Formel E

Formel E: BMW vergrößert Andretti-Unterstützung früher als erwartet

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Auch wenn BMW erst ab Saison fünf werksseitig in die Formel E einsteigt, laufen die Vorbereitungen in den heimischen Werken schon seit einigen Monaten auf Hochtouren. Wenn Ende 2018 erstmals ein in BMW-Farben lackiertes Formel-E-Fahrzeug auf die Strecke gehen soll, möchte der bayrische Hersteller Audi und Co. vom ersten Rennen an auf Augenhöhe begegnen. Nicht zuletzt aus diesem Grund vergrößert BMW schon zum Saisonauftakt in Hongkong das Engagement beim Formel-E-Team Andretti - ein halbes Jahr früher als erwartet.

Nach Informationen von 'Motorsport.com' werden, ähnlich wie zuletzt bei Porsche und Dragon Racing, künftig zusätzliche BMW-Ingenieure und Mechaniker im Andretti-Kader an die Rennstrecke reisen. BMW erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse, die anschließend in den ersten eigenen Antriebsstrang der Münchener fließen sollen.

"Wir müssen realistisch bleiben: Der Sommer war für uns nicht einfach. Wir hatten jede Menge technische Probleme", verrät Andretti-Fahrer Antonio Felix da Costa. Während andere Teams im Februar das erste Mal mit dem neuen Antrieb für Saison vier auf die Strecke gingen, sammelte das US-Team erst im August erste Erfahrungen mit dem neuen Auto.

"BMW hat uns glücklicherweise aus unserer Misere geholfen. Zwar weiß ich nicht, wieso sich BMW so früh für uns eingesetzt hat, aber ich bin froh, dass sie es getan haben", so Felix da Costa. "Wir waren im Vergleich zu Renault und Audi im Nirgendwo."

In der Sommerpause habe Andretti insbesondere an der Software, der Fahrbarkeit, den Bremsen und der operativen Struktur des Teams gearbeitet. Doch trotzdem: "Während der Testtage sagte einer der neuen Ingenieure, dass die Bremsbalance ein Desaster sei - dabei haben wir schon einen riesigen Sprung im Vergleich zum Vorjahr gemacht."

"Manchmal fühlte es sich so an, als wollte das verdammte Auto mich in die Wand steuern", erklärt der 26-Jährige. Die verbesserte Fahrbarkeit auf Straßenkursen helfe ihm als Fahrer enorm, auch wenn der Abstand auf die Topteams bei den Tests in Valencia nicht maßgeblich verkleinert werden konnte. Felix da Costa ist trotzdem optimistisch: "Ich glaube, dass wir noch Boden gutmachen können. Nur braucht so viel Arbeit an der Software, den Bremsen und der Effizienz einfach seine Zeit."

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