Formel E

Formel E: ABT Schaeffler Audi Sport will Podium beim Heimspiel

Timo Pape

Timo Pape

Darauf haben die Fans gewartet: Am Wochenende (10./11. Juni) kommt die Formel E endlich nach Deutschland. Die Elektro-Rennserie trägt auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof die Saisonläufe sieben und acht aus. Das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport mit Lokalmatador Daniel Abt und Vizechampion Lucas di Grassi reist als Verfolger zum Heimspiel.

Das Gastspiel in Deutschlands Hauptstadt ist ein weiterer Höhepunkt im spektakulären Kalender der Formel E. Besonders natürlich für das einzige deutsche Team im Feld. "Das deutsche Rennen ist für uns alle etwas ganz Besonderes", sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. "Familien, Freunde, Mitarbeiter von unseren Partnern und uns sowie viele Fans – sie alle werden uns in Berlin unterstützen. Und wir werden alles geben, um ihnen eine tolle Show zu bieten."

Die Rennen der Formel E finden dieses Jahr wie schon vor zwei Jahren auf dem ehemaligen Flughafen in Tempelhof statt, der mit seinen beeindruckenden Bauten und den historischen Flugzeugen einen faszinierenden Kontrast zu der Hightech-Serie bietet. Im Vorjahr erlebten die Fans die 20 Piloten noch in der Nähe des Alexanderplatzes. Daniel Abt und Lucas di Grassi feierten nach dem Rennen beide auf dem Podium.

"Ich verbinde mit Berlin einige meiner schönsten Formel-E-Erinnerungen. Besonders die Tage im letzten Jahr mit den vielen Fans und der Party auf dem Podium werde ich nie vergessen", sagt Daniel Abt. Der Deutsche ist bereits in Berlin, um bei zahlreichen Terminen mit Medien und Sponsoren für das Rennen zu werben. "Die perfekte Einstimmung auf die Renntage. Die Strecke ist für alle neu, wir haben uns eine Menge vorgenommen. Das Ziel ist wieder das Podium!"

Zum ersten Mal in diesem Jahr absolviert die Formel E einen sogenannten "Double-Header", also zwei identische Renntage hintereinander am Samstag und Sonntag. Inklusive Zusatzpunkten für Pole-Position und schnellster Rennrunde werden in Berlin insgesamt 58 Zähler vergeben. "Mit einem perfekten Wochenende können wir eine Menge aufholen und den Titelkampf wieder spannend machen", sagt Lucas di Grassi. Mit vier Podiumsplätzen, darunter ein Sieg, in den ersten sechs Rennen liegt der Brasilianer hinter Sebastien Buemi auf dem zweiten Rang der Fahrerwertung - allerdings mit aktuell 43 Punkten Rückstand.

Der 2,03 Kilometer lange Kurs hat eine komplett andere Charakteristik als bei der Premiere vor zwei Jahren. Mit längeren Geraden und ein paar engen Kurven verspricht die Strecke zwei spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Einmalig auch: Von den Tribünen hat man einen tollen Überblick über fast den gesamten Streckenverlauf.

Start der Rennen ist am Samstag und Sonntag jeweils um 16 Uhr. In Deutschland überträgt DMAX an beiden Tagen live ab 15:45 Uhr aus Berlin. Eurosport zeigt abends (10. Juni um 21:15 Uhr sowie 11. Juni um 22:00 Uhr) noch einmal Aufzeichnungen der Läufe sowie am Dienstag, dem 13. Juni, ab 21:35 Uhr alle Höhepunkte im Formel-E-Magazin.

Kurzinterview mit Daniel Abt

Wie groß ist die Vorfreude auf das Heimspiel in Berlin?​​​​​​

Die Vorfreude ist riesengroß. In den vergangenen beiden Jahren haben wir so viel Unterstützung von den Fans bekommen – nicht nur am Renntag selbst, sondern auch bei vielen Aktionen davor. Wir sind das ganze Jahr mit einem internationalen Zirkus auf der ganzen Welt unterwegs – jetzt in der eigenen Hauptstadt zu fahren, ist etwas ganz Besonderes.

Was hältst du von dem alten neuen Austragungsort Tempelhof?

Die Location ist einzigartig und ganz anders als viele andere Plätze, an denen wir fahren. Natürlich war die Karl-Marx-Allee im Herzen der Stadt ein fantastischer Austragungsort, den wir alle geliebt haben. Aber Tempelhof hat seine ganz eigene Charakteristik: Die Fans erleben die gesamte Action auf engstem Raum, das Streckenlayout scheint sehr cool zu sein, die alten Hangars und Flugzeuge sind eine ausgefallene Kulisse. Diese Abwechslung ist auch ein Markenzeichen der Formel E.

Was bedeutet es, zwei Rennen an einem Wochenende zu fahren?

Zwei komplette Renntage sind eine ganz schöne Herausforderung – nicht nur für uns Fahrer, sondern vor allem für das ganze Team. Hast du einen guten Samstag, nimmst du die Stimmung mit in den Sonntag. Läuft das erste Rennen nicht so richtig, musst du es schnell abhaken und dich neu fokussieren. Es gibt innerhalb von 25 Stunden viel zu gewinnen.

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