Formel E in Berlin: Mitch Evans gewinnt mit cleverer Strategie vor Oliver Rowland
Jasmin Fromm
FIA Formula E
Mitch Evans hat sich im Formel-E-Rennen in der deutschen Hauptstadt am Sonntag von Platz 17 zum Sieg vorgekämpft. Ausschlaggebend war für den Neuseeländer die Wahl eine clevere Strategie mit gutem Timing der Attack-Mode-Aktivierungen. Der amtierende Weltmeister Oliver Rowland beendete das Rennen auf Platz 2, Pole-Sitter Pascal Wehrlein auf Platz 3.
Am Sonntagnachmittag ging es in Berlin mit dem zweiten Rennen weiter. Bei sehr warmen 29 Grad Außentemperatur startete das Rennen um 16:05 Uhr (MESZ). 37 Runden waren für das Rennen angesetzt, bei diesem Rennen im Gegensatz zum Vortag allerdings ohne Pit-Boost. Mitch Evans, Norman Nato und Oliver Rowland hatten im Qualifying auf schnelle Runden verzichtet, um ihre Reifen für das Rennen zu schonen.
Fast alle Fahrer kamen gut weg, doch der amtierende Weltmeister Oliver Rowland beschrieb über den Funk ein Probleme beim Start. Wehrlein, der das Rennen von der Pole-Position gestartet ist, ließ sich zu Beginn des Rennens in das vordere Mittelfeld zurückfallen.
Es folgte ein Kontakt zwischen dem Citroen von Nick Cassidy und Nyck de Vries im Mahindra: de Vries rutschte nach leichtem Kontakt mit Teamkollege Edoardo Mortara in Kurve 6 in Cassidy, der sich beinahe drehte! Der Kontakt beendete das Rennen des Niederländers frühzeitig.
A tight battle for space as three cars enter the corner, forcing Nyck de Vries to retire in Round 8 🫣@Hankook_Sport #BerlinEPrix #FormulaE pic.twitter.com/mFgt96wAOT
— Formula E (@FIAFormulaE) May 3, 2026
Für Cassidy folgte ein weiterer Kontakt mit Sebastien Buemi: Der Neuseeländer fuhr mit seinem rechten Vorderrad auf den Envision von Buemi auf und beschädigte sich dabei den Frontflügel. Er fuhr in die Box und fiel ans Ende des Feldes zurück.
Contact with Sébastien Buemi forces Nick Cassidy into the pits 🫨@Hankook_Sport #BerlinEPrix #FormulaE pic.twitter.com/KxF3B5xgD3
— Formula E (@FIAFormulaE) May 3, 2026
In Runde 12 machte Wehrlein im Porsche auf sich aufmerksam, als der Weltmeister von Saison 10 sich zwischen die beiden Envision-Boliden von Buemi und Joel Eriksson vorkämpfte, die zu dem Zeitpunkt das Feld anführten.
Attack-Mode wird aktiviert
In Runde 14 war Zane Maloney im Lola Yamaha ABT der erste Fahrer, der sich für die erste Aktivierung des Attack-Modes entschied. Kurze Zeit später folgte auch der Rest des Feldes. Mit der Extra-Power im Gepäck wurde das Feld noch einmal durchgemischt.
Evans hingegen hatte mit der Aktivierung seines Attack Modes-gewartet und entschied sich bei seiner ersten Aktivierung für sechs Minuten. Dies stellte sich als richtige Entscheidung heraus: Dadurch hatte Evans am Ende noch zwei Minuten Attack-Mode übrig und konnte Wehrlein gegen Ende des Rennens überholen, der zu dem Zeitpunkt das Feld anführte, aber weniger Attack-Mode übrig hatte.
Mitch Evans moves into P1 ahead of Pascal Wehrlein, while Oliver Rowland makes an unexpected overtake for P2 under yellow flag 👀@Hankook_Sport #BerlinEPrix #FormulaE pic.twitter.com/2Xg8ntI297
— Formula E (@FIAFormulaE) May 3, 2026
Full-Course-Yellow sorgt für Schlusssprint
Aufgrund eines Frontflügel-Teils auf der Strecke nach einem Kontakt zwischen Felix da Costa und Müller wurde eine gelbe Flagge auf der Start-Ziel-Geraden gezeigt, gefolgt von einer kurzen Full-Course-Yellow-Phase, um das Teil zu entfernen. Das Rennen wurde nach kurzer Zeit wieder freigegeben und Evans fuhr souverän seinem Sieg in Berlin entgegen. Gemeinsam mit ihm auf dem Podium waren Nissans Oliver Rowland und Porsches Pascal Wehrlein.
Dahinter kamen Buemi, Nato, Dennis, Mortara, Vergne, Drugovich und Eriksson ins Ziel. Der zweite Porsche von Nico Müller beendete das Rennen auf Position 13 und DS Penskes Maximilian Günther auf Platz 15.
Das nächste Formel-E-Rennen steht in zwei Wochen in Monaco an. Auch hier wird erneut ein "Double-Header" ausgetragen.
0 Kommentare
Einen Kommentar schreiben