Formel E

Formel E bestätigt: Saudische Hauptstadt Riad bildet Auftakt zur 5. Saison

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Nachdem es bereits seit Wochen Gerüchte um den ersten E-Prix auf der arabischen Halbinsel gab, kam am Donnerstag die offizielle Bestätigung: Die fünfte Saison der Formel E wird im Dezember 2018 in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eröffnet. Dies gab die Formel E am Donnerstag in Berlin bekannt. Der Vertrag für die Durchführung des Rennens läuft über zehn (!) Jahre, also bis zur Saison 2028/29.

Riad wird damit der erste Ort sein, an dem die deutlich stärkere, zweite Fahrzeuggeneration der Formel-E-Boliden mit einer Leistung von bis zu 250 kW zum Einsatz kommt. Außerdem wird dank der neuen, von McLaren Applied Technologies entwickelten Batterie kein Fahrzeugwechsel zur Rennmitte mehr notwendig sein. Da darüber hinaus HWA ein neues Team in die Elektroserie einsteigen wird, veranstaltet Riad den ersten E-Prix, bei dem 22 statt 20 Fahrer antreten werden - der Start in die zweite Formel-E-Generation.

Die Bekanntgabe erfolgte durch Khaled Bin Sultan Bin Abdullah Al Faisal, Präsident des Saudi-Arabischen Motorsporverbandes, Abdulaziz bin Turki Al Faisal Al Saud, stellvertretender Sportminister des Landes, und Formel-E-CEO Alejandro Agag.

"Den Saisonauftakt in Riad abzuhalten, ist der perfekte Rahmen für die nächste Phase der Formel E", sagt Agag. "Als ein aufregendes und lebendiges Land, das sich immer mehr auf seine Zukunft fokussiert, ist Saudi-Arabien der ideale Ort für das Wettbewerbsdebüt der neuen Generation der Formel-E-Fahrzeuge."

"Wir glauben, dass Saudi-Arabien - mit der neuen Vision von Prinz Abdulaziz, Prinz Khaled und des gesamten Landes - der passende Ort ist, um das neueste Kapitel der elektrischen Straßenrennserie aufzuschlagen", so der Spanier weiter. "Viele andere Sportarten erhöhen bereits ihre Präsenz in Saudi-Arabien, und wir sind stolz, dass die Formel E den Vorzug vor anderen Motorsportserien erhalten hat. Viele Länder schauen jetzt auf die Formel E, besonders Saudi-Arabien, das sich auf die Entwicklung neuer Technologien, erneuerbarer Energie sowie auf Elektroautos konzentriert."

Bereits bei den ersten Gerüchten um ein Formel-E-Rennen in Riad wurden kritische Stimmen laut. Neben dem Umgang mit Frauen und Menschenrechtsverletzungen gab es auch in letzter Zeit immer wieder Berichte von Raketenangriffen auf die saudi-arabische Hauptstadt, die von Houthi-Rebellen im benachbarten Jemen ausgingen. Wirtschaftlich dürfte Riad der Formel E viel Geld in die Kassen spülen und Planungssicherheit bescheren.

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