Formel E

Formel E holt Ecclestone als Berater & erwägt Rennen auf klassischen Rennstrecken

Timo Pape

Timo Pape

[Bei diesem Artikel handelte es sich um einen April-Scherz.]

Das ist ein echter Kracher: Die Formel E holt den ehemaligen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone als Berater an Bord. Das bestätigte der Brite in einem Interview mit einer Londoner Tageszeitung. Der Deal sei nach einem Treffen mit Formel-E-Chef Alejandro Agag im Rahmen des Genfer Autosalons zustande gekommen, wo die Formel E Anfang März ihr neues Auto für die fünfte Saison vorstellte. Hintergrund ist, dass die Formel E künftig auf mehr klassischen Rennstrecken fahren könnte.

Ecclestone hatte sich bereits vor einigen Wochen bei 'The Guardian' zur Formel E geäußert. Überraschenderweise legte er der neuen Führung der Formel 1 nahe, in Zukunft elektrisch zu fahren. Ecclestone forderte eine "Super Formel E", was sowohl bei den Verantwortlichen der "Königsklasse" als auch in der Öffentlichkeit nur für ungläubiges Staunen sorgte. Nun erklärt Ecclestone, dass er es durchaus ernst gemeint hat.

"Die Formel E macht sehr vieles richtig, an ihr sollten sich alle anderen Rennserien orientieren. Aber mit dem neuen Auto werden einige Strecken nicht mehr funktionieren", sagt der 87-Jährige. "Wir brauchen Alternativen, und hier kann ich mit meiner Erfahrung und meinen Kontakten weiterhelfen." Ecclestone spielt damit auf Aussagen Agags an, nach denen die gestiegene Leistung des Gen-2-Autos (200 auf 250 kW) zu sicherheitsbedingten Layout-Änderungen der aktuellen Formel-E-Strecken führen könnte. Die Formel E sei aus einigen Kursen "herausgewachsen", hieß es damals.

Mancherorts könnte eine Anpassung möglich sein, doch in vielen Städten ließen die existierenden Verkehrsstraßen keine andere Streckenführung zu. "Wir planen, einige Stadtkurse beizubehalten, wie zum Beispiel die lange Streckenvariante von Monaco", erklärt Ecclestone weiter. "Aber mit dem neuen Auto muss sich die Formel E zunehmend nach richtigen Rennstrecken umsehen, die für die Geschwindigkeiten des neuen Autos passender sind. Zumal die Formel E in den nächsten Jahren noch schneller wird."

Als Positivbeispiele dafür, dass die Formel E auch auf klassischen Rennstrecken funktionieren kann, nennt Ecclestone die bereits existierenden Rennen in Marrakesch und Mexiko-Stadt, die vom Charakter her schon jetzt keine typischen Formel-E-Kurse sind. Konkret könnte die Elektroserie bereits in der kommenden fünften Saison, voraussichtlich im Juni 2019, ein Rennen auf der Grand-Prix-Strecke von Silverstone austragen. Weitere klassische Rennstrecken - vor allem in Europa - seien im Gespräch. Ecclestone nennt den Nürburgring und den Circuit Paul Ricard. Der neue Rennkalender für die Formel-E-Saison 2018/19 soll im Juni veröffentlicht werden.

Die Formel E hält sich mit einer Bestätigung der Zusammenarbeit mit Bernie Ecclestone auf Nachfrage von 'e-Formel.de' noch zurück: "Es hat Gespräche gegeben. Wir können zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Details kommentieren", so die knappe Antwort aus London. Nach unseren Informationen ist der umstrittene Beratervertrag für Ecclestone bereits unterschrieben und soll im Vorfeld des Rom E-Prix (14. April) offiziell verkündet werden.

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