Formel E

Formel E hält trotz Sicherheitslage an Jeddah-Auftakt fest & nennt Plan B für Absage

Thomas Grüssmer

Thomas Grüssmer

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Die Formel E plant trotz der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten weiterhin mit dem Saisonauftakt der Gen4-Ära in Jeddah. Das bestätigte Geschäftsführer Jeff Dodds bei einem Mediengespräch, an dem auch e-Formel.de teilnahm. Sollte das Rennwochenende am 18. und 19. Dezember nicht stattfinden können, würde die Saison jedoch erst rund einen Monat später in Mexiko beginnen. Einen kurzfristigen Ersatzort sucht die Rennserie nicht.

Die anhaltende Sicherheitslage im Nahen Osten hat bereits erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Motorsport. Unter anderem konnte die Formel 1 ihr ursprünglich geplantes Rennen in Bahrain nicht austragen. Der Grand Prix soll nun vom 2. bis 4. Oktober auf dem Sepang International Circuit in Malaysia nachgeholt werden. Über die Austragung der Rennen in Katar und Abu Dhabi soll im September entschieden werden.

Die Formel E hält unterdessen weiterhin an ihrem Plan fest, Saison 13 am 18. und 19. Dezember 2026 mit zwei Nachtrennen auf dem Jeddah Corniche Circuit zu eröffnen. Dort soll zugleich die neue Gen4-Fahrzeuggeneration ihr Renndebüt geben.

"Momentan ist das absolut unser Plan", sagt Formel-E-Geschäftsführer Jeff Dodds über den vorgesehenen Saisonauftakt. "Wir stehen mit dem Königreich in sehr regelmäßigem Kontakt und beobachten weiterhin genau, was in diesem Teil der Welt passiert."

Wann eine endgültige Entscheidung fallen muss, steht noch nicht fest. Aufgrund der notwendigen Logistik kann die Formel E jedoch nicht bis unmittelbar vor dem Rennwochenende warten.

"Die Situation dort ändert sich sehr schnell. Wenn man also ein Rennen im Dezember hat, ist eine Überprüfung im Juli oder August vielleicht wenig hilfreich", erklärt Dodds. "Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem eine Entscheidung getroffen werden muss. Im Dezember müssen wir schließlich alle Autos dorthin verschiffen. Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass die Rennen im Dezember in Jeddah stattfinden können."

Formel E würde Saison bei Absage erst in Mexiko beginnen

Sollte sich die Sicherheitslage bis dahin nicht ausreichend verbessern, verfügt die Formel E bereits über einen Notfallplan. Eine Entscheidung über eine Verschiebung würde gemeinsam mit den Verantwortlichen in Saudi-Arabien getroffen.

"Wenn wir uns gemeinsam dafür entscheiden, das Rennwochenende nicht wie geplant stattfinden zu lassen, gibt es später im Jahr einen Ausweichtermin, auf den wir die Rennen verschieben können", erklärt Dodds. "Das wäre aber eine gemeinsame Entscheidung unsererseits und des Königreichs Saudi-Arabien."

Einen kurzfristigen Ersatz für Jeddah an einem anderen Austragungsort plant die Formel E hingegen nicht. Sollte der geplante Double-Header im Dezember nicht stattfinden können, würde Saison 13 erst beim Mexico City E-Prix am 16. Januar 2027 beginnen.

"Wenn wir die Saison nicht in Saudi-Arabien starten können, wird der Auftakt auf den nächsten Termin im Kalender verschoben, der im Januar in Mexiko stattfindet", sagt Dodds. "Wir glauben nicht, dass ein Ersatzort nötig wäre und versuchen daher auch nicht, kurzfristig einen zu finden."

Damit würde die Gen4-Ära im Fall einer Verschiebung knapp einen Monat später als vorgesehen beginnen. Die Rennen in Jeddah bleiben nach aktuellem Stand jedoch unverändert für den 18. und 19. Dezember angesetzt.

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