Formel E

Formel E: Giovinazzi freut sich auf "Gänsehaut"-Heimrennen in Rom, Eriksson offenbar im Dragon-Simulator

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

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Beim Formel-E-Hinterbänkler Dragon konnte der ehemalige F1-Fahrer Antonio Giovinazzi 2022 noch nicht glänzen. In den ersten drei Saisonläufen kam er nicht über Platz 20 hinaus, zuletzt fiel der Italiener beim Mexico City E-Prix vorzeitig mit einem Reifenschaden aus. Dennoch hegt Giovinazzi große Hoffnungen vor seinem Heimrennen in Rom - und freut sich über ein Treffen mit dem ehemaligen Fußball-Welttrainer Jose Mourinho.

Erst vor wenigen Wochen besuchte der 28-jährige Giovinazzi im Rahmen einer Promotion-Veranstaltung für den E-Prix die italienische Hauptstadt. Dabei traf er unter anderem Spieler und Trainer des AS Rom. "Ich versichere euch, dass der Rom E-Prix wirklich Special (One) wird", scherzte er in einem Instagram-Post über sein Treffen mit Cheftrainer Mourinho, der sich Journalist:innen in einer Pressekonferenz einst als "Special One" vorgestellt hatte.

Im Interview mit der offiziellen Website der FIA Formula E führt Giovinazzi aus: "Italien hat seit Generationen eine großartige Motorsportkultur. Die italienischen Fans haben mich immer unterstützt, wo auch immer ich Rennen gefahren bin. Und es wird ganz sicher großartig, diesen Support auch dieses Mal auf den Tribünen zu spüren."

Nachdem der Rom E-Prix 2021 noch unter strengen Corona-Auflagen stattfand, wurde der Formel E in diesem Jahr wieder der Verkauf von Tickets für die volle Kapazität des Geländes gestattet. Etwas mehr als 7.000 Fans könnten somit auf den Tribünen in den Kurven 4 und 15 Platz nehmen, hinzu kommen die Besucher:innen einer neuen "Green Arena" im Innenbereich der Strecke.

"Das wird ein tolles Gefühl", sagt Giovinazzi. "Wir reden hier schließlich über Rom, die Hauptstadt Italiens und die 'Ewige Stadt'. Definitiv wird es eine einzigartige Erfahrung, auf diesen Straßen ein Rennen zu fahren. Das gibt mir Gänsehaut!"

Giovinazzi sicher: "Meine Leistung wird sich verbessern"

Aus sportlicher Perspektive liegt vor ihm jedoch keine einfache Aufgabe. Das US-amerikanische Team Dragon Racing konnte in dieser Saison als einer von zwei Rennställen noch keine WM-Punkte sammeln. "Meine ersten Rennen waren sehr wichtig, um Neues über diese Meisterschaft zu lernen", beschreibt Giovinazzi. Dennoch gibt er sich selbstsicher: "Mit der Zeit wird sich meine Leistung verbessern. Ich bin auf dem besten Weg, meine Erfahrung auszubauen."

Wann dies geschehen wird, ist derzeit nur schwer absehbar. Im Formel-E-Paddock gilt Dragon als klarer Underdog, zumal das für 2022 überarbeitete Qualifying-Format das Team vor neue Herausforderungen stellt. Erst kürzlich gestand Giovinazzis Teamkollege Sergio Sette Camara gegenüber 'Motorsport.com', dass Dragon derzeit "nicht das Material (hat), um nach vorn zu kommen" (wir berichteten). Umso wichtiger sei die intensive Vorbereitung auf die Rennläufe, die das Team unter anderem aus dem eigenen Simulator im britischen Silverstone bestreitet.

Simulator-Vorbereitung auf Rom E-Prix gestartet

Kürzlich absolvierte dort wohl auch Dragons Ex-Stammfahrer Joel Eriksson ein umfangreiches Testprogramm. Eine Anfrage von 'e-Formel.de', ob der Schwede in diesem Jahr auch formal in das Team eingebunden sei - nach offiziellem Stand hat Dragon derzeit keinen Ersatzfahrer -, blieb unkommentiert.

In dieser Woche übernehmen wieder Giovinazzi und Sette Camara das Simulator-Lenkrad, um eigene Erkenntnisse über Energieverbrauch und Fahrzeugabstimmung für den Rom E-Prix zu sammeln. Der "Double-Header" findet in diesem Jahr mit jeweils einem Rennen am 9. und 10. April statt.

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