Formel E

Formel-E-CEO Jeff Dodds deutet Gespräche mit Ferrari an: "Würde die Meisterschaft aufwerten"

Timo Pape

Timo Pape

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Spricht die Formel E mit Ferrari über einen Serieneinstieg? "Vielleicht", verriet CEO Jeff Dodds kürzliche bei den Kolleg:innen von Autosport. Der Brite sähe großes Potenzial in einem Engagement der Italiener, die sich selbst allerdings noch bedeckt halten. Strategisch könnte ein Formel-E-Einstieg für Ferrari inzwischen Sinn ergeben.

Denn die Sportwagenschmiede eröffnet im kommenden Monat ihre erste eigene Fabrik zur Produktion von Elektroautos und Batterien. Ende 2025 soll der erste reine Elektro-Ferrari auf den Markt kommen. Kaum ein anderer Automobilhersteller steht so sehr für Motorsport wie das "springende Pferd". Warum also nicht die Ende 2026 beginnende Gen4-Ära nutzen, um die Zukunft von Ferrari zu promoten?

Offenbar gibt es bereits Gespräche zwischen Ferrari und der Formel E. "Vielleicht", meint Serienchef Dodds, ohne den Kontakt direkt zu bestätigen. "Sie haben ein Elektrifizierungswerk in Italien angekündigt und über eine zukünftige elektrische Linie gesprochen. Mir wäre es natürlich lieber, sie sind dabei, als wären sie es nicht."

Für die Formel E wäre Ferrari wie ein Lottogewinn, was die Außenwirkung angeht. Doch nicht nur das. "Ich denke, dass Ferrari nicht nur mehr Glaubwürdigkeit im Motorsport mitbringt, sondern auch ihre treue Fangemeinde, die unglaublichen Tifosi. Sie würden einen großartigen Job machen, wenn es darum geht, traditionelle Motorsportfans anzulocken, die sich unseren Motorsport ansehen wollen."

Ferrari-CEO Vigna: "Glauben an die Notwendigkeit neuer Technologien"

Die Formel E habe mit Porsche und Maserati bereits Sportwagenhersteller mit großer Motorsporthistorie an Bord. Doch Dodds ist sich sicher: "Das würde die Meisterschaft aufwerten." Ob Ferrari ein echter Game-Changer wäre oder zu exponentiellem Wachstum beitragen würde, bleibe abzuwarten. "Aber sie sind auf jeden Fall noch mal in einer eigenen Liga."

Ferrari-CEO Benedetto Vigna meldete sich erst kürzlich zum Thema Elektrifizierung zu Wort, als es um die Eröffnung des neuen "E-Building" ging: "Das zeigt, dass wir an die Zukunft glauben, an die Notwendigkeit neuer Technologien. Wir müssen darauf vorbereitet sein." Auch auf der Rennstrecke?

Von Autosport auf das Thema Formel E angesprochen, antwortet ein Pressesprecher: "Unser Fokus liegt heute auf der F1 und der Langstrecke." Außerdem trage Ferrari den Rennsport in neue Bereiche, nämlich aufs Wasser. Erst kürzlich hatten die Italiener bekannt gegeben, sich erstmals im Segelsport zu engagieren. Ob in den nächsten Jahren auch der elektrische Rennsport hinzukommt, bleibt abzuwarten.

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