Formel E

Formel-E-Autos der 1. Generation zum Schnäppchenpreis unter dem Hammer

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Mit dem spektakulären Formel-E-Saisonfinale in New York City beschloss die Elektroserie im vergangenen Juli ihre vierte Saison. Vor dem Start in das fünfte Formel-E-Jahr (Saisonstart: 15. Dezember) können sich Fans der Serie auf ein neues Chassis, neue Batterien und neue Teams in der Startaufstellung freuen. Dem Abschied von der ersten Formel-E-Generation haben wir bereits im Sommer einen eigenen Artikel gewidmet. Dabei ist das erste Kapitel noch nicht vollständig abgeschlossen.

Schließlich ist die Serie weiterhin Eigentümer der Chassis, die nun nicht mehr zum Renneinsatz kommen. Die Teams hatten ihre Autos stets nur geleast. Lange wurde überlegt, was man mit den alten, aber durchaus noch funktionsfähigen Autos anstellen könnte. Auch eine Feeder-Serie in China war einst im Gespräch. Statt die Fahrzeuge in Einzelteile zu zerlegen oder wiederzuverwenden, stellt die Formel E ihre Autos nun allerdings interessierten Sammeln zum regelrechten Schnäppchenpreis zur Verfügung. Einstiegspreis pro Rennwagen: 170.000 bis 250.000 Euro.

"Die Autos sind immer noch bereit zum Einsatz", sagt Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag der Nachrichtenseite 'Bloomberg'. "Sie haben uns in vier Saisons spannenden, intensiven und unvorhersehbaren Motorsport geliefert. Ich weiß, dass es Interesse von privaten Sammlern gibt. Theoretisch könnten sie aber auch wieder als Rennwagen zum Einsatz kommen."

Jedes Modell besteht aus einem identischen Chassis und je einer identischen Batterie. Der Wert wird also ausschließlich durch Siege, Erinnerungen und Sammlerwert in die Höhe getrieben. Besonders beliebt dürften entsprechend das Chassis von Lucas di Grassis Peking-Sieg 2014 - dem ersten Formel-E-Sieg der Geschichte - oder Jean-Eric Vergnes Meisterfahrzeug von 2018 sein, das die erste Generation der Elektroserie beschloss. Die Formel E vermarktet ihre Chassis übrigens nicht selbst. Stattdessen setzt die Serie auf Mundpropaganda.

Neben privaten Investoren seien auch einige Teams daran interessiert, ihre Rennfahrzeuge zu behalten. Wie viel die Formel-E-Autos am Ende Kosten werden, steht im Moment noch in den Sternen. Im April 2016 ersteigerte Venturi-Besitzer Gildo Pastor zuletzt das Formel-E-Auto im Eisberg-Look von Lucas di Grassis Grönland-Fahrt für einen sechsstelligen Betrag.

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