Formel E

Formel E in Indien: Sette Camara profitiert vom Chaos und sichert Nio 333 erstes Top-5-Ergebnis seit 2018

Svenja König

Svenja König

Sette-Camara-Attack-Zone-Hyderabad

Nachdem Dan Ticktum vor zwei Wochen in Diriyya schon den ersten Punkt für Nio 333 geholt hatte, ist nun auch bei Teamkollege Sergio Sette Camara der Knoten geplatzt. In einem teils chaotischen Rennen vermied er Kollisionen und profitierte im Endergebnis von einigen Ausfällen und Strafen gegen Konkurrenten. Platz 5 bei der Hyderabad-Premiere ist gleichzeitig das beste Ergebnis des Teams seit dem Berlin E-Prix 2018.

Sergio Sette Camara ist nach vier Rennen bei seinem neuen Team Nio 333 und in der Formel-E-Saison 2023 angekommen. In Mexiko-Stadt und Diriyya hatte das Gesamtpaket des Brasilianers im Qualifying und Rennen noch nicht so gut funktioniert wie bei Teamkollege Dan Ticktum, der mit einigen starken Zeiten und Ergebnissen aufgezeigt hatte. In Indien war Sette Camara jedoch der Bessere und schon im 1. Freien Training zurück in den Top 3.

Die Pace des Autos hätte nach eigener Aussage auch für das Erreichen der Duellphase gereicht. Allerdings habe ein Vorfall mit Pascal Wehrlein ein besseres Ergebnis als Startplatz 15 verhindert. "Nach dem Qualifying war ich sehr frustriert. Ich hatte die Pace, um die Duelle zu erreichen, wurde aber von einem anderem Fahrer behindert", erklärt Sette Camara in einem Video auf seinen Social-Media-Kanälen. Der Porsche-Pilot wurde für dieses Vergehen in der Startaufstellung um drei Positionen zurückversetzt.

Am Ende fehlten Sette Camara zwei Zehntelsekunden auf Maximilian Günther, der als vierter der Gruppe A das Viertelfinale erreichte. "Doch das Rennergebnis hat mich ja später dafür entschädigt", so Sette Camara weiter.

"Besser, als wir je erwartet hatten" - Sette Camara macht 10 Plätze gut

Im Rennen war die wichtigste Aufgabe für den Brasilianer, sich aus Kollisionen herauszuhalten und das Auto sicher ins Ziel zu bringen, was er mit Bravour meisterte. Er profitierte von einem Flügelbruch bei Edoardo Mortara in Runde 1, den Kollisionen rund um die beiden Jaguar-Piloten, dem Crash von Rene Rast und Jake Dennis sowie dem kuriosen Ausfall von Jake Hughes, was ihn in die Top 10 nach vorn spülte.

Sette Camara selbst war auf der Strecke abseits der Kameras nur mit Nissan-Pilot Norman Nato aneinander geraten - allerdings ohne Konsequenzen für den Nio-333-Fahrer. Nato war in der Folge allerdings bis ans Ende des Feldes zurückgefallen.

 
 
 
 
 
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Nach nachträglichen Strafen gegen Sebastien Buemi, Stoffel Vandoorne und Oliver Rowland stand Platz 5 für Sette Camara zu Buche. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagt er. "Der fünfte Platz ist besser als alles, was wir je erwartet hatten. Vor allem, da wir von Rang 15 gestartet waren. Das heißt, wir haben zehn Positionen gutgemacht. Natürlich gab es im Rennen viele Berührungen, Unfälle und Strafen, aber wir hatten trotzdem ein gutes Tempo, und ich konnte überholen. Das war auf jeden Fall ein großer Schritt im Vergleich zu Diriyya."

Dan-Ticktum-Pitstop-Hyderabad

Ticktum kollidiert mit spiegellosem Hughes

Teamkollege Ticktum erwischte in Hyderabad ein schwierigeres Wochenende. Ein Fahrfehler auf seiner Qualifying-Runde sorgte für Startplatz 16 und eine schwierige Ausgangsposition. Im Rennen war er abseits der Kameras anscheinend in Runde 16 mit Jake Hughes aneinandergeraten. Auf Instagram schrieb der Brite, dass er Hughes habe überholen wollen, dieser ihn aber nicht habe sehen können, da er seit der Startphase ohne Spiegel unterwegs war. Ticktum fuhr nach dem Kontakt in die Box und musste wenig später das Rennen aufgeben.

 
 
 
 
 
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Mit elf Punkten liegt Nio 333 in der Gesamtwertung auf der achten Position und somit vor Nissan, Maserati und ABT Cupra. Ein durchaus guter Saisonstart für die Chinesen, die in den vergangenen Jahren nur selten "Land sahen". Die nächste Gelegenheit auf Punkte bietet sich Sette Camara und Ticktum in knapp zwei Wochen beim Kapstadt E-Prix in Südafrika (25. Februar).

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