Formel E

Eurosport: Die TV-Quoten der Formel E beim Marrakesh ePrix

Timo Pape

Timo Pape

Auf der Strecke hatte der Marrakesh ePrix am vergangenen Samstag alles, was ein gutes Rennen ausmacht. Dennoch lag das erste Elektrorennen auf afrikanischem Boden knapp unter dem Zuschauerschnitt der Formel E auf Eurosport (85.000). Im Schnitt verfolgten 80.000 Fans an den Fernsehern, wie sich Sebastien Buemi an Shootingstar Felix Rosenqvist vorbeikämpfte und seinen zweiten Saisonsieg holte. Damit sahen den Marrakesh ePrix im Schnitt genauso viele Menschen wie den Saisonauftakt von Hongkong.

In der Spitze kann Marokko aber nicht mit dem ersten Saisonlauf gut einen Monat zuvor mithalten. Nachdem damals zu Stoßzeiten noch 110.000 Zuschauer mit von der Partie waren, waren es in Marrakesch nur maximal 90.000.

Die Marktanteile sind verglichen mit Hongkong (Rennstart um 10 Uhr) deutlich zurückgegangen, was aber wohl mit der späteren Sendezeit des Marrakesh ePrix und dem damit verbundenen Wettbewerb zu tun hatte. Der Marktanteil aller Zuschauer (älter als drei Jahre) betrug in 0,4 Prozent. So schlecht war er zuletzt beim Long Beach ePrix in Saison zwei. Allerdings strahlten RTL und Sky zur selben Zeit das Qualifying der Formel 1 in Brasilien aus - eine ungünstige Überschneidung für die Formel E.

Ähnliches gilt somit auch für den Marktanteil in der von Eurosport definierten Zielgruppe (männlich, 20 bis 59 Jahre). Er betrug beim Marrakesh ePrix 0,9 Prozent. Auch hier dürfte sich die F1-Live-Übertragung spürbar ausgewirkt haben.

Nach drei Jahren fällt ein weiterer Trend auf: In jeder Formel-E-Saison war es bislang so, dass der Saisonstart noch ziemlich gute Einschaltquoten aufweisen konnte, die beim zweiten Rennen des Jahres - zweimal Putrajaya, einmal Marrakesch - deutlich einbrachen. Das gilt übrigens nicht nur für für die Zuschauerzahlen im TV, sondern genauso für unsere Klickzahlen.

Anschließend ging es bisher aber immer wieder stetig bergauf. Dementsprechend rechnen wir mit einer deutlich höheren TV-Quote beim Buenos Aires ePrix am 18. Februar 2017. Das Rennen von Argentinien war in den vergangenen beiden Jahren nicht nur ein Garant für Spannung, sondern auch für hohe Zuschauerzahlen: 2016 war Buenos Aires das reichweitenstärkste Rennen der gesamten zweiten Saison.

In Großbritannien war die Formel E am Wochenende übrigens erfolgreicher. Dort schalteten 281.000 Menschen den Marrakesh ePrix auf Channel 5 ein, was einem Marktanteil von 2,1 Prozent entsprach. Besonders interessant hierbei: Das parallel laufende Qualifying der Formel 1 auf Sky Sports F1 war mit 344.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 2,6 Prozent nur geringfügig besser.

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