Formel E

Formel-E-CEO Reigle lobt Kalender: "Wir gehören auf die größten Motorsportbühnen der Welt"

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Die Formel E startet in wenigen Tagen in ihre achte Saison - die zweite als offizielle FIA-Weltmeisterschaft. Der CEO der Rennserie, Jamie Reigle, hat bei "Straight Torque" von Mahindra Racing über den Rennkalender gesprochen und dort auch sein Lieblingsrennen vor der kommenden Saison genannt.

"In den letzten 18 Monaten war es schwierig", berichtet Reigle über die von der Pandemie massiv beeinflussten Rennkalender der beiden abgelaufenen Saisons. "Wir mussten einige unserer Prinzipien über Bord werfen und auf (permanenten) Rennstrecken fahren sowie mehrere Rennen am selben Ort austragen."

Eine Alternative habe die Rennserie nicht gehabt, führt er weiter aus: "Das geschah alles im Bemühen, eine Meisterschaft auszutragen und auch weiterhin 'das Produkt' zu liefern. Wenn ich nach vorne schaue, scheint die nächste Saison die erste zu sein, in der wir uns mit breiter Brust präsentieren und sagen können, dass dies die Formel-E-Weltmeisterschaft ist."

"Ich glaube, wir haben einen superspannenden Kalender für die nächste Saison", wirft der Kanadier den Blick auf die Saison 2022. "Wir werden wieder nach Monaco reisen und haben uns entschlossen, jedes Jahr dort zu fahren. Ich denke, das zeigt, dass wir auf die größten Motorsportbühnen der Welt gehören."

Das Rennen im Jahr 2021 sei dabei einer der absoluten Höhepunkte gewesen: "Wir haben dort im Mai spektakulären Rennsport erlebt. Vorher haben alle Leute über Rundenzeiten geredet, im Anschluss nur noch über Überholmanöver und begeisterndes Racing", so Reigle. Eine Einschätzung, die auch die Leser:innen von e-Formel.de teilen, die bei unseren Fan-Awards nach der Saison den Lauf im Fürstentum zum besten Rennen sowie den Kurs zur besten Strecke (und besten neuen Strecke) kürten.

Die Mischung macht's

Für Reigle ist im Rennkalender eine Mischung aus neuen Orten und Städten mit Formel-E-Geschichte sehr wichtig: "Wir haben einige klassische Formel-E-Orte, an denen wir wieder Fans begrüßen werden, zum Beispiel Berlin, Rom und London. Ich denke, wir haben dort im vergangenen Jahr mit der Indoor-Outdoor-Strecke etwas sehr Cooles gemacht. Und dann gibt es neue Orte: Wir haben Vancouver, Seoul und Jakarta."

"Das sind sehr unterschiedliche Städte und auch unterschiedliche Märkte. Vancouver ist so etwas wie meine Wahlheimat, ich werde dort meine Eltern beherbergen können. Das wird spannend, sie freuen sich schon sehr darauf", bringt er lachend auch einen sehr persönlichen Punkt zur Sprache.

"Wir fahren in False Creek, wo bis 2003 die IndyCars gefahren sind. Wir fahren also an einem Ort mit Motorsportgeschichte, wo jedoch kein Motorsport mehr stattfinden konnte, weil die Kanadier sehr umweltbewusst und empfindlich gegenüber Lärm sind. Aber wir können dort fahren, weil wir die Formel E und elektrisch sind", betont er den Vorteil seiner Serie gegenüber anderen Rennserien.

"Jakarta hat 20, 25 Millionen Menschen, da gibt es sehr viele Autos und Motorräder auf den Straßen. Und keines davon ist elektrisch, also können wir dort unsere Geschichte über Elektromobilität gut erzählen", betrachtet er das Debüt der Rennserie in Indonesien vollkommen anders als das Rennen in Kanada.

"Seoul ist wie eine Reise in die Zukunft"

"Und dann haben wir noch Seoul - jeder, der einmal in Seoul war, weiß, dass das wie eine Reise in die Zukunft ist", freut sich Reigle auf das Debüt der Rennserie in Südkorea. "Seoul ist eine Stadt der Zukunft, und ich denke, dass wir auch dort eine gute Show abliefern können."

Bei der Frage nach seinem Lieblingsrennen ist er jedoch naturgemäß nicht ganz unvoreingenommen: "Wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich Vancouver sagen, weil ich als Kanadier ein Stück davon in meinem Herzen trage."

Die achte Formel-E-Saison beginnt am 28. und 29. Januar mit einem "Double-Header" in Diriyya (Saudi-Arabien). Die Saison umfasst erstmals in der Geschichte der Rennserie 16 Läufe. Auch die deutsche Hauptstadt Berlin steht wieder im Rennkalender - als einzige Stadt, in der in jeder Saison mindestens ein Rennen ausgetragen wurde.

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