Formel E

Enttäuschter Rene Rast erklärt Formel-E-Unfall in Rom: "Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Rene-Rast-Damaged-Car-Audi-Sport-ABT-Schaeffler

Erst läuft es nicht, und dann kommt auch noch Pech hinzu. Mit einem Doppelausfall im zweiten Rennen des Rom E-Prix besiegelte Audi Sport ABT Schaeffler den statistisch schwächsten Saisonstart des Teams seit drei Jahren. Nachdem sowohl Rene Rast als auch Lucas di Grassi das Wochenende mit Unfällen beendeten, will das Team in Valencia endlich Edelmetall einfahren.

Gerade einmal 27 Punkte konnte das Audi-Fahrerduo in den ersten vier Saisonrennen sammeln, 21 davon stammen von Rene Rast. Für die Ingolstädter und Lucas di Grassi ist dies der schlechteste Beginn eines neuen Formel-E-Jahres seit der Saison 2017/18, als di Grassi unter anderem durch Inverterprobleme in Marrakesch und Santiago nicht das Ziel erreichte.

Beim Rom E-Prix 2021 fuhr Rast im ersten Lauf auf Platz 6 - eine starke Aufholjagd des Deutschen. Sonntags verhinderte das verregnete Qualifying jedoch eine Wiederholung dieses Punkteergebnisses. "Nachdem unsere Gruppe gefahren war, hat der Regen nachgelassen. Am Ende war die Strecke fast zehn Sekunden schneller als bei uns", analysiert er.

Gebrochener Querlenker als Unfallursache

Rast musste sich in der Folge mit Startplatz 19 begnügen. Im Rennen spülte ihn abermals eine eindrucksvolle Aufholjagd in die Top 10, ehe er vier Runden vor Rennende die Streckenbegrenzung der letzten Kurve touchierte. Ein gebrochener Querlenker besiegelte Rasts Aus, denn wenige Meter später prallte er gegen die Mauer von Kurve 1 (siehe Video unten).

"Ich bekam in der letzten Kurve starkes Übersteuern", sagt Rast. "Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung. Aber schon nach dem Pech mit dem Wetter im Qualifying war klar, dass es für mich ein harter Tag werden würde."

McNish: "Wie schon in Diriyya eines der schnellsten Autos im Feld"

Der Doppelausfall im zweiten Rennen von Rom enttäuscht auch Audis Teamchef Allan McNish, der bereits am Vortag einen späten Ausfall des zu diesem Zeitpunkt führenden di Grassi (Antriebswellenbruch) beklagen musste. "Beide Autos durch Unfälle zu verlieren, ist extrem bitter", gibt der Schotte nach dem Sonntagsrennen zu. "Rene hat einen kleinen Fehler gemacht, der sein Rennen beendet hat. Es ist ärgerlich, dass wir hier erneut unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. Wie schon in Diriyya hatten wir eines der schnellsten Autos im Feld."

Die nächste Chance auf Punkte bietet sich für Audi bereits in einer Woche. Beim Valencia E-Prix wollen die Ingolstädter den achten Platz in der Gesamtwertung verlasen und sich nach oben orientieren. Zumindest ein wenig Grund zum Optimismus gibt es: 2017/18 fuhr Audi ab dem fünften Saisonrennen stets zweistellige Punkteergebnisse ein und gewann am Ende sogar noch die Teammeisterschaft. Mal sehen, ob Lucas di Grassi und Rene Rast dieses Kunststück in diesem Jahr wiederholen können.

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