Formel E

Formel-E-Fahrer erklären: Darauf kommt es auf "fantastischer" neuer Rennstrecke in Indien an

Timo Pape

Timo Pape

Formula-E-Track-India-Hyderabad

Die Formel E startet ab Freitag erstmals in Indien. Für den Hyderabad E-Prix (und andere indische Rennserien) hat die Metropole einen neuen Straßenkurs errichtet, der jede Menge Action verspricht. Verschiedene Piloten loben das Streckenlayout, doch auch die äußeren Bedingungen könnten zu einem spannenden Rennen beitragen…

"Der Kurs sieht klasse aus und fühlt sich großartig an", meint Maserati-Fahrer Max Günther, der in Indien seine ersten WM-Punkte des Jahres sichern will. Teamkollege Edo Mortara stimmt ein: "Nach einiger Zeit im Simulator können wir sagen: Die Strecke ist sehr interessant zu fahren. Die harten Bremszonen vor den Kurven 1 und 3 sollten einige Überholmanöver ermöglichen. Da der Kurs völlig neu ist, wird es sehr wichtig sein, so viel Streckenzeit wie möglich im Training zu bekommen."

Der 2,835 Kilometer lange Stadtkurs in Hyderabad schlängelt sich entlang des Hussain-Sagar-Sees und durch den Stadtpark "NTR Gardens". Insgesamt 18 Kurven verteilen sich auf dem anspruchsvollen Kurs.

Nach dem Start und den ersten beiden ersten Kurven folgt bereits eine lange Hochgeschwindigkeitsgerade, die den 22 Piloten gute Überholmöglichkeiten bietet. Hier kann sich auch der Reifen etwas abkühlen. Die Gerade nach Kurve 14 liefert den Fahrern ebenfalls eine Chance, ihre Position zu verbessern.

Van der Linde: "Wird bestimmt ein spektakuläres Rennen"

"Das ist eine sehr coole Strecke", findet ABT-Cupra-Pilot Nico Müller. "Besonders bei der Schikane auf der langen Geraden wissen wir alle nicht so richtig, was uns erwartet. Die folgende enge Haarnadel wird dann noch einmal sehr spannend."

Nach den Vorbereitungen im Simulator hätten die Piloten zwar einen ersten Eindruck, dennoch gebe es noch viele Unbekannte. "Die Strecke macht im Simulator sehr viel Spaß. Es geht darum, einen guten Rhythmus zu finden. Wie der Asphalt beschaffen ist, und wie viele Bodenwellen es gibt, sehen wir dann erst vor Ort", erklärt Müller.

Auch sein Teamkollege Kelvin van der Linde meint: "Nach den ersten Erfahrungen im Simulator kann ich sagen, dass die Strecke großartig ist, aber auch eine große Herausforderung sein wird. Ich habe mir auch Onboard-Aufnahmen von anderen Serien angeschaut, die dort gefahren sind. Es gibt einige Überholmöglichkeiten und damit bestimmt ein spektakuläres Rennen."

Video: Reale Onboard-Runde aus der Indian Racing Leage

 

Jaguar-Technikchef Phil Charles berichtet von der Vorbereitung seines Teams im Simulator. Die Strecke sehe "fantastisch" aus. "Sie hat einen anständigen Asphalt und nur wenige Bodenwellen zwischen der Start-/Ziellinie und Kurve 1. Es gibt eine komplexe und interessante Einfahrt in Kurve 3. Einige Kurven haben schwierige Ein- und Ausgangskombinationen."

Hitze stellt Mensch & Maschine vor Herausforderung

"Darüber hinaus erwarten uns Umgebungstemperaturen um die 30 Grad - es wird also eine Herausforderung für die Fahrer", so Charles weiter. "Mit einer hohen Durchschnittsleistung pro Runde wird es auch für die Reifen und Mechanik des Autos hart. Es dürfte also ein spannendes Rennen werden."

Auch Hankook-Ingenieur Thomas Baltes glaubt, der Hyderabad E-Prix könnte "ein heißer Ritt" für den neuen Reifen der Formel E werden. Denn durch die Sonneneinstrahlung und warme Luft werden auch sehr hohe Asphalttemperaturen erwartet. "Nach der Herausforderung der kühlen Nachttemperaturen in Diriyya für den Hankook iON Race folgt nun das andere Extrem. Es wird sehr heiß auf der Strecke in Indien. Ein weiterer Aspekt ist die sehr hohe Luftfeuchtigkeit."

Dies fürchten auch einige Fahrer. Nissan-Pilot Norman Nato meint: "Es wird heiß und feucht. Wir sind also sehr gespannt, wie sich das auf das neue Gen3-Auto auswirkt. Auch körperlich wird es durch die Bedingungen schwierig, aber wir kennen unsere Ziele, und es liegt nur an uns, diese zu erreichen."

Einer hingegen hat das "Messer zwischen den Zähnen": Mitch Evans will nach einem enttäuschenden Saisonstart die neue Strecke in Indien für sich nutzen: "Ich freue mich immer, wenn es auf eine neue Strecke geht. Natürlich sind neue Beläge und äußere Bedingungen eine Herausforderung, aber wir hatten in der Vergangenheit große Erfolge auf neuen Kursen. Vergangenes Jahr habe ich beide Rennpremieren in Jakarta und Seoul gewonnen. Wenn wir diese Serie am Wochenende in Hyderabad fortsetzen können, nehmen wir einige Punkte mit."

Das 1. Freie Training beginnt bereits am Freitagmittag um 12 Uhr deutscher Zeit. Nach zwei weiteren Sessions in der "europäischen Nacht" von Freitag auf Samstag ist der Rennstart für 10:30 Uhr am Samstagvormittag terminiert. ProSieben überträgt live im TV. e-Formel.de begleitet wie gewohnt alle Sessions im Hankook Formel E Liveticker sowie die Trainings im Livestream.

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 3.
Advertisement