den Rennwagen bereits Batterien mit 900 V Spannung verbaut.

Der Wettbewerb in der Formel E sorgt dafür, dass die Effizienz der Fahrzeuge immer weiter verbessert wird. "Hierdurch leisten die Rennwagen ihren Beitrag zur Entwicklung der E-Mobilität auf der Straße", meint DS.

Goldene Gen2-Ära für DS Automobiles

Nach zwei Fahrzeuggenerationen - zunächst als Partner von Virgin, dann von Techeetah - blickt DS auf eine erfolgreiche Formel-E-Vergangenheit zurück, bevor der Hersteller für das kommende Jahr aller Voraussicht nach mit dem Penske-Team partnern wird. In der Gen1-Ära hat DS Automobiles zwischen 2015 und 2018 fünf Siege errungen und war zweimal unter den ersten Drei in der Teamwertung.

Der Gen2-Ära drückte DS Techeetah klar seinen Stempel auf: Die Equipe gewann zwei Teamtitel und zwei Fahrermeisterschaften (Jean-Eric Vergne 2019, Antonio Felix da Costa 2020). In 55 Gen2-Rennen holte das Team aus Paris die meisten Siege (10), die meisten Pole-Positions (14) und die meisten Podiumsplätze (28). DS landete jedes Jahr unter den Top 3 der Teamwertung.

Auf Basis dieser Rekorde hat DS Automobiles in diesem Jahr mit der Entwicklung des Gen3-Einsitzers begonnen. Mit einer auf 350 kW gesteigerten Leistung und der Fähigkeit, 600 kW Energie zurückzugewinnen, wird der neue Rennwagen abermals zum Pionier für die Straßenentwicklung.

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