Formel E

Formel E: Buemi beendet Renault-Festspiele mit Rundenrekord

Timo Pape

Timo Pape

Sebastien Buemi hat die vorsaisonalen Testfahrten der Formel E in Donington mit einer Rekordrunde zu einem bemerkenswerten Abschluss gebracht. Nach insgesamt sechs Testtagen fuhr kein Fahrer außer dem amtierenden Champion schneller um die Strecke als in 1:28.901 Minuten. Damit war die Formel E 2016 mehr als eine Sekunde besser als im Vorjahr (1:29.920, Lucas di Grassi). Noch beeindruckender ist jedoch die Performance des Renault-Antriebsstranges. Denn nicht nur Rang eins, sondern auch die Plätze zwei und drei gingen an Renault-bestromte Autos: Jean-Eric Vergne vom neuen Kundenteam Techeetah wurde mit knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand Zweiter, Nico Prost im anderen e.dams wurde Dritter.

Nach den Testfahrten von Donington lässt sich bereits grob einschätzen, mit welchen Teams in der neuen Saison zu rechnen sein wird. Was die reine Performance angeht, scheinen neben e.dams auch im dritten Jahr wieder ABT, Virgin und Dragon um Podiumsplätze kämpfen können. Hinzu kommen das indische Team Mahindra, das einen großen Schritt nach vorn gemacht hat, sowie Neuling Techeetah - dank Renault-Antrieb. Schwierigkeiten offenbarten immer wieder Venturi und Andretti.

So sorgte auch am letzten Testtag schon nach wenigen Minuten zum wiederholten Mal Robin Frijns im Andretti für die erste rote Flagge des Tages. Es sollte nicht die letzte bleiben. Wie schon am Montag und Dienstag wurden die Testfahrten extrem häufig unterbrochen - zumeist weil die Fahrer beim Schneiden der Schikane Schotter auf die Strecke getragen hatten.

Besonders kurios: Erstmals erhielten Fahrer Strafen, weil sie den Poller in Kurve 10 umgefahren hatten - Kondolenzgrüße an Bob the Bollard. Damit die Streckenposten den Poller wieder aufstellen konnten, wurden jedes Mal erneut rote Flaggen geschwenkt. So durften Jean-Eric Vergne, Qinghua Ma und Jose-Maria Lopez zur Strafe jeweils 30 Minuten lang nicht auf die Strecke.

Ob es tatsächlich die letzten Testfahrten der Formel E in Donington gewesen sind, wird sich zeigen. Jedenfalls bot die englische Rennstrecke abermals eine malerische Kulisse zum Testen. Während der ersten Woche war das Gelände für Fans geöffnet worden, die auf Tuchfühlung mit der Formel E gehen durften. Davon abgesehen konnten die Teams viele wichtige Daten sammeln. Einen Totalausfall wie noch 2015 (Trulli, Andretti) gab es in diesem Jahr nicht. In Hongkong am 9. Oktober wird sich zeigen, ob die Renault-Übermacht auf kürzeren Stadtkursen ebenso spürbar sein wird wie im guten alten Donington Park.

Das Ergebnis der Nachmittagssession

Das Ergebnis der Vormittagssession

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