Formel E

Formel E: Diese neuen Austragungsorte haben gute Chancen auf einen Platz im Rennkalender 2024

Timo Pape

Timo Pape

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Die Formel E könnte in der kommenden WM-Saison 2024 abermals mehrere neue Städte in ihren Rennkalender aufnehmen. Wie die Kollegen von 'The Race' berichten, sind unter anderem Los Angeles, Toronto und - bekanntermaßen - Tokio aussichtsreiche Kandidaten. Auch ein Rennen in Australien steht weiterhin weit oben auf der Wunschliste der Formel E. Ein ausgedientes Gen2-Auto hat es immerhin bereits nach Adelaide geschafft...

Ein erster Tokio E-Prix könnte Mitte April 2024 in den Kalender einziehen. Noch in dieser Woche soll bei einem Vorstandsmeeting im Londoner Hauptquartier der Formel E darüber entschieden werden. Neu ist die japanische Metropole im Dunstkreis der Elektroserie nicht: Schon Anfang Oktober 2022 unterzeichneten die Formel E und die Stadtregierung von Tokio eine Vereinbarung, im Jahr 2024 ein Rennen in der Stadt auszutragen.

Ebenso führe Championship Officer Alberto Longo derzeit Gespräche über potenzielle E-Prix im kanadischen Toronto - nachdem das Rennen in Vancouver vergangenes Jahr nicht realisiert werden konnte - und in Los Angeles, heißt es. Frühe Formel-E-Fans werden sich erinnern, dass die "Stadt der Engel" bereits vor Saison 1 als Austragungsort genannt wurde. Letztlich gastierte die Formel E damals jedoch für zwei Jahre in Long Beach in unmittelbarer Nähe zu L.A.

Vor dem Saisonstart in Mexiko-Stadt soll bereits eine Delegation der Formel E nach Los Angeles gereist sein. Mögliche Bereiche für eine Rennstrecke sind jedoch bislang nicht bekannt. Nach dem Verlust des US-E-Prix in New York City gastiert die Elektroserie in dieser Saison auf einer Variante des IndyCar-Kurses in Portland. Voraussichtlich bleibt dieser Ausweichplan jedoch eine Eintagsfliege wie einst Puebla in Mexiko.

Griffiths: "Dort ist die Community der E-Mobilität wirklich zu Hause"

"In der Frühphase der Formel E sind wir in Miami und Long Beach gefahren, aber es hat immer auch Gespräche über ein Event in San Francisco gegeben", erinnert sich Andretti-Teamchef Roger Griffiths, der mit seinem US-Team stark auf eine Expansion im eigenen Heimatmarkt hofft. "Ein Rennen in Downtown, L.A., wäre supercool." Zudem bringt er Chicago ins Spiel. Der schon bestehende Kurs im Gebiet Grant Park sei "wie gemacht für die Formel E".

Der US-Amerikaner wünscht sich vor allem ein Rennen an der Westküste der Vereinigten Staaten: "Dort ist die Community der E-Mobilität wirklich zu Hause. Man denke nur an die Marken, die in Kalifornien sitzen - sei es Atieva im Norden bei San Jose oder Tesla in und um Los Angeles. Es gibt dort noch mehr einschlägige Marken", so Griffiths. "Ich glaube, es gibt eine Menge Optionen für sie (die Formel E). Mehr als ein Rennen in Nordamerika wäre gut - zwischen der Ost- und Westküste liegen immerhin 3.500 Meilen."

Formel E in Australien? "Nur eine Frage der Zeit"

Auch Australien schwirrt seit Jahren immer wieder durch die Schlagzeilen der Formel-E-Berichterstattung. Einen weiteren Minischritt Richtung "Down Under" hat die Serie in dieser Woche gemacht: Ein Gen2-Demofahrzeug kam am 11. März in Australien an und wird seit Mittwoch in der Empfangshalle der Rennstrecke The Bend Motorsport Park nahe Adelaide ausgestellt.

"Wir freuen uns unglaublich, das Gen2-Formel-E-Auto hier in The Bend für seinen ersten Auftritt in Australien zu empfangen", sagt Streckenbesitzer Sam Shahin gegenüber 'speedcafe.com'. "Unser Welcome-Centre hat schon einige erstaunliche Fahrzeuge beherbergt, aber das Formel-E-Auto ist etwas wirklich Einzigartiges."

Shahin würde die Elektromeisterschaft gern für ein Rennen in den Bundesstaat South Australia holen: "Die Formel E hat sich das Recht verdient, an der Spitze des globalen Motorsports zu stehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir diese großartige Kategorie in Australien in Action sehen", ist er sich sicher.

Reigle: "… dann sollte Australien auf der Liste stehen"

Mit diesem Wunsch ist er nicht allein. Auch Formel-E-CEO Jamie Reigle sagte erst kürzlich bei ' The Australian Financial Review': "Wenn wir den Ehrgeiz haben, eine globale Weltmeisterschaft zu sein, dann sollte Australien auf der Liste stehen. Wir würden gerne nach Australien kommen und haben über die Jahre hinweg Gespräche geführt - mit unterschiedlichen Fortschritten."

Auch der Name Adelaide tauchte immer wieder in Medienberichten auf. Laut Reigle brauche es für einen E-Prix allerdings den Zuspruch der Bevölkerung, den politischen Willen und die Unterstützung der Regierung. "Und damit meine ich nicht unbedingt finanzielle Mittel, sondern einfach ein ausdrückliches Willkommen", so der Kanadier.

Ein erster Entwurf für den Rennkalender der Formel-E-Saison 2023/24 wird voraussichtlich im Rahmen des WMSC-Treffens im Juni verabschiedet und anschließend bekannt gegeben. Es ist wahrscheinlich, dass die Formel E im kommenden Jahr weitere neue Austragungsorte begrüßen kann.

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