Formel E

Formel E in Berlin: Stoffel Vandoorne & Mercedes sichern sich Pole-Position für Saisonfinale 2021

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Vandoorne-Eriksson

Stoffel Vandoorne (Mercedes) hat sich für das Formel-E-Saisonfinale 2021 die Pole-Position gesichert. Mit einer 1:06.794 Minuten platzierte sich der Mercedes-Fahrer in der ersten Startreihe. In einem spannenden Super-Pole-Shoot-out setzte er sich gegen Oliver Rowland (Nissan) und den neuen Meisterschaftsfavoriten Mitch Evans (Jaguar) durch. Bester Deutscher wurde Andre Lotterer auf Position 7.

Erwartungsgemäß war auch sonntags die Streckenentwicklung das bestimmende Thema des Qualifyings. Bei deutlich kühleren Bedingungen als am Vortag setzte Mitch Evans in der ersten Gruppe die schnellste Zeit.

BMW-Pilot Jake Dennis schob sich trotz eines kleinen Mauerkontakts vorübergehend auf Platz 2, während der Vortagessieger Lucas di Grassi (Audi) in der zweiten Hälfte seiner Runde viel Zeit verlor. Der Brasilianer reihte sich nur auf Platz 3 ein und fiel bis zum Ende des Qualifyings auf Rang 17 zurück. Für Evans reichte es hingegen: Ihm gelang als einziger Fahrer aus Gruppe 1 der Sprung in die Super-Pole.

In Gruppe 2 starteten Alex Lynn (Mahindra) sowie die zwei DS-Techeetah-Fahrer früh in ihre Aufwärmrunden - eine Entscheidung, die sich offenbar auszahlte. Das Trio fuhr im direkten Vergleich mit ihren Konkurrenten deutlich schneller. Lynn gelang mit einer 1:07.164 Minuten zwar die beste Runde, allerdings reichte seine Zeit "nur" für den 14. Platz. Da auch andere Fahrer patzten, hielten sich die Top 4 aus der ersten Gruppe zunächst auf Super-Pole-Kurs.

Blomqvist mit Gruppe-4-Überraschung

Im dritten Qualifying-Abschnitt setzte Stoffel Vandoorne eine neue Bestzeit. Der Mercedes-Fahrer umrundete den Kurs in 1:06.678 Minuten. Rowland, Sims und Lotterer gelangen ebenfalls absolute Sektorenbestzeiten, sodass auch sie den Sprung in die Top 5 schafften.

Die größte Überraschung der Session gelang jedoch Tom Blomqvist (Nio 333) in Gruppe 4: Der Brite fuhr die fünftschnellste Zeit des Qualifyings. Norman Nato (Venturi) wiederholte seine gute Leistung vom Rennsamstag und qualifizierte sich auf dem vorübergehenden dritten Platz, die weiteren Fahrer konnten sich nicht in die Top 6 schieben.

In die Super-Pole zogen somit die folgenden Fahrer ein: Stoffel Vandoorne, Oliver Rowland, Norman Nato, Alexander Sims, Tom Blomqvist und Mitch Evans.

Super-Pole: Vandoorne brilliert, Nato ohne Rundenzeit

In der Super-Pole startete Mitch Evans als erstes auf eine schnelle Runde. Bei einem Fahrfehler in der ersten Kurve verlor er etwas Zeit, beendete seine Runde jedoch in 1:07.010 Minuten. Kurz darauf wiederholte Tom Blomqvist seine Leistung aus der Gruppenphase und fuhr eine absolute Bestzeit im ersten Sektor. Letztlich reihte er sich 0,096 Sekunden hinter Evans ein.

Alexander Sims (Mahindra) schob sich zwischen Evans und Blomqvist. Zeitgleich stellte Venturi ein Problem bei Norman Nato fest: Der Franzose konnte aufgrund eines technischen Fehlers die Garage nicht verlassen und musste auf eine Super-Pole-Teilnahme verzichten. Stattdessen überließ er Oliver Rowland die Strecke, der seine "Hotlap" mit einer absoluten Bestzeit im ersten Sektor startete. Obwohl er in der zweiten Hälfte der Runde Zeit verlor, überbot er Evans' Zeit: 1:06.925 Minuten.

Die beste Rundenzeit schaffte jedoch der letzte Super-Pole-Teilnehmer: Stoffel Vandoorne. Der Mercedes-Fahrer sortierte sich 0,131 Sekunden vor Rowland ein und sicherte sich somit die dritte Pole-Position seiner Saison. Der Belgier wird das letzte Rennen der Saison somit vom besten Startplatz beginnen, als neuer WM-Favorit gilt jedoch Mitch Evans. Der Neuseeländer wird den Berlin E-Prix von Platz 4 aufnehmen und muss im Rennen "nur" seinen Rang halten, um Weltmeister zu werden.

Das zweite Rennen der Formel E in Berlin startet am Sonntagnachmittag um 15:34 Uhr, Sat.1 überträgt den Lauf live im deutschen Free-TV. Wir begleiten das Saisonfinale zudem in einem Liveticker.

Ergebnisse & Zeiten

Gesamtwertung (Fahrer & Teams)

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