Formel E

Formel E: BMW setzt beim iFE.20 erstmals auf Teile aus nachwachsenden Gewebefasern

Timo Pape

Timo Pape

BMW setzt bei seinem aktuellen Formel-E-Rennwagen erstmals auf Bauteile aus nachwachsenden Gewebefasern, die im Straßenrennsport durchaus Vorteile gegenüber herkömmlichen Materialien wie Carbon haben können. Damit sei der BMW iFE.20 ein Vorreiter für die Serienentwicklung.

BMW i Andretti Motorsport und der BMW iFE.20 sind mit dem Sieg von Alex Sims im zweiten Saisonlauf in Diriyya (November) erfolgreich in die sechste Saison der Formel E gestartet. Der Brite wird als Führender der Fahrerwertung ins neue Jahr und ins nächste Rennen in Santiago gehen.

Aber auch abseits der Rennstrecke sei der BMW iFE.20 bereits ein Gewinn für BMW i Motorsport, meldet das Team. Sein Kühlschacht aus Flachs unterstreiche seinen hohen Stellenwert als "Tech Lab" für die BMW Group, denn er ist das erste werksseitig eingesetzte BMW-Rennfahrzeug mit Bauteilen aus nachwachsenden Gewebefasern - und damit ein Vorreiter für die Serienentwicklung.

"Der Kühlschacht aus Flachs, den wir im BMW iFE.20 einsetzen, ist ein weiterer Beleg für die enorm wichtige Rolle von BMW i Motorsport als Tech Lab für die BMW Group", sagt Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Wir nutzen die Formel E konsequent als Innovationsplattform für die Serienentwicklung - in diesem Fall für die Erprobung von Flachs unter extremen Wettbewerbsbedingungen."

Besonders bemerkenswert sei dabei, dass das nachwachsende Material in bestimmten Bereichen sogar Vorteile gegenüber anderen im Rennsport etablierten Materialien wie Carbon biete, so Marquardt. "Unser Anspruch ist, je nach Bauteil immer das jeweils am besten geeignete Material zum Einsatz zu bringen."

Flachs verfügt im Vergleich zu Carbon über eine höhere Dämpfung und Schlagzähigkeit, was auf den Straßenkursen mit ihren Bodenwellen und Leitplanken, auf denen die Formel E fährt, Vorteile bringen kann. Gleiches gilt auch für den Kontakt mit anderen Fahrzeugen während der Rennen, von denen es in der Formel E ja durchaus einige gibt.

Der BMW iFE.20 ist das erste werksseitig eingesetzte BMW-Rennfahrzeug, in dem das Material verwendet wird. Die Ausweitung dieses Konzepts auf weitere BMW-Motorsport-Rennfahrzeuge befinde sich jedoch aktuell bereits in der Entwicklungsphase, heißt es.

Fotos: BMW

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