Formel E

Formel-E-Finale 2017 in New York? Punta & Peking als Streichkandidaten

Timo Pape

Timo Pape

Die Chancen auf ein Formel-E-Rennen in New York steigen. Serienboss Alejandro Agag unternimmt diesen Monat eine Reise in die Vereinigten Staaten, den Mittleren Osten und Asien, um den Rennkalender der Saison 2016/17 unter Dach und Fach zu bringen. In New York würde Agag gern das Saisonfinale abhalten. Seit fast zwei Jahren hält sich der "Big Apple" bereits als Gerücht in der Szene, nun gibt es offenbar Fortschritte.

"Mein Traum ist es, in New York zu fahren. Ich arbeite aktiv an einem Plan, dort zu starten", sagt Agag gegenüber 'Autosport'. "Vielleicht kann ich das Rennen ans Ende der dritten Saison legen. Das wird zwar eine schwierige Aufgabe, aber es ist nicht völlig unmöglich, schon in Saison drei dort zu fahren. Zwar ist das noch lange hin, nichtsdestotrotz müssen wir langsam wirklich anfangen, Entscheidungen zu treffen." In jedem Fall erwartet Agag einen "guten, interessanten" Rennkalender 2016/17.

Aus für Punta del Este und Peking?

Insgesamt würde die Formel E in der nächsten Saison gern zwölf Städte ansteuern. Der aktuelle Kalender wird also um mindestens zwei neue Städte erweitert. Möglicherweise werden es auch mehr, sofern sich bisher gesetzte Strecken verabschieden. Streichkandidaten sind Punta del Este und Peking.

"Eine Stadt, die rausfallen könnte, ist Punta del Este", sagt Agag. "Wir wissen leider noch nicht, ob wir dort weitermachen können. Ich liebe es, dort zu fahren, und wir sind in Gesprächen." Trotzdem sei der Strandkurs in Uruguay der Hauptkandidat auf der Streichliste.

"Wir müssen außerdem über Peking nachdenken", sagt Agag. "Ich bin eigentlich eher geneigt, das Rennen zu behalten, denn es ist sinnvoll, unsere Schlüsselmärkte zu fokussieren." Das Hauptproblem des Peking ePrix ist jedoch, einen passenden Termin zu finden, an dem das Wetter noch mitspielt.

"Wir wollen nicht wieder im Oktober in Peking fahren, sondern unbedingt im September. Das ist das einzig mögliche Zeitfenster", sagt Agag. Im Oktober 2015 habe die Formel E unsägliches Glück gehabt: "Letztes Jahr mussten wir das Rennen nach hinten verschieben, da hat es fast schon gefroren. Das Wochenende zuvor war wettertechnisch ein Desaster, und an dem danach war Peking eingeschneit. Wenn wir Peking behalten, muss es den Saisonauftakt bilden."

Es gibt allerdings noch andere Kandidaten, die das Eröffnungsrennen austragen könnten. So zum Beispiel Montreal. Die kanadische Küstenstadt hat "sehr gute Chancen", in der nächsten Saison in den Rennkalender der Formel E einzuziehen. Zudem steht der Termin für die Formel-E-Premiere von Hong Kong (8. Oktober 2016) bereits fest - ein weiteres potenzielles Auftaktrennen.

Ob die Formel E ihre dritte Saison wie schon 2014 im September beginnt, bleibt abzuwarten, denn eigentlich würde Agag lieber später als früher starten. "Eigentlich würde ich es bevorzugen, das Auftaktrennen im November oder Dezember abzuhalten. Wenn es dann wie dieses Jahr bis Juni oder Juli geht, wäre das für alle Beteiligten schöner, weil die Rennen näher beisammen lägen", sagt Agag. Der Spanier wünscht sich also eine längere Pause als nur drei Monate zwischen zwei Saisons. "Dieses Jahr ist es unmöglich, später in die Saison zu starten, aber ab Saison vier werden wir es versuchen."

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 3.