Formel E

Felix da Costa & Dennis melden sich mit Formel-E-Podium in Shanghai im WM-Kampf zurück

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

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Der Favoritenkreis um die Fahrerweltmeisterschaft in der Formel E rückt nach dem Samstagsrennen in Shanghai enger zusammen. Bei der Strategieschlacht konnten Antonio Felix da Costa und Jake Dennis hinter Rennsieger Pascal Wehrlein aufs Podium fahren. Beide Piloten mischen nach dem starken Ergebnis nun wieder Im Kampf um die WM mit.

Nach der Regenschlacht am Rennsamstag spitzt sich der Kopf um die Fahrer-Weltmeisterschaft weiter zu. Neben Rennsieger Wehrlein, der seinen Rückstand auf den führenden Mitch Evans stark verringern konnte, waren es Felix da Costa und Dennis, die sich mit einem Podium ebenfalls wieder zurückmeldeten. Die Abstände sind denkbar knapp. Zwischen Evans und Felix da Costa, der sich auf Platz 3 schieben konnte, liegen lediglich 21 Punkte. Dahinter folgt schon Dennis, dem auf den Portugiesen zwei Punkte fehlen.

Sowohl Dennis als auch Felix da Costa hielten sich während des Rennens fast ausschließlich in der Spitzengruppe auf, konnten gegen einen dominanten Wehrlein aber nichts ausrichten. Nach einem Start von Platz 5 arbeitete sich der Jaguar-Fahrer dabei sukzessive nach vorne. Während Teamkollege Evans im Verlauf des Rennens zurückfiel, konnte sich der Portugiese im vorderen Feld halten.

Dabei ging er auch an Kontrahent Dennis vorbei und hielt diesen darüber hinaus nach der Pit-Boost-Phase hinter sich. Er kam schließlich auf dem zweiten Platz ins Ziel. Dennis, der das Rennen von Platz 3 aus startete, beendete es auf eben jenem, nachdem er sogar einige Führungskilometer sammeln konnte.

Felix da Costa: "Wir wussten, dass Regen kommen wird"

"Das war ein guter Tag im Büro", so Felix da Costa nach dem Rennen. "Wir qualifizierten uns in der Top 5 und kämpften um den Sieg mit. Im Regen fehlte es uns aber ein wenig. Vor dem Rennen war für uns die große Frage, ob wir das Auto auf regnerische oder trockene Bedingungen ausrichten. Wir wussten, dass etwas Regen kommen wird. Schließlich sind wir halbwegs auf Regen gegangen."

"Ich bin mir nicht ganz sicher, was die anderen gemacht haben", ergänzt er. "Im Nassen sahen wir ganz gut aus, konnten den Energievorteil gegen Wehrlein aber nicht ausspielen. In den letzten sieben, acht Runden habe ich einfach versucht, einige Dinge für morgen zu lernen. Für morgen sieht es sehr nass aus." Auch auf die Meisterschaft kam der 34-jährige zu sprechen: "Wenn ich Mitch helfen muss, werde ich das tun. Das ist für uns jetzt nach Monaco und Sanya das dritte Podium hintereinander. Wir holen zwar keine Rennsiege, aber dennoch gute Punkte. So gewinnt man Meisterschaften."

Dennis: "Bin wieder im Titelkampf"

Auch Dennis äußerte sich nach dem Rennen: "Ich habe mich da draußen relativ gut gefühlt. Der Regen hat es uns etwas schwerer gemacht. Wir wussten nicht ganz, ober er kommt oder nicht. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht. Auch ohne Regen wäre der dritte Platz das Beste gewesen, was wir hätten rausholen können. Ich bin relativ zufrieden. Für das Team ist es ein gutes Resultat. Alles kommt zusammen, ich bin wieder im Titelkampf."

Schon während des heutigen Rennes hatten die Piloten einen Vorgeschmack, was den Regen anbetrifft. Für das zweite Rennen des Shanghai E-Prix am morgigen Tag dürften uns ähnliche, wenn nicht sogar noch widrigere Bedingungen erwarten. Es bleibt also weiterhin spannend.

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