Felix da Costa nach Unfall mit Ticktum & Günther in Mexiko-Stadt: "Sieht im TV blöd für mich aus"
Thomas Grüssmer
FIA Formula E
Der zweite Lauf der Formel-E-Weltmeisterschaft 2025/26 endete für Antonio Felix da Costa und Maximilian Günther in einem Desaster. Die Fahrer kollidierten während eines actionreichen Rennens im Kampf um die Punkteplatzierungen miteinander. Während das Rennen für Felix da Costa nach der Kollision endete, fiel Günther weit zurück und beendete das Rennen auf Platz 12. Auch Dan Ticktum, der ebenfalls an dem Crash beteiligt war, war somit aus dem Rennen. Im Nachgang bezeichnete Felix da Costa seinen Tag als schwierig. Günther versuchte trotz der Nullnummer, positiv zu bleiben.
Für alle beteiligten Fahrer begann das Rennen zunächst vielversprechend. Die drei Piloten starteten in der Top 10 und sowohl Felix da Costa als auch Günther zeigten eine gute Pace und arbeiteten sich im Verlauf des Rennens um einige Plätze nach vorne. Vor dem letzten Renndrittel befand sich Felix da Costa mit dem späteren Rennsieger Nick Cassidy und Dan Ticktum im Positionskampf, Günther lag vor dem Trio. Der Kampf endete in Kurve 6 in einer Kollision, als Cassidy an dem Portugiesen vorbeiging und dieser daraufhin mit Günther kollidierte. Ticktum konnte nicht ausweichen.
Unlucky for Da Costa 🫣
— Formula E (@FIAFormulaE) January 10, 2026
A big moment leads to an early race-end for the Jaguar driver in Mexico City@Hankook_Sport #MexicoCityEPrix pic.twitter.com/edoxObRs7t
"Ich wollte Dan überholen", beschrieb der Jaguar-Pilot im Interview nach dem Rennen. "Auf meiner Innenseite tauchte dann ein Auto auf, welches ich nie sah. Ich denke, es war Cassidy. Eigentlich war er gar nicht genügend neben mir. Am Kurveneingang traf er mich dann, woraufhin ich die anderen Autos erfasst habe. Im TV sieht das für mich natürlich blöd aus. Die Rennkommissare haben das aber zu entscheiden. Der Tag war trotz der guten Pace einfach schwierig."
Günther: "Platz 5 wäre sehr realistisch gewesen"
Auch der DS-Penske-Pilot äußerte sich zu der Situation: "Hinter mir haben drei Autos miteinander gekämpft", sagte Günther auf Nachfrage von e-Formel.de und Motorsport aktuell. "Es war dann einfach eine Kettenreaktion und ich war da, wo ich war. Ich habe von hinten einen Schlag bekommen und wurde gedreht. Da gibt es nichts, was wir hätten anders machen können. Das Rennen war anschließend natürlich gelaufen. Wir haben noch versucht, Punkte mitzunehmen, es reichte aber nur für Platz 12. Das ist natürlich schade, aber im Endeffekt einfach auch die Formel E."
"Als Rennfahrer weiß man, dass viele Dinge nicht unter der eigenen Kontrolle sind", so der Deutsche weiter. "Neben den technischen Aspekten gibt es eben auch Tage wie heute, an denen man einfach aus den Rennen genommen wird. Trotzdem versuche ich, immer mit einem Lächeln weiterzumachen, auch wenn Platz 5 heute sehr realistisch gewesen wäre."
Die Rennkommissare untersuchten die Szene anschließend, beurteilten sie aber als Rennunfall. Für keinen der Fahrer gab es somit eine Strafe.
Die nächste Chance auf Punkte haben die Fahrer in drei Wochen: Dann steht das dritte Rennen der Saison an. Erstmals fährt die Rennserie dann auf einer verkürzten Variante des Miami International Autodrome, wo bereits im vergangenen Jahr die Evo-Sessions stattfanden.
0 Kommentare
Einen Kommentar schreiben