Formel E

"Zu stressig" - Felix da Costa wünscht sich längere Rennwochenenden

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nicht zuletzt aufgrund der kurzen und actionreichen Rennevents gilt die Formel E seit nunmehr drei Jahren als besonders zuschauerfreundlich. Neben Aktivitäten für die gesamte Familie und junge Fans findet das gesamte Geschehen der Elektroserie - zwei Trainingssessions, ein Qualifying und das Rennen - an einem einzigen Tag statt. Doch wie lange kann die Formel E dieses einmalige Format noch beibehalten?

Schließlich fordern die kurzen Rennevents den Fahrern und Teams alles ab. Die Zeit auf der Strecke, Autogrammstunden, Besprechungen mit den Ingenieuren und Interviews - all dies sorgt dafür, dass die 20 Elektro-Piloten kaum Zeit haben, sich mental auf das wichtige Rennen vorzubereiten.

Ab Saison fünf wird durch die Einführung der Jaguar I-Pace eTrophy und später womöglich durch die geplante Support-Serie Roborace der Zeitplan der Formel E weiter verdichtet. So verwundert es wenig, dass die ersten Fahrer inzwischen verlängerte Rennwochenenden von der FIA fordern.

"Ich finde, wir sollten das Formel-E-Event in zwei Tage aufspalten", plädiert Antonio Felix da Costa (Andretti) bei 'katyfairman.com'. "Ich vermute, dass das sogar für die Fans besser wäre. Für uns Fahrer und unsere Mechaniker ist es momentan einfach zu stressig."

Sobald die I-Pace eTrophy und Roborace fester Bestandteil des Formel-E-Programms werden, benötigt die Elektroserie womöglich ohnehin zwei Tage auf der Strecke. "Eine Serie im Rahmenprogramm wäre für uns wirklich ideal", findet auch Felix da Costa, fügt jedoch etwas missmutig an: "Zumindest im nächsten Jahr haben wir aber keine Aussicht auf Besserung. So müssen wir einfach weitermachen wie bisher und die Leute vier- bis fünfmal am Tag auf der Strecke unterhalten."

Das nächste Mal dürfen Antonio Felix da Costa und seine Kollegen das Publikum beim Saisonstart der Formel E am 2. Dezember in Hongkong begeistern. Das Eröffnungsevent der vierten Saison findet zwar an zwei Tagen statt - beinhaltet allerdings auch zwei komplette ePrix-Abläufe am Samstag und Sonntag.

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