Formel E

Formel E in Berlin: Max Günther dominiert letztes Freies Training mit Streckenrekord

Timo Pape

Timo Pape

Maximilian Günther hat das 3. Freie Trainings des finalen "Double-Headers" der Formel E in Berlin für sich entschieden. In 1:15.091 Minuten setzte er die mit Abstand schnellste Runde auf dem angepassten Tempelhof-Ring und distanzierte Meister Antonio Felix da Costa um fast zweieinhalb Zehntelsekunden. Vortagessieger Oliver Rowland, Sebastien Buemi und Mitch Evans komplettierten die Top 5.

Um 11:30 Uhr begann das letzte Freie Training des Jahres bei optimalen äußeren Bedingungen. Auf dem adaptierten 2020er-Tempelhof-Kurs setzte Max Günther nach fünf Minuten die erste etwas schnellere Rundenzeit im Rennmodus. Für den BMW-Pilot ging es am Donnerstag noch um die Vizemeisterschaft, dementsprechend hatte er sich einiges vorgenommen. An seine Fersen heftete sich als Zweiter Teamkollege Alex Sims, der beim gesamten "Sixpack von Berlin" klar im Schatten Günthers stand.

Nach zehn Minuten schob sich Meister Antonio Felix da Costa zwischen die beiden BMW-Fahrer. Andre Lotterer schaltete nach gut einem Drittel der Session einen Leistungsmodus hoch und übernahm die Spitze. Jerome d'Ambrosio tat es ihm wenig später gleich, war dabei aber noch schneller. Dann setzte Felix da Costa in 1:15.884 Minuten einen ersten neuen Streckenrekord - wohlgemerkt im Attack-Mode mit nur 235 kW.

20 Minuten vor Schluss versuchte sich auch Günther im Attack-Mode, verpasste die Zeit von Felix da Costa allerdings - trotz Bestzeit in Sektor 1 - um mehr als drei Zehntelsekunden. Porsche-Fahrer Neel Jani kam wie schon am Vortag gut zurecht und nahm Position 2 ein. Mitch Evans verbesserte sich auf den dritten Platz.

Monster-Runde von Günther schockt die Konkurrenz

Dann ging Lotterer als Erster in den Quali-Modus und rief die volle Leistung von 250 kW ab. Er unterbot die bisherige Bestzeit und übernahm folgerichtig die Spitze, allerdings "nur" 1,24 Zehntelsekunden vor Felix da Costa. In Kurve 7 leistete sich Jean-Eric Vergne beim Beschleunigen einen überraschenden Dreher - eine ungewöhnliche Konzentrationsschwäche beim Doppel-Champion. Auch di Grassi widerfuhr ein Dreher beim Anbremsen in Kurve 1.

Dann lieferte Günther eine absolute Wahnsinnsrunde ab: Mit Bestzeiten in allen drei Sektoren brach er den Streckenrekord um fast sieben Zehntelsekunden! In den letzten fünf Minuten gingen wie gewohnt fast alle anderen Piloten in den Quali-Modus und versuchten sich an der Zeit Günthers. Nyck de Vries verbesserte sich kurzzeitig auf Platz 2, anschließend verdrängte ihn Sebastien Buemi. Auch Felix da Costa und Oliver Rowland kamen nicht an die Zeit von Günther heran und mussten sich mit den Positionen 2 und 3 zufriedengeben.

Der Sessionsieg ging somit an Günther, der damit viel Selbstvertrauen für das Qualifying um 14:15 Uhr gesammelt haben dürfte. Seine stärksten Rivalen werden voraussichtlich abermals die beiden DS-Techeetah- und Nissan-Piloten sein. Die letzte Qualifikation der Saison kannst du auf e-Formel.de im Live-Stream und/oder Live-Ticker verfolgen.

>>> zu den Ergebnissen des 3. Freien Trainings der Formel E in Berlin

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

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