Formel E

Formel E in Berlin: Nico Müller feiert ersten Sieg in Porsches Heimrennen

Jasmin Fromm

Jasmin Fromm

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Porsche-Fahrer Nico Müller hat in Berlin sein erstes Formel-E-Rennen gewonnen. "Du geile Sau" feierte der Schweizer nach der Zielfahne über Funk an sein Team; ein Bezug auf die rosa Sonderlackierung, die Porsche für Berlin gewählt hat. Mit ihm teilten sich Nick Cassidy und Oliver Rowland das Podium in der deutschen Hauptstadt. Auch für Lola war das erste Berlin-Rennen ein besonderes: Beide Fahrer führten das Feld im Laufe des Rennens an; am Ende blieb das Team jedoch ohne Punkte. Gleiches galt für Pascal Wehrlein, der nach einem Kontakt einen Reifenschaden erlitt und die WM-Führung verlor.

An einem warmen, sonnigen Samstag ging es für die Formel-E-Fahrer am Nachmittag in das erste Rennen des Rennwochenendes in Berlin. 39 Runden und der Pit Boost standen für dieses erste Rennen dieses "Double-Headers" in der deutschen Hauptstadt auf dem Plan.

Alle Fahrer kamen zu Rennbeginn gut weg zu. Zane Maloney, der sich während des Qualifyings seine beste Startposition sichern konnte und als siebter in das Rennen ging, fand sich kurz nach Rennbeginn auf Platz 2 wieder. Auch sein Teamkollege, der als 19. in das Rennen ging, fand sich in Runde 7 in den Top 5 wieder. Maloney hatte sich zu der Zeit an der Spitze des Feldes vorgekämpft, wurde kurze Zeit später dann aber von seinem Teamkollegen abgelöst an der Spitze des Feldes

Lucas di Grassi, der zu Beginn dieses Rennwochendes bekannt gab, seine Rennkarriere am Ende der Saison zu beenden, übernahm die Spitze des Feldes, direkt gefolgt von Maloney. Damit war er der älteste Fahrer, der jemals ein Formel-E-Rennen angeführt hat. Nick Cassidy und Oliver Rowland lauerten aber hinter den zwei Lola-Yamaha-ABT-Fahrern und konnten die zwei gelb-blauen Wagen überholen.

Wehrlein, der sich während des Rennens im Mittelfeld zu kämpfen hatte, erlitt gegen Mitte des Rennens einen Reifenschaden vorne rechts nach einem Kontakt mit Andretti-Fahrer Jake Dennis. Das Porsche-Team traf die Entscheidung, den Pit-Boost für Wehrlein mit dem Wechsel des Reifens zu kombinieren. Trotzdem fiel der Deutsche weit nach hinten.

Pit-Boost-Aktivierungen starten

Rund um Runde 22 fingen die Fahrer an, für den Pit-Boost ihre Garagen anzufahren. Bis zu dem Zeitpunkt hatte noch kein einziger Fahrer den Attack-Mode aktiviert. Erster Fahrer mit den extra 50 kW Leistung war Norman Nato im Nissan, woraufhin dann auch nach und nach die anderen Fahrer folgten. Nachdem alle in der Garage waren, führte der amtierende Weltmeister Oliver Rowland das Feld an, gefolgt von Nick Cassidy und Edoardo Mortara.

Aber Nico Müller im Porsche lauterte mit mehr Energie auf Platz 4 hinter ihnen. Der Schweizer aktivierte den Attack-Mode für sechs Minuten und fand sich anschließend an der ersten Position, was sich als die entscheidende Taktik für das Rennen herausstellte. Cassidy, Rowland, Mortara und auch Evans hinter ihm aktivierten ebenfalls de Attack-Mode, konnten den Schweizer im Porsche aber nicht mehr überholen. Müller hatte mehr Energie und einen zu großen Vorsprung herausgefahren.

Damit konnte sich der Schweizer den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere und dem deutschen Team einen Heimsieg sichern. Hinter ihm kamen Cassidy, Rowland und Mortara ins Ziel. Die Top 10 komplettierten Dennis, Evans, Marti, Barnard, Nyck de Vries und Antonio Felix da Costa.

WM-Spitzenreiter Wehrlein im zweiten Porsche beendete das Rennen nach seinem Reifenschaden auf Platz 19. Auch der zweite Deutsche im Feld, Maximilian Günther, beendete das Rennen auf Platz 11 außerhab der Punkte.

Mit den Punkten, die Mortara mit Platz 4 einfahren konnte und den fehlenden Punkten für Wehrlein, übernahm Mortara nach dem Rennen die Meisterschaftsführung. Wehrlein fiel auf Platz 2 der Meisterschaft zurück, Müller war nun Dritter.

Morgen um 16:05 Uhr (MESZ) steht das zweite Rennen in Berlin an, dann jedoch ohne Pit-Boost.

Ergebnisse & Zeiten

Gesamtwertung (Fahrer, Teams & Hersteller)

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