Formel E

Formel-E-Auto der 3. Generation: Arbeitsgruppe diskutierte bereits Regeln für 2021

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Spark Racing Technology, Konstrukteur des bisherigen und künftigen Einheitsfahrzeugs der Formel E, hat die Arbeit am Auto der zweiten Generation, dem Spark SRT_05e, nicht einmal vollständig abgeschlossen. Doch hinter den Kulissen werden schon erste Gespräche geführt, um die Planungen für die dritte Fahrzeuggeneration voranzutreiben. Deren Einführung ist für die achte Saison, also im Jahr 2021, geplant. Die FIA ​​strebt an, die technischen Rahmenbedingungen bis spätestens zum September 2018 festzulegen.

Im November traf sich die technische Arbeitsgruppe der Formel E im erweiterten Kreis mit Vertretern der in der Formel E involvierten Hersteller und der FIA in Genf, um über die Technik der Fahrzeuge der dritten Generation zu diskutieren. Themen waren unter anderem eine Energierückgewinnung an der Vorderachse sowie ein Allradantrieb.

Ein anonymer Teilnehmer des Treffens sagt gegenüber 'e-racing365': "Der Sprung, den wir im Jahr 2021 machen, wird signifikant sein, weil wir in der Formel E mit den Fortschritten im Straßenverkehr mithalten müssen. Es muss einen guten Technologietransfer geben, damit die Formel E auch als Marketing-Plattform ihren Reiz behält."

Vorerst keine Beschlüsse

Obwohl bei der Zusammenkunft keine Beschlüsse getroffen wurden und auch für die kommenden neun Monate keine erwartet werden, erklärten Teilnehmer des Treffens, sie würden beim nächsten Gipfel, der voraussichtlich im Februar stattfinden wird, weitere Ideen eruieren.

Beim Treffen waren jedoch nicht alle Hersteller anwesend, die in der Formel E antreten oder ihren Einstieg angekündigt haben. So nahmen etwa BMW und Mercedes-Benz nicht an den Gesprächen teil.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass glaubt, dass für die zukünftigen Regeln ein Kompromiss gefunden werden muss. Neben der Einführung von Spitzentechnologie muss man auch ein Auge auf die Entwicklungsbudgets haben.

"Natürlich sollte es Freiheiten in der Entwicklung geben, aber wir müssen immer die Ausgaben in Grenzen halten", sagt Gass. "Wir wissen, dass die Kosten steigen können, wenn mehrere Hersteller in eine Serie einsteigen. Ich würde sagen, dass die aktuell teilnehmenden Teams und Hersteller ein gutes Verständnis für die Kostenkontrolle haben. Aber es ist schwierig, im Moment die Meinungen derjenigen einzuschätzen, die erst noch in die Meisterschaft einsteigen werden."

Gass erklärt, dass Audi seine vorhandenen Ressourcen schon gerne nutzen würde, um ein zu 100 Prozent maßgeschneidertes Formel-E-Paket zu entwickeln. Er versteht aber auch die Gründe dafür, dass das Reglement nur Teilbereiche für die Entwicklung freigibt.

"Wir sind darauf eingestellt, als Hersteller ein komplettes Auto zu entwickeln, mit Aerodynamik und Monocoque", so Gass. "Wir würden gerne unsere Kapazitäten nutzen, was derzeit nicht möglich ist. Auf der einen Seite ist das schade, auf der anderen Seite haben wir viele Einheitsteile, die aus heutiger Sicht für die Kontrolle der Kosten sinnvoll sind."

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