Formel E

Formel E in Hockenheim? Porsche-Teamchef Modlinger träumt von Gen4-Rennen auf deutschem Traditionskurs

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

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Ein Formel-E-Rennen auf dem Hockenheimring wäre für Porsche-Teamchef Florian Modlinger "ein kleiner Traum". In der 400. Episode des e-Formel.de-Podcasts ePod erklärt er, warum der deutsche Traditionskurs besonders gut zu den neuen Gen4-Boliden passen würde. Doch Hockenheim ist nicht die einzige Rennstrecke auf seiner Wunschliste: Auch der Norisring und zwei weitere europäische Kurse haben es ihm angetan.

Mit den Rennstrecken in Austin, Brands Hatch und Zandvoort hat die Formel E für ihre erste Gen4-Saison drei neue, permanente Rennkurse in ihren Kalender aufgenommen. Zudem wird in Mexiko-Stadt erstmals der vollständige Grand-Prix-Kurs genutzt, allerdings ergänzt um eine zusätzliche Schikane. Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche und Teamchef des Porsche-Werksteams in Personalunion, hat jedoch noch weitere Ideen, auf welchen Rennstrecken die neuen Gen4-Boliden ihre Stärken ausspielen könnten.

"Eine Strecke, die ich finde, die extrem gutes Racing bietet, weil man unterschiedliche Linien wählen kann und die Kurvenkombinationen von außen, innen super aufeinandertreffen, wäre der Hockenheimring", beschreibt Modlinger. "In Hockenheim mit dem Gen4-Auto Rennen zu fahren - ich glaube, das wäre ja so ein kleiner Traum."

Der Hockenheimring blickt nicht nur auf eine lange Motorsportgeschichte zurück, sondern liegt auch nur rund 100 Kilometer vom Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach entfernt und wäre somit ein echtes Heimspiel für die Marke. Porsche betreibt am Hockenheimring zudem ein eigenes Experience Center. Der bislang als Porsche-Heimrennen ausgewiesene Berlin E-Prix wird hingegen mehr als 600 Kilometer vom Porsche-Standort Weissach entfernt ausgetragen.

Norisring, Hungaroring & Adria Raceway: Modlingers weitere Wunschstrecken

"Der Norisring wäre eine Strecke, da würde das Gen4-Auto natürlich massiv alle Vorteile ausspielen", bringt er eine zweite deutsche Rennstrecke ins Gespräch. Seine Ideen sind aber nicht nur auf Deutschland beschränkt. Modlinger nennt zudem weitere europäische Rennstrecken, darunter auch Austragungsorte der DTM.

"Da kommen aber auch Gedanken an den Adria Raceway, der jetzt vielleicht nicht so präsent ist. Da kommen Strecken in den Kopf wie der Hungaroring in Budapest. Finde ich sehr spannend, da fühle ich mich auch immer wohl. Es ist eine super mega Strecke, bietet klasse Sport."

Während ein Formel-E-Rennen auf dem Hungaroring zumindest grundsätzlich denkbar wäre, sieht es beim Adria Raceway schwieriger aus. Die Strecke ist seit der Insolvenz der Betreibergesellschaft im Jahr 2022 geschlossen. Zuvor war sie 2003, 2004 und 2010 Austragungsort für ein DTM-Wochenende.

Ob sich der Traum von Florian Modlinger erfüllen wird, ist jedoch unklar. Während der Norisring in der Vergangenheit bereits als möglicher Austragungsort der Formel E diskutiert wurde, sind vergleichbare Überlegungen zum Hockenheimring bislang nicht öffentlich bekannt.

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