Formel E

FIA verbietet Rennfahrer:innen politische Botschaften - Konsequenzen auch in der Formel E?

Timo Pape

Timo Pape

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Die FIA verbietet künftig politische Botschaften während ihrer Veranstaltungen. Rennfahrer brauchen demnach ab Januar eine Voraberlaubnis des Automobil-Weltverbands, wenn sie beispielsweise auf Missstände hinweisen wollen. Während in der Formel 1 Lewis Hamilton und Sebastian Vettel in den vergangenen Jahren häufig mit politischen Botschaften für Aufsehen sorgten, tritt in der Formel E Maserati MSG Racing mit zwei Regenbogenflaggen auf dem Frontflügel an.

Droht nun auch dem Motorsport eine One-Love-Debatte? Die FIA - Dachverband der Formel E und vieler weiterer Rennserien - schlägt jedenfalls einen ähnlich bedenklichen Weg ein wie die FIFA bei ihrer umstrittenen Fußball-WM in Katar. Sie schränkt die Meinungsfreiheit ein, um niemandem mehr auf die Füße zu treten.

Die FIA hat demnach den Artikel 12.2.1.n in ihrem Internationalen Sportgesetz aufgenommen. Er verbietet, dass Fahrer "politische, religiöse und persönliche Äußerungen oder Kommentare abgeben oder zeigen, die insbesondere gegen den allgemeinen Grundsatz der Neutralität verstoßen, der von der FIA im Rahmen ihrer Statuten gefördert wird. Es sei denn, sie wurden zuvor schriftlich von der FIA (…) genehmigt."

FIA droht mit sportlichen Sanktionen

Bei "Nichteinhaltung der Anweisungen der FIA bezüglich der Ernennung und Teilnahme von Personen an offiziellen Zeremonien bei einem Wettbewerb" drohen Fahrern ab 2023 sportliche Sanktionen. Inwieweit das auch für Teams gilt, ist noch nicht ganz klar. Wir haben diesbezüglich ein Statement bei Maserati MSG Racing angefragt.

Das Team - vormals Venturi - fährt bereits seit Jahren mit der Regenbogenflagge auf dem Auto, die für Vielfalt und Toleranz steht. Erst vor wenigen Wochen twitterte der Rennstall mit Sitz in Monaco kurz vor der Präsentation seiner ersten Gen3-Lackierung: "Unsere Farben haben sich verändert. Unsere Werte bleiben dieselben."

In Valencia trat Maserati wie geplant mit farbenfrohem Frontflügel an. Wir bleiben an diesem Thema dran und halten dich auf dem Laufenden.

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