Formel E

Formel E: Boxenstopps mit Schnellladung für 2022 im Gespräch

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die fünfte Saison der Formel E steht in ihren Startlöchern, aber noch wurde kein einziger E-Prix mit den Gen2-Cars ausgetragen. Hinter den Kulissen laufen jedoch bereits die ersten Gespräche über die Einführung des künftigen Gen3-Chassis, die ab der achten (bislang angenommen) oder der neunten Formel-E-Saison 2022/23 zum Einsatz kommen sollen. Das haben unsere Kollegen von 'e-racing365' erfahren.

Nachdem die nutzbare Energiemenge der Akkus für diese Saison von 28 auf 52 kWh nahezu verdoppelt wurde, sehen die derzeit diskutierten Pläne für die Zukunft wieder eine Verkleinerung der Kapazität vor. Hintergrund dieser auf den ersten Blick widersprüchlichen Vorgehensweise ist zum einen, dass die Batterie deutlich kleiner und leichter werden soll. Zum anderen sollen die technischen Fortschritte im Bereich der Schnellladung genutzt werden, um die Fahrzeuge bei einem Boxenstopp aufzuladen.

Die endgültige Entscheidung über das Konzept der dritten Fahrzeuggeneration steht jedoch noch aus und soll auf dem nächsten Treffen der Technischen Arbeitsgruppe der Formel E besprochen werden, das am 20. Dezember im FIA-Hauptquartier in Genf (Schweiz) stattfindet.

Professor Dr. Burkhard Göschel, Vorsitzender der FIA-Kommission für alternative Antriebe im Motorsport, sagt: "Wenn das Laden eingeführt wird, müssen viele Dinge, besonders in Bezug auf die Batterietechnologie, hinterfragt werden. Wir können eine kleinere Batterie verwenden und das Auto leichter machen, aber zum richtig schnellen Aufladen benötigt man andere Elektroden."

Aktuell werden Siliziumkarbid-Elektroden in den Batterien verwendet. Wenn jedoch für kurze Energiezyklen eine Schnellladung verwendet werden soll, wäre ein Umstieg auf eine fortgeschrittene Batterietechnologie notwendig. "Dies bedeutet, dass die Elektroden dünner werden und der Energiefluss besser ist als bei einer klassischen Elektrode", so Göschel weiter. "Wir haben es bislang noch nicht besprochen, aber aus meiner Sicht ist diese Richtung sowohl von der technischen als auch von der sportlichen Seite sowie vom Wert für die Hersteller sinnvoll."

"Eine Rückkehr zu den Boxenstopps ergibt Sinn, sodass es strategische Optionen in den 50 Minuten, die das Rennen dauert, gäbe. Es ist eine neue Technologie, und wir sind mit der Formel E in einer sehr guten Position, weil alles, was passiert, eine direkte Verbindung zu nachhaltiger Produktion hat."

Wir werden dich über die Ergebnisse der Technischen Arbeitsgruppe auf dem Laufenden halten.

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