Formel E

Felipe Massa nach Venturi-Doppel-Aus wegen Antriebswelle: "Das ist so frustrierend"

Svenja König

Svenja König

Es war ein frustrierendes Formel-E-Wochenende für das Venturi-Team in Rom. Nachdem zuletzt in Sanya schlichtweg die Rennpace gefehlt hatte, schieden am vergangenen Samstag beide Fahrer des monegassischen Teams in der italienischen Hauptstadt nach Defekten der Antriebswelle aus.

Dass das Auto an diesem Wochenende schnell genug war, bewiesen beide Piloten sowohl in den Freien Trainings als auch im Qualifying. Sie gingen von den Startplätzen 7 und 10 ins Rennen. Auch im Rennen lief es zunächst gut, bis Edo Mortara nach etwa 15 Minuten ausrollte, und Felipe Massa es ihm nur fünf Minuten später gleich tat. Beide Piloten hatten anscheinend identische Probleme mit der Antriebswelle und dem Getriebe. 

"Wir können viel Positives mitnehmen", erklärt Mortara trotz alledem. "Ich hatte ein supergutes Qualifying und konnte alles aus dem Auto rausholen. Ich denke, es ist klar, was das Problem war, aber wir müssen die Daten analysieren, um ganz sicher zu sein. Ich hatte Kontakt mit Oliver Rowland, als ich versucht habe, ihn zu überholen. Er hat die Tür ziemlich spät zugemacht. Das war normales Racing, aber ich musste sehr stark bremsen, und da ist etwas Mechanisches gebrochen. Jetzt müssen wir das Problem genau bestimmen und bis Paris beheben."

Teamkollege Massa sagt: "Das ist so frustrierend, da unsere Pace im Rennen da war. Ich war Siebter, bis wir die Probleme hatten. Ich denke, dass beide Autos dasselbe Problem hatten, deshalb war es ein sehr enttäuschender Tag. Wir hätten einige Punkte in der Meisterschaft holen können, aber so geht das Team am Ende leer aus. Ich möchte den Fans für ihre Unterstützung danken, es war klasse, wieder vor italienischen Fans zu fahren."

Antriebswellen-Probleme schon in Asien bei HWA aufgetreten

Die Probleme mit der Antriebswelle waren bereits bei den Asien-Rennen beim Venturi-Kundenteam HWA Racelab aufgetreten. So schieden Gary Paffett beim Hongkong-E-Prix und Stoffel Vandoorne beim Sanya-E-Prix beide mit jenem Defekt aus. Vandoorne war in Italien sogar wieder vom gleichen Problem betroffen, schaffte es aber gerade so über die Ziellinie und kam wenige Meter dahinter zum Stehen. 

HWA-Teamchef Ulrich Fritz hatte nach dem Rennen in China bereits deutliche Worte in Richtung des monegassischen Teams gefasst, dass man das "Qualitätsproblem" mit Venturi vor dem Rom-E-Prix lösen müsse. Venturi bestätigte nach dem Rennen in der Hauptstadt Italiens, dass es sich um einen Getriebefehler handele.

Teamchefin Susie Wolff ist jedoch zuversichtlich, dass Venturi diesen Fehler bis Paris aus der Welt schaffen werde: "Das Ergebnis ist sehr enttäuschend für das Team - aber wir werden vor Paris eine Lösung für das Problem finden. Es bringt nichts, sich darauf zu konzentrieren, dass wir heute viele Punkte verloren haben - es geht darum, das Problem zu finden und dafür zu sorgen, dass es nicht mehr auftritt. Das Qualifying lief für beide Fahrer gut, daher sah es vielversprechend aus. Wir werden in zwei Wochen noch stärker wiederkommen."

Damit bleiben dem Team nur wenige Tage Zeit, um gemeinsam mit den Zulieferern Lösungen zu finden. Das Rennen in Paris findet am 27. April statt.

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