Formel E

DS Techeetah schraubt Erwartungen herunter: "Neuer Anfang"

Timo Pape

Timo Pape

Der chinesische Rennstall DS Techeetah schraubt die Erwartungen für den Mexico City E-Prix nach unten. Das hat zwei Gründe: Zum einen blieben die beiden Techeetah-Piloten Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer zuletzt in Santiago das erste Mal seit dem Paris E-Prix 2017 punktlos. Zum anderen hatten sie beim letzten E-Prix in der mexikanischen Hauptstadt 2018, damals noch mit Renault-Antrieb, Probleme in der Höhe von 2.500 Metern über dem Meeresspiegel. Der spätere Champion Vergne kam auf Platz 5, Teamkollege Lotterer musste mit Platz 13 vorliebnehmen.

"Die Strecke in Mexiko hat uns in der letzten Saison Schwierigkeiten bereitet, die wir in diesem Jahr vermeiden möchten", sagt Mark Preston, Teamchef von DS Techeetah. "Somit haben wir unsere Vorgehensweise noch einmal überarbeitet. Wir möchten mit unseren Erwartungen für dieses Rennen vorsichtig sein. Klar ist aber, dass wir Punkte gewinnen und uns wieder an die Spitze der Rangliste hocharbeiten wollen", ergänzt Preston, der diesmal das Wort "Sieg" nicht in den Mund nimmt.

Meister Vergne weiß nur zu gut, dass die 2,093 Kilometer lange Strecke im Autodromo Hermanos Rodriguez – eine kürzere Variante des Formel-1-Kurses - dem DS-Boliden nicht entgegenkommt: "Die Strecke in Mexiko-Stadt liegt uns nicht wirklich, das hat uns in der Vergangenheit aber auch nicht aufgehalten", so der Franzose. "Ziel ist der Gewinn möglichst vieler Punkte, um weiter um die Meisterschaft mitzufahren."

In der Meisterschaft liegt der amtierende Champion mit 28 Punkten auf Platz 4, der Rückstand auf den Führenden Sam Bird beträgt bereits 15 Punkte. Entsprechend kämpferisch gibt sich 28-Jährige. "Mexiko ist ein neuer Anfang für mich. Mein vorzeitiges Ausscheiden in Santiago beendete meine Serie mit Punktgewinnen in 20 aufeinanderfolgenden Rennen. Jetzt fängt alles wieder bei null an. Ich bin dementsprechend äußerst motiviert", sagt Vergne.

Teamkollege Lotterer klingt da schon optimistischer als Vergne und sein Teamchef Preston: "Ich freue mich auf Mexiko und die neue Möglichkeit, gute Ergebnisse zu erzielen. Das Team verdient das nach den bisher verpassten Chancen", so der Deutsche. "Wir haben weiter stark an der Verbesserung unseres Rennwagens gearbeitet, was sich hoffentlich auszahlen wird. Der E-Prix in Mexiko ist immer toll, weil die Fans so begeistert sind und uns sowohl in der Startaufstellung als auch während des Rennens anfeuern."

Lotterer ist sein erster Sieg in der Formel E durchaus zuzutrauen, zumal der Deutsche in der Meisterschaft - aktuell auf Platz 8 - weiter nach vorn marschieren möchte. Das Potenzial des DS E-Tense FE19 ist für Podestplätze auf alle Fälle vorhanden. Rennstart ist am Samstag um 23 Uhr deutscher Zeit.

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